Fächerahorn | Schaden | Jetzt umtopfen?! | Pro & Contra

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JuKo
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Re: Fächerahorn | Schaden | Jetzt umtopfen?! | Pro & Contra

Beitrag von JuKo » 29.05.2018, 10:00

Hallo,
hier ein Update nach weiteren 14 Tagen.

Das habe ich gemacht:
- täglich einmal einsprühen mit wuxal und etwas unregelmäßig mit Wasser reinem Wasser besrpüht
- den Ballen etwas trockener gehalten aber nicht zu trocken und dann wieder ordentlich ohne Dünger gegossen

Kann ich sonst noch was tun oder stirbt er/geht ein?
Aktuell steht er täglich ein paar Stunden in der Abendsonne.
Der Balkon ist Hausecken bedingt immernoch teilweise sehr windig.
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uvex
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Re: Fächerahorn | Schaden | Jetzt umtopfen?! | Pro & Contra

Beitrag von uvex » 29.05.2018, 15:17

http://www.manna.de/produkte/wuxal-univ ... enger.html

Das sollte die Frage beantworten. Wenn das täglich angewendet wird, müssen die Blätter auch immer wieder mit purem Wasser kräftig überbraus werden, damit die überschüssigen Salze runtergespühlt werden.
Das Geheimnis der Natur liegt in der Zeit, das von Bonsai in der Geduld.

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Re: Fächerahorn | Schaden | Jetzt umtopfen?! | Pro & Contra

Beitrag von JuKo » 29.05.2018, 15:28

Hallo Uvex,
ein paar Beiträge vorher wurde mir von Heike_vG, Kathrin, chris-git@rre und mydear dazu geraten.
Der Baum wurde einmal die Woche abgebraust - und sonst mit normalem Wasser besprüht.

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uvex
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Re: Fächerahorn | Schaden | Jetzt umtopfen?! | Pro & Contra

Beitrag von uvex » 29.05.2018, 15:31

Eine Idee von mir: Ich hatte einen ähnlichen Fall bei meiner Kundschaft. Der Grund war folgender: Beim Umtopfen wurde der verfilzte Wurzelballen nicht ausreichend aufgelockert, sodass keine Verbindung zum neuen Substrat da war. Die frische Erde war schön feucht und der alte Erdballen war staubtrocken. Das sollte unbedingt geprüft werden!
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uvex
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Re: Fächerahorn | Schaden | Jetzt umtopfen?! | Pro & Contra

Beitrag von uvex » 29.05.2018, 15:33

JuKo hat geschrieben:
29.05.2018, 15:28
Hallo Uvex,
ein paar Beiträge vorher wurde mir von Heike_vG, Kathrin, chris-git@rre und mydear dazu geraten.
Der Baum wurde einmal die Woche abgebraust - und sonst mit normalem Wasser besprüht.
Das halte ich für zu viel des Guten. Abbrausen täglich, dann könnte es funktionieren. Habe aber dazu leider nur theoretisches Wissen. Viell. kann das Heike nochmal genau beschreiben .............
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Re: Fächerahorn | Schaden | Jetzt umtopfen?! | Pro & Contra

Beitrag von Buschfix » 29.05.2018, 15:41

Es scheint mir an der Zeit zu sein doch noch mal nach den Wurzeln zu schauen. Ob sich überhaupt ein paar weise Wurzelspitzen gebildet haben! (Also Wurzelbereich notanschauen, noch haben wir Mai!)

Denn so schaut das jetzt gar nicht gut aus :oops: Matschige Wurzeln entfernen, falls es welche gibt und frisches Substrat nachfüllen.

Zur letzten Rettung nur die ganz kaputten Blätter entfernen wobei die Blattstiele am Baum bleiben sollen und dann für gespannte Luft sorgen (ne durchsichtige Plastiktüte oder sowas in der Art über den Baum Stülpen und Täglich mal lüften aber auf keinen fall in die Sonne bei den jetzigen Temperaturen stellen)
Und wirklich nur mal wenig gießen wenn das Substrat anfängt Trocken zu werden

Wäre echt schade um dein schönes Bäumchen!

Dann kannst du nur noch warten und beten!

Das währe das was mir dazu jetzt noch einfallen würde!

Buschfix
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Re: Fächerahorn | Schaden | Jetzt umtopfen?! | Pro & Contra

Beitrag von Heike_vG » 29.05.2018, 17:28

Hallo, Ihr Lieben,

bei mir hat der tägliche Blattdünger nie geschadet. Letztes Jahr hat es bei uns genug geregnet, dass sich nichts anreichern konnte. Ich überbrause bei Hitze auch gerne mal abends oder zwischendurch die Bäume, wenn ich eh gieße.
Ich bin ziemlich sicher, dass der schlechte Zustand der Blätter bei diesem Ahorn nicht vom Blattdünger kommt, sondern das es ein Hitzekollaps wegen nicht ausreichend funktionsfähiger Wurzeln ist. Was auch immer da nicht OK ist, aber man hat es ja schon vorher an dem schwachen Laub gesehen, dass irgendwas im Argen ist. Was Uwe schreibt, kann sehr gut sein, habe ich auch schon öfter beobachtet.
Eine Idee noch zur Rettung, falls nicht der point of no return schon überschritten ist: es könnte sich empfehlen, den Baum im Haus in einem kühlen Raum schattig aufzustellen, solange es draußen so heiß ist. Ich habe mal einen wurzelgeschädigten Baum, der die starke Verdunstung bei Hitze nicht kompensieren konnte, neben die Küchenspüle gestellt und dort so oft wie möglich am Tag übersprüht. Sobald es draußen wieder kühler und feuchter wird, kann und sollte der Baum natürlich wieder raus, aber vorläufig in den Schatten.

Leider ist es für einen Anfänger eine sehr schwierige Aufgabe (und oft genug auch für einen erfahrenen Bonsaianer), einen kränklichen Baum wieder aufzupäppeln. Das Gefühl und die Intuition, was einem Baum in diesem oder jenem Zustand und Augenblick gut tut oder schadet, ist nur durch jahrelange Erfahrung zu erlangen. Deswegen ist es trotz aller guten Ratschläge und Versuche immer wieder auch ein Glücksspiel, ob die Rettung gelingt.
Im Grunde kann man immer nur wiederholen, dass es das Beste ist, sich einen guten Bonsailehrer zu suchen, bei dem man regelmäßig lernt und der einen bei allen Problemen mit seiner Erfahrung und Kompetenz zur Seite stehen kann. Ich weiß noch aus eigener Erfahrung, wie schwierig es ist, wenn man auf sich alleine gestellt ist und nur aus der Ferne Hilfe bekommt.

Ich drücke weiterhin die Daumen, auch wenn es leider nicht gut aussieht für diesen Ahorn.

Liebe Grüße,
Heike
Ein halber Schritt in die richtige Richtung ist oftmals ein Reinfall...

AK Hamburg & Umland

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Re: Fächerahorn | Schaden | Jetzt umtopfen?! | Pro & Contra

Beitrag von mydear » 29.05.2018, 22:46

JuKo hat geschrieben:
29.05.2018, 10:00
Das habe ich gemacht:
- täglich einmal einsprühen mit wuxal und etwas unregelmäßig mit Wasser reinem Wasser besrpüht
- den Ballen etwas trockener gehalten aber nicht zu trocken und dann wieder ordentlich ohne Dünger gegossen
Hallo JuKo,

Es ist schwer aus deinen Schilderungen und den Fotos eine 100%ige Diagnose zu stellen: was fehlt deinem Ahorn und wie solltest du weiter vorgehen???

Wir alle gehen davon aus, dass du beim Umpflanzen keinen Fehler gemacht hast. Wir wissen trotzdem nicht wie gesund das Wurzelsysten gerade ist. Das wäre ein Blick in die Glaskugel.
Allerdings erscheint mir die aktuelle Schale viel zu groß. Das Wurzelsystem belegt nur einen kleinen Teil der Schale. Selbst wenn die Substrat-Oberfläche trocken aussieht ist der Boden der Schale noch viel länger feucht. Anfänger tendieren meist dazu die Pflanzen zu feucht zu halten. Das ist ein Teufelskreis, weil ein geschädigtes Wurzelsystem dann nicht regenerieren kann. Wenn dann noch wie von dir geschildert mehrfaches Düngen beim Gießen dazu kommt geht es weiter bergab. So etwa dürfte die Ausgangssituation im April gewesen sein.
Ein geschädigtes Wurzelwerk kann an aueinanderfolgenden heißen Tagen nicht genügend Feuchtigkeit in die Krone transportieren. Der Baum vertrocknet, obwohl das Substrat noch feucht ist.
Ich denke, dass mehrere Faktoren (zu große Schale in der die Wurzeln nie angewachsen sind, dann längerer Regen mit Staunässe, austrocknender Wind, matschige Wurzeln, Wechsel zu heißem Wetter) den Ahorn nie zur Ruhe kommen ließen. Der multimorbide Patient hat dem fortgesetzten Stress nicht standgehalten.

Ich wünsche dir, dass das Wunder noch geschieht und der Ahorn sich erholt.

Grüße
Rainer

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Re: Fächerahorn | Schaden | Jetzt umtopfen?! | Pro & Contra

Beitrag von Arian » 30.05.2018, 09:23

Moin,

meinen Ahornen tut der tägliche Blattdünger auch sehr gut. Allerdings besprühe ich die Bäume am frühen Morgen und nehme mangels Regenwasser destilliertes Wasser, da hier in Hamburg das Leitungswasser sehr kalkhaltig ist....
Dein Baum sieht tatsächlich so aus, als hätte er einen Wurzelschaden. Und jetzt können die schlaffen Blätter keinen Dünger mehr aufnehmen. Wie oben schon beschrieben, würde auch ich versuchen, mit einer durchsichtigen Plastiktüte Gewächshausbedingungen zu simulieren, damit die Luftfeuchtigkeit um die Blätter hoch bleibt, und gleichzeitig den Baum in den Schatten stellen. Dabei dann wirklich nur mäßig gießen! Vielleicht erholt sich dein Ahorn dabei - er hat es ja (fast) schon einmal geschafft.
Viel Glück!

Lieben Gruß,
Arian

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Re: Fächerahorn | Schaden | Jetzt umtopfen?! | Pro & Contra

Beitrag von JuKo » 05.06.2018, 13:11

Hallo in die Runde,
nun ein letztes Update zu dem Baum.

Er befindet sich in der Biotonne. :(
Alle Blätter waren vertrocknet ... dann habe ich hin aus der Schale genommen. Es waren keine gesunden Wurzeln vorhanden.
Ich habe die Äste zurückgeschniten um zu gucken ob noch etwas feucht ist - aber es war alle Knochentrocken. Kein lebendiges Holz egal wie weit ich zurück geschnitten habe.

Trotzdem vielen Dank alle die mir Tipps gegeben haben. Ich denke ich habe ihn mit dem Dünger umgebracht. Das wird mir so in der Form nicht wieder passieren. Es war mir nicht bewusst dass man kranke Bäume nicht düngt bzw. ihnen damit sogar schaden. BIS JETZT.

mfg

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Re: Fächerahorn | Schaden | Jetzt umtopfen?! | Pro & Contra

Beitrag von camaju » 05.06.2018, 13:49

JuKo hat geschrieben:
05.06.2018, 13:11
Es war mir nicht bewusst dass man kranke Bäume nicht düngt bzw. ihnen damit sogar schaden. BIS JETZT.
Steht eigentlich alles hier im Forum. Ich hab jetzt hier nicht alles gelesen, ob das jetzt dein einziger Baum ist/war. Weiß auch nicht, ob du mit Bonsai weiter machen willst. Falls ja, solltest du auf alle Fälle beachten, dass es auf einem Balkon, der auf 3 Seiten geschlossen ist, auch gerne mal einen Hitzestau gibt und die Wände auch nochmal zusätzlich Hitze abstrahlen können.
Gruß Jürgen *wink*

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