Jungbäume 2016

Für ungeklärte(!) Fragen zum Bonsai-Einstieg und den Anfangsjahren. SUCHEN, LESEN, DENKEN und nur POSTEN,
wenn Du selbst KEINE ANTWORT GEFUNDEN hast
Antworten
Benutzeravatar
Sebastian Schminke
Beiträge: 67
Registriert: 12.01.2012, 21:47
Wohnort: Frankfurt a. M.
Kontaktdaten:

Jungbäume 2016

Beitrag von Sebastian Schminke »

Hallo liebes Forum,

ich habe mir zum Geburtstag 4 Jungbäume bei En**r bestellt. Und so ganz nebenbei, die sind echt fix. Die Bäume waren innerhalb einer Woche da und in einem super Zustand. Kann ich nur empfehlen.
Naja, auf jeden Fall möchte ich sie Euch gerne hier einmal zeigen.
Als ersten Schritt werde ich die Bäume im März/April in Teichkörbe pflanzen (da kein Garten vorhanden) und die kommenden Jahre
darin belassen wodurch Ich mir einen dickeren Stamm erhoffe. Was den Rückschnitt bei den Wachstumsphasen betrifft, so will ich die
Bäume erst mal beobachten, wie sie sich verhalten. Was drahten betrifft...ich glaube, da warte ich auch erstmal ab...vielleicht ein bischen die Äste nach unten...mal schauen, oder hat einer eine Idee?
Blöd nur, dass das frankfurter Bonsai-Zentrum geschlossen hat, dort habe ich immer eine wunderbare Substratmischung erhalten. Nachdem ich aber bezüglich Substrat dachte, ich mische es mir dann besser selber an, habe ich doch viele verschiedene Meinungen hier gelesen. Da werde ich dann wohl noch weiter forschen müssen ;-)
Aber egal, wie findet Ihr die jungen kerle?
Eure Meinung interessiert mich sehr, also zögert nicht ;-)

Liebe Grüße
Sebastian
Dateianhänge
Acer Palmatum Atropurpureum, ca. 5 Jahre alt und ca. 20 cm hoch
Acer Palmatum Atropurpureum, ca. 5 Jahre alt und ca. 20 cm hoch
Ginkgo Biloba, ca. 5 Jahre alt und ca. 20 cm hoch
Ginkgo Biloba, ca. 5 Jahre alt und ca. 20 cm hoch
Prunus Accolade, ca. 5 Jahre alt und ca. 20 cm hoch
Prunus Accolade, ca. 5 Jahre alt und ca. 20 cm hoch
Pinus Mugo, ca. 5 Jahre alt und ca. 20 cm hoch
Pinus Mugo, ca. 5 Jahre alt und ca. 20 cm hoch
Ria
Beiträge: 262
Registriert: 02.09.2014, 16:00

Re: Jungbäume 2016

Beitrag von Ria »

Hallo Sebastian,

ich bin hier nicht der Profi :-D aber lies Dir dies mal durch:

http://walter-pall-bonsai.blogspot.de/2 ... ungen.html

das ist ein Bonsai-Guru!

Allerdings mache nicht den Fehler die Substratmischung zu verändern. Ich hatte im letzten Jahr etwas zu viel Torf genommen, bleibt dann natürlich länger feucht. Ansonsten wie Walter beschreibt.

Im ersten Jahr würde ich nichts beschneiden oder drahten, lass es erst mal durchtreiben.

l.G. Ria
Benutzeravatar
Sebastian Schminke
Beiträge: 67
Registriert: 12.01.2012, 21:47
Wohnort: Frankfurt a. M.
Kontaktdaten:

Re: Jungbäume 2016

Beitrag von Sebastian Schminke »

Hallo liebe Ria,

vielen Dank für den Link, den habe ich auch schon durch gelesen, daher bin ich ja etwas unsicher. Ich werde wohl sicherheitshalber mal in das Bonsai Zentrum Heidelberg fahren. Die werden mir schon die richtige Mischung zusammen brauen ;-)

Liebe Grüße
Benutzeravatar
Sebastian Schminke
Beiträge: 67
Registriert: 12.01.2012, 21:47
Wohnort: Frankfurt a. M.
Kontaktdaten:

Re: Jungbäume 2016

Beitrag von Sebastian Schminke »

Hallo liebes Forum,

eine Frage habe ich noch. nachdem ich den Artikel von Walter gründlich durchgelesen habe (und hoffentlich auch verstanden;-)), möchte ich die oben gezeigten Jungbäume jetzt am kommenden Wochenende in Teichkörbe pflanzen und mit mordernem Substrat arbeiten, sprich IBUKI Bonsai Sieved Substrate Akadama / Lava / Bims 30 / 30 / 30. Die Bäume stehen ja zur Zeit aber noch in ihrem Anzuchtsubstrat (?), welches auch organisches Material (Erde?) enthällt. Um nun die Vorgehensweise mit modernem Substrat nach Walter ein zu setzen, müßte ich dann nicht den Wurzelballen der Bäume auswaschen um alles Restorganische los zu werden? Laut Walter kann dieses restliche organische Material schnell zum Absterben der Wurzeln führen, wenn mann nach seiner Methode aggressiv gießt und düngt.
Ich würde das so machen, möchte mich aber gerne rückversichern. Ausserdem würde ich dann zusätzlich die Bäume mit mykorrhiza impfen.
Bitte gebt mir kurz Feedback.

Liebe Grüße
Benutzeravatar
zopf
Mentor
Beiträge: 6711
Registriert: 19.05.2005, 14:18
Wohnort: Bergisches Land

Re: Jungbäume 2016

Beitrag von zopf »

Hallo Sebastian
Ich würde eher Anzuchttöpfe aus Ton nehmen,
Sie sind sicherer als Teichpflanzkörbe, da Sie die Feuchtigkeit besser halten.
Die Wurzeln brauchst Du nicht auszuwaschen, auskämmen/ausschütteln reicht erst mal.
Beim Substrat gibt es die Möglichkeit komplett anorganisch, oder gemischt anorganisch/organisch zu verwenden.
Torf (bei kalkhaltigem Wasser) oder Kokosfasern (bei eher neutralem Wasser) wären die organischen Bestandteile.
Bei jüngeren Pflanzen wäre eine anorganisch/organische Mischung vorteilhafter.
Pilzsporen brauchst Du nicht zu verwenden.
mfG Dieter
cogito ergo pups
Benutzeravatar
Sebastian Schminke
Beiträge: 67
Registriert: 12.01.2012, 21:47
Wohnort: Frankfurt a. M.
Kontaktdaten:

Re: Jungbäume 2016

Beitrag von Sebastian Schminke »

Hallo lieber Zopf,

vielen Dank für Deine Ratschläge. Ich werde die Wurzelballen also nicht auswaschen und mein Substrat mit etwas grobem Torf vermengen.
Die Teichkörbe will ich dennoch verwenden, da ich sie a) schon gekauft habe ;-) und b) mir davon ein schnelleres Stammwachstum verspreche, so wie hier im Forum schon so oft angepriesen.

Liebe Grüße
Benutzeravatar
achim73
Moderator
Beiträge: 10415
Registriert: 30.07.2006, 00:53
Wohnort: bochum
Kontaktdaten:

Re: Jungbäume 2016

Beitrag von achim73 »

meiner (begrenzten) erfahrung nach besteht der unterschied zwischen teichkörben und tonschalen in erster linie in der tatsache, dass sich in einem teichkorb ohne zusätzliche arbeit ein dichter, gut verzweigter wurzelballen bildet.
ich habe das an einer winterlinde beobachtet, die ich als jungpflanze mal irgendwo mit dabei bekommen habe. und weil ich in ihr kein großes potential gesehen habe, ist sie als versuchsobjekt in einen teichkorb gewandert und dort 7 jahre quasi vergessen worden. also nur gegossen, ab und zu gedüngt und alle 2 jahr mal zurückgeschnitten .
im herbst letzten jahres beim aufräumen hab ich mir die sache dann mal angesehen. es hatte sich tatsächlich von selbst ein dicht verzweigter, kompakter wurzelballen gebildet, der ohne weitere massnahmen direkt in eine schale passte. ein stärkeres wachstum oder dickenwachstum als in einer anzuchtschale konnte ich aber nicht feststellen.
wenn man darauf wert legt, isat tatsächlich die freilandaufzucht erste wahl.
Gruss, Achim
"Der kürzeste Weg zum Glück ist der Weg in den Garten"
chinesische Weisheit
Benutzeravatar
Sebastian Schminke
Beiträge: 67
Registriert: 12.01.2012, 21:47
Wohnort: Frankfurt a. M.
Kontaktdaten:

Re: Jungbäume 2016

Beitrag von Sebastian Schminke »

Hallo lieber Achim73,

Vielen Dank für Deine Erfahrungen. Dann hatte ich das mit dem Teichkorb immer Mißverstanden. Freilandhaltung kann ich leider nicht gewähleisten (Mietshaus), das letzte Mal, als ich einen Bonsai in den Gemeinschaftsgarten pflanzte, hat unser Hausmeister das arme Bäumchen kurzerhand wieder ausgegraben und "entsorgt". Das Risiko gehe ich nicht noch mal ein ;-). Aber wenn es eh keinen großen Unterschied macht, ob nun Teichkorb ober Tonschale, dann nehme ich lieber die Teichkörbe. Es war mir nur wichtig zu erfahren, ob ich das organische Material vollständig entfernen muß, um mit der Methode von Herrn Pall und dem modernen Subtrat Erfolge zu erzielen. Laut seinem Artikel zu modernem Subtrat ist es unerläßlich, seine Methode vollständig zu nutzen. Also den baum komplett ohne Erde in das moderne Substrat zu setzen, mit etwas grobem Torf und dann 1-3mal täglich aggresiv giessen und fast das ganze Jahr über düngen (Seine Ausführungen waren natrülich etwas differenzierter ;-)).
Mir bleibt wohl nur, aus zu probieren.

Liebe Grüße
Benutzeravatar
camaju +
Freundeskreis
Beiträge: 10634
Registriert: 11.03.2005, 01:53
Wohnort: Ludwigshafen

Re: Jungbäume 2016

Beitrag von camaju + »

Ob Tontöpfe oder TPK ist auch eine Frage, wie oft grade an heissen Tagen .gegossen werden kann.
Da hat die arbeitende Bevölkerung meistens nachteile. Man kann beim TPK mehr oragnisches zufügen, aber dann ist man eben nicht mehr beim Pallschen Konzept.

Der TPK hat den Vortel, da er ja löchrig ist, mit grobem Substrat habe ich eine optimale durchlüftung. Es kommt reichlich Sauerstoff an die Wurzeln. Die wurzelspitzen stossen an den Rand (Licht), sterben ab und bliden nach innen neue Feinwurzeln. Diese wiederum ernähren den Baum und bilden den erwünschten Wurzelballen. Nach dem Pallschen Konzept (reichlich düngen, gießen düngen. gießen} was Achim evtl. während der 7 Jahre nicht gemacht hat, erreicht man auch gutes und schnelleres wachstum.
Gruß Jürgen *wink*

Wer nicht mit Pflanzen und Tieren kann, kann auch nicht mit Menschen.

Ich moderiere in blau, der Rest ist nur meine Meinung
Antworten