Blattkrankheit am Flieder (Punkte) ?
- HerbertR
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Blattkrankheit am Flieder (Punkte) ?
Hallo,
weiß jemand, welche Krankheit das ist ?
Mein Flieder (gemeiner Flieder, nicht Zwergflieder) hat braune Punkte auf den Blättern, fast nur auf den jüngeren Blättern, die auch eher gelblich sind, statt grün wie die älteren Blätter.
Sind das Schädlinge, die ich mit einem Schädlingsbekämpfungsmittel weg bekomme, oder eher eine Krankheit die man mit etwas anderem bekämpfen kann ?
Ich wäre dankbar für Eure Hilfe.
weiß jemand, welche Krankheit das ist ?
Mein Flieder (gemeiner Flieder, nicht Zwergflieder) hat braune Punkte auf den Blättern, fast nur auf den jüngeren Blättern, die auch eher gelblich sind, statt grün wie die älteren Blätter.
Sind das Schädlinge, die ich mit einem Schädlingsbekämpfungsmittel weg bekomme, oder eher eine Krankheit die man mit etwas anderem bekämpfen kann ?
Ich wäre dankbar für Eure Hilfe.
LG Herbert
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Re: Blattkrankheit am Flieder (Punkte) ?
Moin Herbert,
ich weiß nicht welche Krankheit das ist.
Ist der Flieder in der Schale oder wächst er im Garten? Wie lange bei dir? Wann gepflanzt/umgetopft? Sonniger oder eher schattiger Standort? Gewässert mit Leitungswasser? Wie gedüngt? Substrat neutral oder eher sauer? Wie nass ist das Substrat?
Es kann sich um pflegebedingte Blattnekrosen handeln (wofür auch die gelben Blätter sprechen), ein Pilz ist aber auch nicht ausgeschlossen - nur dass der bei einem gut eingewachsenen Gartenflieder an sonnigem Standort mit nicht allzu saurem Boden praktisch nicht vorkommt.
Am ehesten denke ich an abgesoffene Wurzeln bei deinem Bild, aber es kommen auch zahlreiche andere Ursachen infrage.
ich weiß nicht welche Krankheit das ist.
Ist der Flieder in der Schale oder wächst er im Garten? Wie lange bei dir? Wann gepflanzt/umgetopft? Sonniger oder eher schattiger Standort? Gewässert mit Leitungswasser? Wie gedüngt? Substrat neutral oder eher sauer? Wie nass ist das Substrat?
Es kann sich um pflegebedingte Blattnekrosen handeln (wofür auch die gelben Blätter sprechen), ein Pilz ist aber auch nicht ausgeschlossen - nur dass der bei einem gut eingewachsenen Gartenflieder an sonnigem Standort mit nicht allzu saurem Boden praktisch nicht vorkommt.
Am ehesten denke ich an abgesoffene Wurzeln bei deinem Bild, aber es kommen auch zahlreiche andere Ursachen infrage.
liebe Grüße Andreas
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Re: Blattkrankheit am Flieder (Punkte) ?
Hallo Herbert,
schaut beinahe wie Miniermottenbrutstätten aus. Sieht man, das Blatt gegen das Licht gehalten, Larven im braunen Bereich?
Oder gar Hagelschäden möglicherweise?
LG
Selene
schaut beinahe wie Miniermottenbrutstätten aus. Sieht man, das Blatt gegen das Licht gehalten, Larven im braunen Bereich?
Oder gar Hagelschäden möglicherweise?
LG
Selene
viewtopic.php?f=2&t=25194&p=516977#p516953
Viele Grüße, Silke
Viele Grüße, Silke
- HerbertR
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Re: Blattkrankheit am Flieder (Punkte) ?
Moin Andreas,
der Flieder ist in einer Schale (siehe Foto), die kranken Blätter die etwa genausoviel waren, wie die verbliebenen, habe ich abgenommen.
Leider ist heuer der unterste Ast abgestorben.
er ist jetzt die dritte Saison bei mir,
wurde 2015 eingetopft und 2016 umgetopft.
Der Standort ist vormittags sonnig, ab mittags schattig.
Gewässert dieses Jahr ausschliesslich mit Regenwasser,
Gedüngt mit Pferdedungpellets und zusätzlich 1 x pro Woche mit Bio Nova "Soil Supermix" soll ein guter Allrounddünger sein (siehe Fotos).
Die Pflanzen die Chlorose (oder was immer das ist) dünge ich mit einem Dünger der Eisen Plus enthält, also mehr Eisen.
Ob das Substrat sauer ist weiß ich nicht - es besteht aus 5,5 Anteilen Bimskies, 4 Anteilen Lavakies und 3 Anteilen Kokosfasern.
Es ist also ein sogenanntes "modernes Substrat" daher kann es kaum zu nass sein, und kaum abgesoffene Wurzeln möglich, da ich 3 x täglich giessern muss, wenn es so heiß ist wie derzeit.
Meine anderen Bäume sind großteils ok, einzelne (4) haben wieder wie im Vorjahr etwas Chlorose (siehe Fotos).
Und der kleinere meiner beiden Weißdorne hat genau wie letztes Jahr eine Blattkrankheit bei der fast alle Blätter braun, bzw. schwarz werden und absterben (siehe Foto). Der andere Weißdorn wird genauso behandelt und ist kerngesund...
der Flieder ist in einer Schale (siehe Foto), die kranken Blätter die etwa genausoviel waren, wie die verbliebenen, habe ich abgenommen.
Leider ist heuer der unterste Ast abgestorben.
er ist jetzt die dritte Saison bei mir,
wurde 2015 eingetopft und 2016 umgetopft.
Der Standort ist vormittags sonnig, ab mittags schattig.
Gewässert dieses Jahr ausschliesslich mit Regenwasser,
Gedüngt mit Pferdedungpellets und zusätzlich 1 x pro Woche mit Bio Nova "Soil Supermix" soll ein guter Allrounddünger sein (siehe Fotos).
Die Pflanzen die Chlorose (oder was immer das ist) dünge ich mit einem Dünger der Eisen Plus enthält, also mehr Eisen.
Ob das Substrat sauer ist weiß ich nicht - es besteht aus 5,5 Anteilen Bimskies, 4 Anteilen Lavakies und 3 Anteilen Kokosfasern.
Es ist also ein sogenanntes "modernes Substrat" daher kann es kaum zu nass sein, und kaum abgesoffene Wurzeln möglich, da ich 3 x täglich giessern muss, wenn es so heiß ist wie derzeit.
Meine anderen Bäume sind großteils ok, einzelne (4) haben wieder wie im Vorjahr etwas Chlorose (siehe Fotos).
Und der kleinere meiner beiden Weißdorne hat genau wie letztes Jahr eine Blattkrankheit bei der fast alle Blätter braun, bzw. schwarz werden und absterben (siehe Foto). Der andere Weißdorn wird genauso behandelt und ist kerngesund...
Zuletzt geändert von HerbertR am 21.07.2017, 15:39, insgesamt 2-mal geändert.
LG Herbert
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- HerbertR
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Re: Blattkrankheit am Flieder (Punkte) ?
Hallo Selene,
vielen Dank auch für Deine Antwort !
Nein, ich kann wenn ich das Blatt gegen das Licht halte, keine Larven erkennen,
Hagel hatten wir glücklicherweise keinen, und dann hätten wohl auch mehrere Bäume etwas abbekommen, zumal der Flieder auch unter einem Dachüberhang etwas geschützer steht.
vielen Dank auch für Deine Antwort !
Nein, ich kann wenn ich das Blatt gegen das Licht halte, keine Larven erkennen,
Hagel hatten wir glücklicherweise keinen, und dann hätten wohl auch mehrere Bäume etwas abbekommen, zumal der Flieder auch unter einem Dachüberhang etwas geschützer steht.
LG Herbert
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Re: Blattkrankheit am Flieder (Punkte) ?
Moin Herbert,
das hört sich ja alles recht gut an, ich glaube auch nicht, dass es sich um eine (Infektions-) Krankheit handelt.
Wenn die Chlorose trotz Eisendünger bestehen bleibt, würde ich (ausser bei der Azalee) etwa einmal im Monat etwas Bittersalz geben (ich löse einen gehäuften Esslöffel in 5 l Wasser) und zusätzlich etwas Gartenkalk auf das Substrat streuen, beim Flieder vielleicht einen Esslöffel. Bei den Pferdedung-Pellets wäre ich etwas zurückhaltender mit der Menge - sieht bei deinem Flieder schon ziemlich reichlich aus...
Ist das Substrat bei der Azalee dasselbe wie beim Flieder oder steht die in Kanuma? Genauso gedüngt?
Wenn sie in reinem Kanuma steht, würde ich neben dem Flüssigdünger nach der Blüte Rhododendrondünger geben - gibt es in D beim großen Discounter mit "A" im 2,5 kg Karton im Frühling.
Wenn das alles nichts hilft und auch beim Umtopfen keine Auffälligkeiten an den Wurzeln zu sehen sind, pflanze die betroffenen Bäume mal für ein Jahr ins Beet.
Viel Glück!
das hört sich ja alles recht gut an, ich glaube auch nicht, dass es sich um eine (Infektions-) Krankheit handelt.
Wenn die Chlorose trotz Eisendünger bestehen bleibt, würde ich (ausser bei der Azalee) etwa einmal im Monat etwas Bittersalz geben (ich löse einen gehäuften Esslöffel in 5 l Wasser) und zusätzlich etwas Gartenkalk auf das Substrat streuen, beim Flieder vielleicht einen Esslöffel. Bei den Pferdedung-Pellets wäre ich etwas zurückhaltender mit der Menge - sieht bei deinem Flieder schon ziemlich reichlich aus...
Ist das Substrat bei der Azalee dasselbe wie beim Flieder oder steht die in Kanuma? Genauso gedüngt?
Wenn sie in reinem Kanuma steht, würde ich neben dem Flüssigdünger nach der Blüte Rhododendrondünger geben - gibt es in D beim großen Discounter mit "A" im 2,5 kg Karton im Frühling.
Wenn das alles nichts hilft und auch beim Umtopfen keine Auffälligkeiten an den Wurzeln zu sehen sind, pflanze die betroffenen Bäume mal für ein Jahr ins Beet.
Viel Glück!
liebe Grüße Andreas
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- HerbertR
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Re: Blattkrankheit am Flieder (Punkte) ?
Moin Andreas,
vielen Dank für Deine Ratschläge !
Ich werde versuchen sie alle umzusetzen.
Die Azalee steht im selben Substrat wie alle anderen.
Wegen der Pellets : ich streue ohnehin immer nur wenige drauf, aber sobald die nass werden, dehnen sie sich so arg aus ! Muss nächstes Mal noch weniger davon geben.
Aber soviel ich weiß kann man damit ja nicht überdüngen oder ?
vielen Dank für Deine Ratschläge !
Ich werde versuchen sie alle umzusetzen.
Die Azalee steht im selben Substrat wie alle anderen.
Wegen der Pellets : ich streue ohnehin immer nur wenige drauf, aber sobald die nass werden, dehnen sie sich so arg aus ! Muss nächstes Mal noch weniger davon geben.
Aber soviel ich weiß kann man damit ja nicht überdüngen oder ?
LG Herbert
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Re: Blattkrankheit am Flieder (Punkte) ?
Jein!
Ein Baum mit sattem Wachstum und gesunden Wurzeln steckt da einiges weg, da aber Pferde- und Rinderdung sehr große Mengen leicht verfügbaren Stickstoff enthalten kann es schon mal passieren, dass bei vorgeschädigter Wurzel oder Hitzestress des Guten zuviel geschieht. Ich habe auch ein Jahr Rinderdungpellets verwendet, lasse es jetzt aber. Bin umgestiegen auf Saidung ultra, ist etwas ausgewogener und quillt nicht so stark.
Die Azalee würde ich zum nächsten Umtopftermin in reines Kanuma setzen, aktuell Substrat oberflächlich abkratzen und Torf auflegen. Da ist vermutlich der Boden-pH für die Moorbeetpflanze nicht optimal. KEINEN Kalk aufstreuen, wenn Bittersalz (eher nicht...) dann nur ganz stark verdünnt (einen Teelöffel auf fünf Liter Wasser), möglichst nur mit Regenwasser gießen!
Ich weiß, dass dein Leitungswasser eigentlich ungeeignet zum Wässern ist (für alle die hier sonst noch mitlesen), bei den anderen Bäumen mit Chlorose (beonders Flieder, Weißdorn, aber auch Feldahorne, Kirschen, Äpfel, Schlehen, Linden, Ulmen, Buchs, Weiden, Ebereschen, Kiefern, Wacholdern, Eiben, Pfaffenhut, Berberitze, Hartriegel, Zwegmispel, Perückenstrauch, Potentilla, Rotbuche, Birne, Felsenbirne, Heckenkirsche, Hasel, Esche, Erle und Pappeln) würde ich SONST eher das Gießen (auch mit ziemlich hartem) Leitungswasser empfehlen. Denen täte gegebenenfalls auch die regelmäßige Verabreichung einer gewissen (auf die Härte des Gießwassers abgestimmte) Menge Gartenkalk gut.
Generell brauchen Bäume zur Chlorophyll-Bildung neben den Hauptnährstoffen N, P, K (Stickstoff, Phosphor, Kalium) auch Eisen (Fe) und Magnesium (Mg). Im Gartenboden meist ausreichend vorhanden, können sie in der Schale schon mal im Mangel sein, gerade bei aggressiver Wässerung und einem relativen Überangebot an den Hauptnährstoffen.
Auch hat jede Pflanze einen optimalen pH-Bereich, in dem ihre Wurzeln die Nährstoffe aufnehmen können, und der ist bei den oben in Klammern erwähnten Arten höher als z.B. bei Birken, Fächerahorn und ganz besonders Azaleen.
Bei deinem Weißdorn bin ich mir nicht ganz sicher, aber da vermute ich eher eine (Infektions-) Krankheit, entweder Wurzelschaden bzw. Welkepilz oder Gitterrost. Stell ihn lieber mal abseits...
liebe Grüße Andreas
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- HerbertR
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Re: Blattkrankheit am Flieder (Punkte) ?
Hallo Andreas,
vielen Dank nochmal !
Wie erwähnt musste ich heuer Gott sei Dank noch nie mit Leitungswasser giessen, außer einmal.
Zu Deiner Gießempfehlung für Bäume mit Chlorose "eher MIT Leitungswasser gießen" - ist dem Leitungswasser nicht Chlor beigemengt ? Fördert das nicht noch die Chlorose ?
Auch mein Perückenstrauch hat leider schon das 2. Jahr diese Krankheit, sieht aus wie Welkpilz (den ich auch am Weißdorn vermute).
Ich werde also Deine Ratschläge befolgen und ab nächster Saison statt Pferdedungpellets, Saidung ultra verwenden.
Was hältst Du von meinem Flüssigdünger ? Ist der geeignet ?
vielen Dank nochmal !
Wie erwähnt musste ich heuer Gott sei Dank noch nie mit Leitungswasser giessen, außer einmal.
Zu Deiner Gießempfehlung für Bäume mit Chlorose "eher MIT Leitungswasser gießen" - ist dem Leitungswasser nicht Chlor beigemengt ? Fördert das nicht noch die Chlorose ?
Auch mein Perückenstrauch hat leider schon das 2. Jahr diese Krankheit, sieht aus wie Welkpilz (den ich auch am Weißdorn vermute).
Ich werde also Deine Ratschläge befolgen und ab nächster Saison statt Pferdedungpellets, Saidung ultra verwenden.
Was hältst Du von meinem Flüssigdünger ? Ist der geeignet ?
LG Herbert
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Re: Blattkrankheit am Flieder (Punkte) ?
Hallo Herbert,
dir würde ich nicht empfehlen mit Leitungswasser zu gießen, Amerikanern auch nicht - in D darf dem Leitungswasser weder Chlor noch Fluor oder Jod zugefügt werden, die Qualität ist mit Mineralwasser vergleichbar, oft sogar besser. Die meisten Mineraldünger (deiner auch: pH 3,8) sind für Leitungswasser ausgelegt. Meiner ist ganz ähnlich zusammengesetzt, ich denke mit ein wenig Calcium- und Magnesiumsubstitution sollte das passen. Gießen mit Leitungswasser hat den Vorteil dass es oft wenig sauer ist im Vergleich zu Regenwasser und Calcium gleich mitliefert. Nachteil ist dabei, dass bei sehr hartem Wasser Kalkränder (und beim Besprühen Kalkflecken) entstehen. Wenn man nicht direkt in der Abgasfahne eines Industriegebietes wohnt ist bei gesunden Pflanzen aber nichts gegen Regenwasser zum Gießen zu sagen, mit der Einschränkung, dass in Küstennähe auch schon mal der Salzgehalt relativ hoch ist.
Hartes Leitungswasser würde ich für Azaleen, Kamelien und Fächerahorne NICHT empfehlen.
Chlor im Gießwasser:
Da muss man unterscheiden ob es sich a) um elementaren Chlor (Cl² = Chlorgas) oder b) um Chlorid (Cl- = Ionen, z.B. Kochsalz) handelt.
Chlorid im Wasser oder im Substrat ist allgemein unerwünscht, weil es ab einer gewissen Menge ein Hinweis auf eine hohe Salzbelastung bedeutet und die meisten Zierpflanzen sind nur begrenzt salztolerant. Zu Übersalzung kann es auch durch zuviel Dünger kommen, und da spielt Rinder-, Pferde- und Geflügeldung durch seine hohe Verfügbarkeit löslicher Nitrate durchaus auch eine Rolle, besonders bei Wärme (Hitzestress, vorübergehende Substrattrockenheit). Insofern sind Calciumchlorid und Magnesiumchlorid auch generell ungünstiger für die Anwendung bei Pflanzen als Calciumphosphat und Magnesiumoxid. Magnesiumsulfat kann bei Überdosierung ebenfalls zu Versalzung führen, daher sollte man sich beim Bittersalz besser von unten an die effektive Dosierung herantasten.
Chlor (-gas) wird dem Wasser in Swimmingpools zugesetzt, es reizt die Augen und ist ein hochpotentes Desinfektionsmittel. Ich weiß nicht ab welcher Konzentration es die Pflanzen direkt schädigt, aber schon geringe Mengen können dem Bodenleben schweren Schaden zufügen und womöglich auch die Mykorrhiza abtöten. Daher haben Desinfektionsmittel generell bei Pflanzen nichts zu suchen.
"Chlorose" hat mit Chlor nur die Farbe gemeinsam, der Wortstamm kommt aus dem Griechischen (übertragen auf lateinische Buchstaben etwa "chloros") und bedeutet hellgrün. Ursache ist meist ein Mangel, andere Ursachen wie Versalzung und Viren kommen auch infrage.
dir würde ich nicht empfehlen mit Leitungswasser zu gießen, Amerikanern auch nicht - in D darf dem Leitungswasser weder Chlor noch Fluor oder Jod zugefügt werden, die Qualität ist mit Mineralwasser vergleichbar, oft sogar besser. Die meisten Mineraldünger (deiner auch: pH 3,8) sind für Leitungswasser ausgelegt. Meiner ist ganz ähnlich zusammengesetzt, ich denke mit ein wenig Calcium- und Magnesiumsubstitution sollte das passen. Gießen mit Leitungswasser hat den Vorteil dass es oft wenig sauer ist im Vergleich zu Regenwasser und Calcium gleich mitliefert. Nachteil ist dabei, dass bei sehr hartem Wasser Kalkränder (und beim Besprühen Kalkflecken) entstehen. Wenn man nicht direkt in der Abgasfahne eines Industriegebietes wohnt ist bei gesunden Pflanzen aber nichts gegen Regenwasser zum Gießen zu sagen, mit der Einschränkung, dass in Küstennähe auch schon mal der Salzgehalt relativ hoch ist.
Hartes Leitungswasser würde ich für Azaleen, Kamelien und Fächerahorne NICHT empfehlen.
Chlor im Gießwasser:
Da muss man unterscheiden ob es sich a) um elementaren Chlor (Cl² = Chlorgas) oder b) um Chlorid (Cl- = Ionen, z.B. Kochsalz) handelt.
Chlorid im Wasser oder im Substrat ist allgemein unerwünscht, weil es ab einer gewissen Menge ein Hinweis auf eine hohe Salzbelastung bedeutet und die meisten Zierpflanzen sind nur begrenzt salztolerant. Zu Übersalzung kann es auch durch zuviel Dünger kommen, und da spielt Rinder-, Pferde- und Geflügeldung durch seine hohe Verfügbarkeit löslicher Nitrate durchaus auch eine Rolle, besonders bei Wärme (Hitzestress, vorübergehende Substrattrockenheit). Insofern sind Calciumchlorid und Magnesiumchlorid auch generell ungünstiger für die Anwendung bei Pflanzen als Calciumphosphat und Magnesiumoxid. Magnesiumsulfat kann bei Überdosierung ebenfalls zu Versalzung führen, daher sollte man sich beim Bittersalz besser von unten an die effektive Dosierung herantasten.
Chlor (-gas) wird dem Wasser in Swimmingpools zugesetzt, es reizt die Augen und ist ein hochpotentes Desinfektionsmittel. Ich weiß nicht ab welcher Konzentration es die Pflanzen direkt schädigt, aber schon geringe Mengen können dem Bodenleben schweren Schaden zufügen und womöglich auch die Mykorrhiza abtöten. Daher haben Desinfektionsmittel generell bei Pflanzen nichts zu suchen.
"Chlorose" hat mit Chlor nur die Farbe gemeinsam, der Wortstamm kommt aus dem Griechischen (übertragen auf lateinische Buchstaben etwa "chloros") und bedeutet hellgrün. Ursache ist meist ein Mangel, andere Ursachen wie Versalzung und Viren kommen auch infrage.
liebe Grüße Andreas
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Hallo Andreas,
vielen Dank nochmal für Deine sehr informativen und lehrreichen Tipps !
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