Komisches Zeug auf Palmatum

Spezielle Baumpflege z.B. düngen, umtopfen, Erden, ein- und auswintern, Pflanzenschutz
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Stefan Aichholzer
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Komisches Zeug auf Palmatum

Beitrag von Stefan Aichholzer »

Hallo !!!

Dieser Ahorn befindet sich in einer Abmoosungsphase, es sind schon viele Wurzeln an der Abmoosungsstelle vorhanden, werde aber trotzdem die Trennung nächstes Frühjahr machen. Was mich aber mehr sorgen macht ist dieses komisches Zeug an der Rinde, ich lasse einfach Bilder für sich sprechen. Vielleicht hat jemand schon mit so etwas zu tun gehabt, auch die Rinde scheint sich zu lösen :/ . freue mich über jede Hilfe.
Danke !!
Mfg. Stefan
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Sieht auf jeden Fall nicht gut aus.
Nichts auf dieser Welt, das sich zu haben lohnt, fällt einem in den Schoß
Dennis_
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Re: Komisches Zeug auf Palmatum

Beitrag von Dennis_ »

Das wird wohl ein Rotpustelpilz sein. Es ist ein Schwächeparasit der bei Bonsai oft durch den Rückschnitt eingeschleppt wird. Dein Befall ist schon ganz ordentlich, bei einzelnen Trieben bzw. Ästen empfiehlt sich die Entfernung des kranken Holz. Er breitet sich über die Saftbahnen aus und kann so auch in gesundes Holz gelangen. Man muss befallenes Holz wegschneiden und zwar bis tief in das gesunde hinein. Bei guter Pflege kann ein mäßig befallener Ahorn auch mit Rotpusteln weiterleben. Mehr erfährst du bei Abrofux http://www.arbofux.de/rotpustelpilz.html
Zuletzt geändert von Dennis_ am 08.10.2015, 15:05, insgesamt 1-mal geändert.
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Stefan Aichholzer
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Re: Komisches Zeug auf Palmatum

Beitrag von Stefan Aichholzer »

Hallo Dennis, danke für die schnelle Antwort. ja es scheint wirklich ein Rotpustelpilz zu sein, werde denn Baum gleich von meine restliche distanzieren.
werde mit einer Bürste versuchen den Pilz runter zu putzen und die Bürste entsorgen. dann sehe ich weiter. Doch keine Kleinichkeit. Danke nochmal.
Mfg. Stefan
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Heike_vG
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Re: Komisches Zeug auf Palmatum

Beitrag von Heike_vG »

Nein, nicht mit der Bürste arbeiten! Das verteilt die Pilzsporen nur! Nimm ein scharfes Messer und trage die tote Rinde und das darunterliegende befallene Gewebe ab. Alles gut entsorgen.
Von den anderen Bäumen musst Du den Baum nicht unbedingt distanzieren, wenn dort keine frischen, offenen, unbehandelten Schnittstellen in unmittelbarer Nähe sind.

Man sieht auf den Fotos, dass der gesamte Bereich, der vom Rotpustelpilz befallen ist, eingesunken ist. Da ist die Rinde abgestorben.
Vom Stamm des Fächerahorns bleibt nach der Sanierung nur noch eine lebendige Hälfte übrig, das ist schade. Ob es sich überhaupt noch lohnt, mit dem Baum weiterzuarbeiten, musst Du selbst entscheiden bzw. im Laufe der Zeit sehen, Stefan. :(

LG, Heike
Ein halber Schritt in die richtige Richtung ist oftmals ein Reinfall...

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Stefan Aichholzer
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Re: Komisches Zeug auf Palmatum

Beitrag von Stefan Aichholzer »

Neinnnn, zu spät Heike... ich hab mit Essigwasser geschrubt (unteren Bereich mit Papier geschützt) , mit hochdruckwasser gespritzt (mit Weiße Plastik Tüte geschützt) , mit Messer ein wenig geschnitten und mit Wundverschlußbalsam aufgetragen...
ob es sich auszahlt an den Baum zu arbeiten? Ich weiß nicht, vl. eine weitere Abmoosung im oberen Bereich.. naja.
Danke für den Vorschlag, ich hoffe es hat sich nicht verbreitet.
Lg. Stefan

Hier ein paar Fotos:
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holgermueller
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Re: Komisches Zeug auf Palmatum

Beitrag von holgermueller »

wodka hätte auch geholfen..
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Heike_vG
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Re: Komisches Zeug auf Palmatum

Beitrag von Heike_vG »

Das tote Holz mit Lacbalsam zuzukleistern war jetzt nicht die beste Idee. Nur die Wundränder mit Wundknete zu schützen wäre besser gewesen.
Ein halber Schritt in die richtige Richtung ist oftmals ein Reinfall...

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holgermueller
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Re: Komisches Zeug auf Palmatum

Beitrag von holgermueller »

Heike_vG hat geschrieben:Das tote Holz mit Lacbalsam zuzukleistern war jetzt nicht die beste Idee. Nur die Wundränder mit Wundknete zu schützen wäre besser gewesen.
sehe ich genau so .. jetzt hast du evtl. restsporen konserviert..
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Stefan Aichholzer
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Re: Komisches Zeug auf Palmatum

Beitrag von Stefan Aichholzer »

Ich dachte wenn ich das Totholz schließe, bekommt der Pilz kein Sauerstoff und kann sich nicht mehr entwickln.
Naja jetzt weiß ich wie es nicht geht :(
Werde trotzdem nächstes Jahr ein Foto rein stellen.
Ich danke euch.
Mfg. Stefan
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Günter Maier
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Re: Komisches Zeug auf Palmatum

Beitrag von Günter Maier »

Hallo Stefan,

ich habe mir die Bilder des Befalls nochmal angeschaut und ich glaube den Baum kann man nur noch entsorgen.
Da ist bis jetzt schon bestimmt das halbe Stammholz in diesem Bereich befallen und das zuschmieren des
Holzes bringt nichts. Man kann versuchen ein großes Stück unterhalb der kranken Stelle den Stamm zu schneiden,
dann bleibt nur noch der Wurzelstumpf.

Bei meinem Ahorn hatte ich ähnliches Bild, nur waren unterhalb des Stammes noch weitere Äste.
Ich habe bei dem Baum voriges Jahr ca. 5 cm unter dem Befall im gesunden Bereich abgeschnitten,
doch innerhalb kurzer Zeit ging der Pilz weiter nach unten und ich entfernte noch ein weiteres Stück.
Bis heute hat sich nichts mehr gezeigt.
Ich habe nur festgestellt, daß der Pilz schnell bis ins Holz vordringt.
liebe Grüße
Günter
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Ferry
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Re: Komisches Zeug auf Palmatum

Beitrag von Ferry »

Leider ist der Pilz im Holz und das was wir auf den Fotos sehen konnten sind nur die Fruchtkörper des Pilzes, der aus diesen seine Sporen zur Vermehrung verbreitet.

Dennoch würde ich ersteinmal abwarten und den Ahorn nach dieser Mühe nicht sofort wegwerfen. Ob es sich danach lohnt damit weiterzuarbeiten kannst Du später entscheiden. Essigsäure ist kein besonders wirkungsvolles Fungizid.
LG,
F.
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