Weigelie von Frank (#B40)

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Re: Weigelie von Frank (#B40)

Beitrag von abardo » 12.08.2018, 15:33

Update

Jetzt umtopfen ? Hm, war faktisch nur ein Umsetzen und bevor es wieder zu heiss wird ...
Ausserdem läuft gerade der letzte (und vierte !) Austrieb für dieses Jahr und der stärkt das Einwachsen in die Schale.

vorne.jpg
eine Seite
hinten.jpg
andere Seite
unten.jpg
von unten ins Gebälk

Da die Schale ein bisschen kleiner als die vorherige war, wird die Krone schon nächstes Jahr ihre optimale Breite erreichen. Oben mittig sieht es zwar momentan ein wenig flach aus, da hatte ich aber vor zwei Wochen stark zurückgeschnitten. Das war für den letzten Austrieb dieses Jahres wichtig, um noch einmal wirklich kurze Internodien in der Spitze zu produzieren.

Der Baum scheint vielleicht auch ein wenig hoch eingetopft zu sein, aber das täuscht. Unter Moos und Restsubstrat verstecken sich noch wunderbar verzweigte Oberflächenwurzeln, die noch zulegen sollen. Die werden freigelegt, wenn sie dick genug sind.
Grüße, Frank
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Re: Weigelie von Frank (#B40)

Beitrag von abardo » 14.11.2018, 16:50

Hi,

auch mit der Weigelie bin ich extrem zufrieden, bei der Verzweigung ist Level 6 durchgehend erreicht, nächstes Frühjahr dann Level 7. Im Winter muss am Totholz gearbeitet werden (glatt geschliffen und mit weniger Struktur). Nächstes Jahr lass ich sie im Frühjahr mal wachsen und somit dann auch blühen.

IMG_4066.jpg
vorne
IMG_4066.jpg (202.54 KiB) 192 mal betrachtet
IMG_4067.jpg
hinten
IMG_4067.jpg (200.28 KiB) 192 mal betrachtet

Und bevor einer fragt: die Verdickungen interessieren mich bei dem Baum überhaupt nicht (auch nicht die bogigen Ansätze). Teilweise entspringen bis zu fünf Zweige am gleichen Punkt eines Astes. Na und ? Gibt mehr zum Gucken. Unten passiert das häufiger als oben und das macht für den Aufbau auch Sinn.

Das ist kein naturalistischer Baum (wie auch, bei einem Strauch). Das ist eine lebende Skultur. Nur Form, nur Bögen, nur Schwünge. Wie von Menschenhand geknotet. Plastischer Stil.

Oder mach ich doch einen Märchenbaum daraus, wegen der wilden Wurzelstrünke, Uros und Höhlen. Entwickle die Aststrukur mit einem Schwerpunkt nach links, strukturiere das Laub in unregelmässiger Form, breche das Totholz auf und setz den Baum auf einen dunklen Slab ?

Wer weiss. Auch dann wären die Knubbel und Bögen passend.

Animationen:

anikippel.gif
Kippeleffekt
anikippel.gif (623.23 KiB) 192 mal betrachtet
ani360.gif
Rundumblick
ani360.gif (3.06 MiB) 192 mal betrachtet
Zuletzt geändert von abardo am 15.11.2018, 07:35, insgesamt 12-mal geändert.
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Re: Weigelie von Frank (#B40)

Beitrag von abardo » 14.11.2018, 17:01

Der Unterschied von nur zwei Wachtumsperioden haut mich wirklich um.

vergleich.jpg
Verleich 2017/03 - 2018/11
vergleich.jpg (163.43 KiB) 185 mal betrachtet
Zuletzt geändert von abardo am 16.11.2018, 21:15, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Weigelie von Frank (#B40)

Beitrag von Barbara » 14.11.2018, 17:31

Der Unterschied ist wirklich bemerkenswert.
Gute Arbeit, Frank! :wink:

Liebe Grüße,
Barbara
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Re: Weigelie von Frank (#B40)

Beitrag von abardo » 14.11.2018, 17:39

Hi Barbara,

bis auf dass ich die x-mal im Jahr genau zurückgeschnitten habe (und bei jedem kleinen Ästchen immer wieder entschieden habe, wo die Knospen hinzeigen müssen und wie weit ich wirklich maximal zurückgehen kann), hab ich nicht viel gemacht.

Weigelien treiben zuverlässig aus schlafenden Augen aus, immer genau ein Stück vor dem letzten aktiven Knospenpaar (wenn man so schneidet, dass eben nur ein Paar dranbleibt. Manchmal zeigen die auch nach oben und unten, dann muss man halt zwei Knospenpaare dranlassen). Man kann sich somit auch von aussen nach innen arbeiten.

Manche Zweige, die noch nicht richtig in die Silhouette reichten, hab ich einfach wachsen lassen und nichts an denen gemacht.

Die "Arbeit" ist zwar immer aufwändig, aber auch stumpfsinnig nach Schema-F (genauso wie beim Winterschnitt. Ich weiss nicht, wieviele Hundert zurückgetrocknete kleine Aststümpfchen, also die Reste von den Schnitten im Jahr, ich nun sauber nachgeschnitten habe, hat 3 Stunden gedauert).

Die eigentliche Arbeit hat aber wirklich der Baum übers Jahr selbst gemacht, was man z.B. auch an den Wurzeln sieht. Da hab ich ihn einfach machen lassen.
Grüße, Frank
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