Moin,
ich möchte meinen Vorrednern recht geben. Allerdings kenne ich die beschriebene Situation und den Enthusiasmus, mit dem die Pflanze ausgesucht wurde und unter dessen Vorzeichen nun Hoffnungen in das "neue Schmuckstück" gelegt werden.
Darum möchte ich einen ganz pragmatischen Rat geben.
Mach doch das:

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und pflanze den Apfel auf jetziger Höhe ohne irgendwas an den Wurzeln zu machen ins Beet. Am besten irgendwo, wo er Dir auch so alltägliche Freude bereitet. Lass ihn einfach wachsen, einmal im Jahr, vielleicht so Ende Juni, schneidest du ihn grob in eine Eierform, wie eine Buchsbaumkugel nur außen rum (immer auf die gleiche Höhe zurück!) und lässt ihn sonst machen. In der Zwischenzeit suchst Du dir einfach weitere Projekte, die kurzfristiger und erstmal befriedigender sind. Vielleicht eine Hainbuche aus der Baumschule. Die kosten jetzt um die Jahreszeit in der Größe deines Apfels so 5€ und du kannst aus hunderten schönen und wurzelechten (d.h. sie haben keine Veredelungsstelle, die immer hässlicher wird) Exemplaren aussuchen. Oder Du stöberst tatsächlich online oder in real life bei den vielen Fachhändlern, die es so gibt. Da bekommst Du (ehrlich jetzt) bessere Sachen für weniger Geld als wenn Du zum Deh*er oder F*oraland oder Bau*aus gehst..
Und in 4-5 Jahren, Du hast dann warscheinlich schon fast vergessen, woher der Apfel da kommt, ist aus ihm vielleicht was geworden. Dann kannst Du ihn direkt im Beet abmoosen (weißt Du dann auch schon bescheid drüber, wenn Du am Thema dranbleibst) und hast nen Super Apfel-Pre-Bonsai!
Alles andere ist wohl vergebene Mühe.
Und glaube mir wenn ich Dir sage.. Wir alle haben solche Bäume irgendwo rumstehen. Dein Apfel ist also ein ziemlich typischer und nicht schlechter Einstieg
Lieben Gruß
Heinrich