Ginko zu Bonsai umgestalten

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Ruhrfloh
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Ginko zu Bonsai umgestalten

Beitrag von Ruhrfloh »

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Hallo,
ich bin blutiger Anfänger und habe auf meiner Terrasse seid 3 Jahren einen Ginko als Kübelpflanze.
Meine Frage ist jetzt, kann ich ihn noch als Bonsai umgestalten und wenn ja, wo sollte ich ihn kürzen, bzw. wie sollte ich verfahren.

Der Ginko ist inzwischen 180 cm hoch und hat unten einen Stammumfang von ca. 7 - 8 cm, Durchmesser ca. 2,5 bis 3 cm.
Leider ist das mit neutralem Hintergrung auf dieser Terrasse nur mit größeren Umbauarbeiten möglich, darum "Entschuldigung".

Er steht zur Zeit in einem 40 cm Topf Höhe 30 cm. Normale Blumenerde.
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camaju +
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Re: Ginko zu Bonsai umgestalten

Beitrag von camaju + »

Ich kann dir nur sagen, dass der Ginkgo recht gut aus altem Holz wieder austreibt. Wie es mit abmoosen und größeren Wurzelschnitten aussieht, müssen andere was dazu schreiben.
Gruß Jürgen *wink*

Wer nicht mit Pflanzen und Tieren kann, kann auch nicht mit Menschen.

Ich moderiere in blau, der Rest ist nur meine Meinung
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mydear
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Re: Ginko zu Bonsai umgestalten

Beitrag von mydear »

Ginkgo läßt sich gut abgemoosen. Ich würde an deiner Stelle mit dem Austrieb im März/April beginnen, dann sollte es bis Herbst klappen. Vorsicht: die frischen Wurzeln sind sehr brüchig. Deshalb würde ich normales Substrat (Akadama und Bims/Blähschiefer/Split/Erde) nehmen, jedoch kein Sphagnummoos.
Wegen des langsamen Wachstums sollte für einen Bonsai bereits gute Verzweigung vorhanden sein. Sonst dauert es seeeeeehhhhhr laaaaaaaaange :roll:
Ich habe alle Fehler selbst gemacht :lol: :lol: :lol:

Grüße
Rainer
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bock
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Re: Ginko zu Bonsai umgestalten

Beitrag von bock »

Moin Ruhrfloh,

Bonsai ist es ja schon: Baum im Topf!

Verzweigung scheint (arttypisch) eher wenig vorhanden zu sein, von daher halte ich das Abmoosen für keine so gute Idee. Einkürzen wäre sicherlich möglich, aber rechne lieber damit, dass der Gingko nicht innerhalb von drei Jahren ein ausstellungsreifer Bonsai wird...
Auch scheint der Dickenzuwachs nicht so üppig zu sein - hast du ihn schon mal gedüngt?
Bei drei cm Stammdurchmesser wäre ein Bonsai proportional gesehen zwischen 18 und 30 cm hoch. Da der Stamm bei einem aufrecht gestalteten Bonsai etwa ein Viertel bis ein Drittel der Baumhöhe ausmacht, müsstest du den Stamm etwa sechs bis zehn Zentimeter über dem Wurzelansatz kappen.
Kann man machen, aber ob du damit glücklich wirst?
Gingko ist für einen Anfänger vielleicht auch nicht die dankbarste Art, vielleicht besorgst du dir in einer Baumschule erstmal eine Hainbuche oder Lärche mit einem Stammdurchmesser von etwa fünf Zentimetern und versuchst damit ein paar Jahre lang, etwas bonsaiähnliches zu erreichen?
Wie auch immer du dich entscheidest, ich wünsche dir viel Erfolg und Freude an diesem wunderbaren Hobby!
liebe Grüße Andreas
Ein Leben ohne Bonsai ist möglich - aber völlig sinnlos! :faellen:
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Georg
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Re: Ginko zu Bonsai umgestalten

Beitrag von Georg »

Generell gilt: wenn Du ihn zum Bonsai machen willst, dann dünge ihn auch jetzt noch gut, damit er für nächstes Jahr genug Kraft tanken kann.
Dann kannst Du ihn nächstes umtopfen mit entsprechendem Wurzelschnitt in sehr durchlässiges Substrat in einen zur Hälfte kleineren Topf. Rückschnitt auf ca. 1 m.
Dann nächstes Jahr bestens pflegen und kräftig düngen und in volle Sonne stellen.
Dann kann problemlos das Jahr darauf die Kürzung auf entsprechendes Bonsaimaß erfolgen.
Zwar kann man diesen einen Schritt im nächsten Jahr überspringen, aber das ist mit einem etwas größeren Risiko verbunden.
Gruß
Rüdiger
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Peter L
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Re: Ginko zu Bonsai umgestalten

Beitrag von Peter L »

Mit Ginkgos arbeite ich schon sehr viele Jahre und muss sagen er sehr unkompliziert. Er treibt sehr willig auch aus altem Holz (hatte Jürgen auch schon geschrieben) ist gut schnittverträglich und was die Vermehrung angeht braucht man sich beim Ginkgo nicht die Mühe zu machen und es mit Abmoosen versuchen.
Die Vermehrung geht am einfachsten über Stecklinge, wobei die Stammstärke nicht so eine wichtige Rolle spielt. Selbst habe ich einen Steckling erfolgreich bewurzeln lassen von mehreren cm Stammstärke.
Der Ginkgo wächst sehr gemächlich kann aber auch, bei guter Fütterung lange Äste bilden.

Der Ginkgo hat, so weit ich weiß, keine Schädlinge zu fürchten und ist gegenüber Umwelteinflüssen äußerst robust.
Er wird ja nicht umsonst Dinofutter genannt.

Eine Gestaltung beginnen nur mit Bildern ist nicht so einfach, es kommt darauf an wie groß Du den Baum dann haben möchtest welche Gestaltungsart angestrebt wird.
Ausgehend vom Nebari, was hier unter der Moosfläche noch versteckt liegt, wird eine mögliche Vorderseite definiert und dann kann der erste Schnitt erfolgen.

Mein Vorgehen dann, aus dem abgeschnittenen Teil Stecklinge machen, und den Baum den Rest des Jahres gut düngen. Die Erdoberfläche vom Moos befreien, dabei die fleischigen Wurzeln nicht beschädigen und im Frühjahr dann umtopfen, Wurzeln sortieren und ggf an die Anzuchtschale anpassen.
Alternative Möglichkeit wäre im Frühjahr nach dem Wurzelballen sortieren in den Garten auspflanzen und so 10 Jahre das Dickenwachstum fördern.

Mein Vorschlag ist, Du suchst Dir einen erfahrenen Bonsaianer in Deiner Nähe, der Dir bei den ersten Schritten helfen kann, besser wäre noch ein AK.

LG Peter
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