Meine eigenen Töpferversuche
Re: Meine eigenen Töpferversuche
Und die Letzten. Porzellan schrupft beim Brennen wesentlich mehr als gewöhnlicher Ton. Bei der orangen Taschenschale (einige Bilder vorher) sieht man, dass die Glasur faltig wurde, da sie es nicht geschafft hat, mit dem Porzellan gleichmäßig zu schrumpfen.
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Liebe Grüße
Robert
Bonsaifreunde Franken e. V.
Robert
Bonsaifreunde Franken e. V.
Re: Meine eigenen Töpferversuche
Hallo Robert,
ich freue mich sehr dass du wieder Zeit zum töpfern findest und uns die Ergebnisse präsentierst.
Auch wenn du schreibst dass du kein Künstler bist, möchte ich dir widersprechen. Die Formen, die Glasuren, Verläufe … gefallen mir sehr. Vielleicht bist du kein Maler, aber selbst deine Bilder können sich sehen lassen.
Meine Favoriten sind aus deinem ersten Post die 2., die zwei 3. und die Glasur vom letzten (immer noch im ersten Post). Von den Beistellerschalen gefallen mir die am besten, wo die Glasur von oben nach unten läuft. Einfach toll.
Wenn ich Kritik äußern sollte / wollte, dann so viel dass Porzellan was ganz feines ist, aber von den Bildern her könnte das auch Ton sein weil die bisschen dick (für Porzellan) rüberkommen.
Ich kann mir nicht mal ansatzweise vorstellen wie schwer es ist mit Porzellan zu arbeiten, aber nach deinen gezeigten Schalen wäre es sehr-sehr schade wenn du damit aufhörst;)
ich freue mich sehr dass du wieder Zeit zum töpfern findest und uns die Ergebnisse präsentierst.
Auch wenn du schreibst dass du kein Künstler bist, möchte ich dir widersprechen. Die Formen, die Glasuren, Verläufe … gefallen mir sehr. Vielleicht bist du kein Maler, aber selbst deine Bilder können sich sehen lassen.
Meine Favoriten sind aus deinem ersten Post die 2., die zwei 3. und die Glasur vom letzten (immer noch im ersten Post). Von den Beistellerschalen gefallen mir die am besten, wo die Glasur von oben nach unten läuft. Einfach toll.
Wenn ich Kritik äußern sollte / wollte, dann so viel dass Porzellan was ganz feines ist, aber von den Bildern her könnte das auch Ton sein weil die bisschen dick (für Porzellan) rüberkommen.
Ich kann mir nicht mal ansatzweise vorstellen wie schwer es ist mit Porzellan zu arbeiten, aber nach deinen gezeigten Schalen wäre es sehr-sehr schade wenn du damit aufhörst;)
Gruß
László
"Wer arbeitet, macht Fehler."
Alfred Krupp
László
"Wer arbeitet, macht Fehler."
Alfred Krupp
Re: Meine eigenen Töpferversuche
Hallo Robert,
ich kann mich da Lázló nur voll und ganz anschließen. Ein Künstler bist du auf jeden Fall. Dir mag vielleicht ein wenig die "Kunst der geraden Strichführung" fehlen, aber das ist nichts, was man nicht durch Üben einüben könnte
.
Am besten auf zuerst auf Papier und dann auf Probestücken (z.B. alten Kacheln oder so, die man dann auch brennen kann) immer und immer wieder trainieren. Ich könnte das leider nicht mehr, da ich ab und zu ein Zittern in den Händen habe, das so etwas vereiteln würde.
ich kann mich da Lázló nur voll und ganz anschließen. Ein Künstler bist du auf jeden Fall. Dir mag vielleicht ein wenig die "Kunst der geraden Strichführung" fehlen, aber das ist nichts, was man nicht durch Üben einüben könnte

Am besten auf zuerst auf Papier und dann auf Probestücken (z.B. alten Kacheln oder so, die man dann auch brennen kann) immer und immer wieder trainieren. Ich könnte das leider nicht mehr, da ich ab und zu ein Zittern in den Händen habe, das so etwas vereiteln würde.
Liebe Grüße
Heiner
Heiner
Re: Meine eigenen Töpferversuche
Salü Robert,
Bemerkenswerte Arbeiten! Gar nicht mal übel, was bei dir so aus der Stress-Therapie hervorgeht.
Mit Porzellan zu arbeiten ist die Königsdisziplin bei der Keramikergilde.
Man sagt auch; Porzellan habe ein Gedächtnis und möchte beim Brand gerne wieder in irgendeine Ursprungsform zurück.
Deshalb wird mit dem Zeug eher gegossen als plastisch geformt.
Die schwierige Standfestigkeit beim Drehen rührt daher, dass Kaolinit als Mineral nicht so schuppig ist wie Aluminiumoxid im Töpferton. Man kann aber Knochenasche als Magerung beimischen und dann kann man etwas dünner und höher drehen. Aber im Allgemeinen dreht man mit Porzellan etwas zu dick und dreht später den Überschuss ab. Wie ich sehe, hast Du das selbst schon durchblickt.
Wichtig dünkt mich das homogene Walken und das spiralige Batzenkneten. Ich habe öfter damit auf der Scheibe gearbeitet und lustig war dabei, dass sich die Masse ein wenig wie Gummi verhält.
Weiter so!
Gruss George
Bemerkenswerte Arbeiten! Gar nicht mal übel, was bei dir so aus der Stress-Therapie hervorgeht.
Mit Porzellan zu arbeiten ist die Königsdisziplin bei der Keramikergilde.
Man sagt auch; Porzellan habe ein Gedächtnis und möchte beim Brand gerne wieder in irgendeine Ursprungsform zurück.



Deshalb wird mit dem Zeug eher gegossen als plastisch geformt.
Die schwierige Standfestigkeit beim Drehen rührt daher, dass Kaolinit als Mineral nicht so schuppig ist wie Aluminiumoxid im Töpferton. Man kann aber Knochenasche als Magerung beimischen und dann kann man etwas dünner und höher drehen. Aber im Allgemeinen dreht man mit Porzellan etwas zu dick und dreht später den Überschuss ab. Wie ich sehe, hast Du das selbst schon durchblickt.
Wichtig dünkt mich das homogene Walken und das spiralige Batzenkneten. Ich habe öfter damit auf der Scheibe gearbeitet und lustig war dabei, dass sich die Masse ein wenig wie Gummi verhält.
Weiter so!
Gruss George
Grumpy old fat Kiboko.
Re: Meine eigenen Töpferversuche
Hallo Robert,
mir gefallen die bemalten Porzellanschalen sehr gut. Ich wünschte, ich könnte so etwas auch selbst töpfern.
Ich will ja keine Spielverderberin sein, aber bekommt man da nicht Ärger, wenn man die (japanischen) Vorbilder (wie z.B. die Schalen 20220512_164054.jpg, 20220521_164615.jpg und 20220521_164624.jpg) kopiert wg. Urheberrecht oder so?
Grüße, Sanne
mir gefallen die bemalten Porzellanschalen sehr gut. Ich wünschte, ich könnte so etwas auch selbst töpfern.
Ich will ja keine Spielverderberin sein, aber bekommt man da nicht Ärger, wenn man die (japanischen) Vorbilder (wie z.B. die Schalen 20220512_164054.jpg, 20220521_164615.jpg und 20220521_164624.jpg) kopiert wg. Urheberrecht oder so?
Grüße, Sanne
Was wären wir ohne den Trost der Bäume…
(Zitat von Gisela V.)
(Zitat von Gisela V.)
Re: Meine eigenen Töpferversuche
Danke für Kritik und Lob. Dass man Porzellan dünner ausarbeiten könnte, ist sicher richtig, aber aus angemerkten Gründen nicht ganz einfach. Die Schalen sind kleiner als sie eventuell auf den Fotos rüberkommen. Hätte die Maße dazuschreiben sollen.
Das mit dem Gedächtnis von Porzellan kann ich nur leicht genervt bestätigen
Die Kunst des geraden Striches ist mit Farbe ganz easy, mit Glasuren finde ich das ungleich schwerer. Zusätzlich ist der geschrühte Scherben noch sehr saugfähig.
@Sanne: Nee, alle Zeichnungen sind Eigene, nichts abfotografiert und aufgepaust. Formen und diverse Motive in Bezug auf Copyrights sehe ich extremst entspannt.
Das mit dem Gedächtnis von Porzellan kann ich nur leicht genervt bestätigen

Die Kunst des geraden Striches ist mit Farbe ganz easy, mit Glasuren finde ich das ungleich schwerer. Zusätzlich ist der geschrühte Scherben noch sehr saugfähig.
@Sanne: Nee, alle Zeichnungen sind Eigene, nichts abfotografiert und aufgepaust. Formen und diverse Motive in Bezug auf Copyrights sehe ich extremst entspannt.
Liebe Grüße
Robert
Bonsaifreunde Franken e. V.
Robert
Bonsaifreunde Franken e. V.
Re: Meine eigenen Töpferversuche
Da haben manche Keramiker ihre eigenen Mittelchen.
Du brauchst einen Stoff, der die Oberflächliche Porösität des Bisquits etwas füllt aber vollständig verbrennt. Es sollte fettfrei sein.
Ich habe gehört, Manche nehmen Stärke. z.B. den Bügelspray für Hemdenkragen.
Andere nehmen Gelatine. Von Zucker und Shellack habe ich auch schon gehört.
Ich habe auf ein dl warmes Wasser eine kleine Messerspitze Holzleim genommen und schön aufgerührt. Dünn aufgetragen, trocknen lassen und dann gemalt. Allerdings habe ich das nur als Unterglasurmalerei gemacht und ein zweites mal geschrüht. Manchmal habe ich mit Malhörnchen mit zähflüssiger Oxidfarbe direkt auf grüne Ware gemalt und so geschrüht.
Man sollte wirklich alles Mögliche ausprobieren. Dazu wäre natürlich ein kleiner Laborofen optimal.
Gruss George
Grumpy old fat Kiboko.
Re: Meine eigenen Töpferversuche
Nun ja, mir war jedenfalls die große Ähnlichkeit mit einer Schale von dem japanischen Töpfer Satomi z.B. aufgefallen.
Petra hatte mal ihre Schale gezeigt:
viewtopic.php?p=531549#p531549
Was wären wir ohne den Trost der Bäume…
(Zitat von Gisela V.)
(Zitat von Gisela V.)
Re: Meine eigenen Töpferversuche
Ideen holen, kopieren, leicht abwandeln, beim machen herausfinden wie „die“ das machen und und und finde ich legitim und gut. Wie sollte man sich weiterentwickeln ohne Inspiration? Letztendlich führt das im besten Fall zur eigenen Handschrift und Wiederekennungswert.
Ich sehe das alles nicht so eng.
Um einen ehemaligen Küchenchef von mir zu zitieren;
„Kocht ihr nur morgen das was ich gestern gekocht habe
“
Ich sehe das alles nicht so eng.
Um einen ehemaligen Küchenchef von mir zu zitieren;
„Kocht ihr nur morgen das was ich gestern gekocht habe
Gruß
László
"Wer arbeitet, macht Fehler."
Alfred Krupp
László
"Wer arbeitet, macht Fehler."
Alfred Krupp
Re: Meine eigenen Töpferversuche
George: Was verstehst Du unter Oxidfarbe? Kenne ich leider nicht. Sollte mit 1230 Grad brennbar sein.
Sanne: Ein paar blaue Kringel sehe ich noch nicht als "Marke". Da bin ich bei László. Außerdem bin ich Hobbytöpfer und verkaufe die Schale nicht in Serie.
Als Anfänger versucht man natürlich "Vorbilder" zu kopieren, dass das nicht so einfach ist, sieht man an meinen "Kopien".
Hauptsache es macht Spaß und man sieht eine Entwicklung. Auch wenn manches Mal die Entwicklung eher einem Rückschritt gleicht.
Sanne: Ein paar blaue Kringel sehe ich noch nicht als "Marke". Da bin ich bei László. Außerdem bin ich Hobbytöpfer und verkaufe die Schale nicht in Serie.
Als Anfänger versucht man natürlich "Vorbilder" zu kopieren, dass das nicht so einfach ist, sieht man an meinen "Kopien".
Hauptsache es macht Spaß und man sieht eine Entwicklung. Auch wenn manches Mal die Entwicklung eher einem Rückschritt gleicht.
Zuletzt geändert von nemsi am 18.06.2022, 00:21, insgesamt 2-mal geändert.
Liebe Grüße
Robert
Bonsaifreunde Franken e. V.
Robert
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Re: Meine eigenen Töpferversuche
Oxydfarben sind Metalloxyde die, je nach Höhe der Brenntemperatur unterschiedliche Farbtöne annehmen können. Ich rede hier nur von oxydierendem Brand und nicht von Reduzierendem.
z.B. Eisenoxyd kann von Blutrot bis Erdbraun varieren.
Kupferoxyd geht von Grün über Türkis bis Blau.
Kobalt macht ein sattes, dunkles Blau.
Zinkoxyd ist weiss und dann gibt es noch eine ganze Reihe von Stoffen und Pigmenten mit denen man kombinieren kann: Selen (gelb), Braunstein (Braun) Mangan (schwarz) usw.
Eben diese Oxyde und Pigmente kann man mit wenig Wasser und Glasurleim anmachen und mit einem Malhörnchen ganz dünne Würstchen auf das Brenngut applizieren.
Ich habe da auch noch einen Malkasten mit so Knöpfen wie ein Schulmalkasten und die Knöpfe sind zum teil ganz anders farbig als was nach dem Brand heerauskommt, darum sind alle mit der Endfarbe angeschrieben.
z.B. Eisenoxyd kann von Blutrot bis Erdbraun varieren.
Kupferoxyd geht von Grün über Türkis bis Blau.
Kobalt macht ein sattes, dunkles Blau.
Zinkoxyd ist weiss und dann gibt es noch eine ganze Reihe von Stoffen und Pigmenten mit denen man kombinieren kann: Selen (gelb), Braunstein (Braun) Mangan (schwarz) usw.
Eben diese Oxyde und Pigmente kann man mit wenig Wasser und Glasurleim anmachen und mit einem Malhörnchen ganz dünne Würstchen auf das Brenngut applizieren.
Ich habe da auch noch einen Malkasten mit so Knöpfen wie ein Schulmalkasten und die Knöpfe sind zum teil ganz anders farbig als was nach dem Brand heerauskommt, darum sind alle mit der Endfarbe angeschrieben.
Grumpy old fat Kiboko.
Re: Meine eigenen Töpferversuche
Danke George. Wie Oxide farblich reagieren, war mir bekannt. Dass man jedoch Oxide mit Glasurleim zu einer malbaren Paste mischen kann, nicht. Angeblich geht das auch mit Öl. Werde da mal bei Gelegeheit eine neue "Baustelle" aufmachen.
Liebe Grüße
Robert
Bonsaifreunde Franken e. V.
Robert
Bonsaifreunde Franken e. V.
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- Registriert: 31.05.2022, 15:28
Re: Meine eigenen Töpferversuche
Hallo nemsi, ich finde deine Schalen werden immer besser, du bist auf einem guten Weg.
Gruß Joachim

Gruß Joachim
Re: Meine eigenen Töpferversuche
Hallo Joachim,
danke für Deinen Kommentar. Lust - Frust - Freude - Ernüchterung, diese vier Worte beschreiben für mich gut, was Töpfern heisst. Dann kommt noch Ergeiz, Geduld und Erfahrungen dazu und dann kommt hin und wieder was vorzeigbares dabei heraus!

danke für Deinen Kommentar. Lust - Frust - Freude - Ernüchterung, diese vier Worte beschreiben für mich gut, was Töpfern heisst. Dann kommt noch Ergeiz, Geduld und Erfahrungen dazu und dann kommt hin und wieder was vorzeigbares dabei heraus!






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Robert
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