ein Freund von mir ist nach Chile ausgewandert und hat dort ein riesen Grundstück mit Lagune und Vulkan. Bei den Arbeiten dort fallen eine Menge gefällter Bäume an, wobei auch viele als Yamadori geeignet sind. Meine Idee war es nun, dass er mir die Bäumchen irgendwie zukommen lassen kann. Was meint ihr? Seht ihr eine Möglichkeit dazu bzw. hat da jemand mal Erfahrungen sammeln können?
Schwierig denke ich. Falls die Bestimmungen sind, wie bei der Einfuhr aus China, dann darf an den Pflanzen keine Erde sein, ansonsten müssten sie in Quarantäne. Für einen Transport, der 1 Tag dauert, kann man die Erde vielleicht durch Moos ersetzten, da es feucht hält. Das geht wohl aber nur, wenn man die selbst auf einem Flug mitbringt. Wenn die wochenlang im Container unterwegs sind... vorallem , nachdem sie gerade ausgegraben wurden, sehe ich wenig Chancen.
Die Transportkosten fallen wohl eher nicht so hoch aus, wie allgemein erwartet. Das Hindernis werden wohl eher die Einfuhrbestimmungen nach Deutschland sein. Phytosanitäre Zertifikate kosten nicht nur Geld sondern meistens auch Nerven.
souljah hat geschrieben:Schwierig denke ich. Falls die Bestimmungen sind, wie bei der Einfuhr aus China, dann darf an den Pflanzen keine Erde sein, ansonsten müssten sie in Quarantäne. Für einen Transport, der 1 Tag dauert, kann man die Erde vielleicht durch Moos ersetzten, da es feucht hält. Das geht wohl aber nur, wenn man die selbst auf einem Flug mitbringt. Wenn die wochenlang im Container unterwegs sind... vorallem , nachdem sie gerade ausgegraben wurden, sehe ich wenig Chancen.
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Danke! Ich denke auch dass das Hauptproblem die Einfuhrbestimmungen sind, so wie es Heike auch angedeutet hat. Vielleicht muss ich einfach persönlich hin und ein Bäumchen gut im Koffer verstauen. Am besten dann im Frühjahr :-)
@marion die Frachtkosten fallen je nach Art (shipping, Luftfracht) und Gewicht aus und sind mit Sicherheit kein Totschlagargument. Die Bäume dort auf dem Grundstück haben viele Jahre auf dem Buckel und können die Wertigkeit vieler Bäume hier aus dem forum bei weitem schlagen! Was sind denn deine "totschlagargumente" außer den Versandkosten?... Bin gespannt!
Es wird sehr schwierig sein, die Einfuhr nach Deutschland genehmigt zu bekommen. Insbesondere da Dein Freund keinen für den Export zertifizierten Baumschulbetrieb o.ä. unterhält. Denn auch im Ursprungsland muß eine Quarantäne mit Spritzungen gegen Pilze und Schädlinge erfolgen.
Schöner und spannender wäre es vielleicht, die Yamadori vor Ort zu belassen und langsam zu schönen Bonsai zu gestalten. So hättest Du einen Anreiz immer wieder dorthin Deinen Urlaub zu verbringen. Bonsai braucht Botschafter.
Wie bereits geschrieben, nach Informationen vom Zoll, am Flughafen, ist eine einfuhr problemlos möglich, solange keine Erde an den Wurzeln ist. Dann ist auch nichts mit Quarantäne oder so...