Auf ein Neues.
Als Dritte in der Runde diesmal wieder eine japanische Varietät von Chamaecyparis obtusa. Nicht veredelt sondern aus einem Steckling gezogen.
Die japanischen Varietäten haben allgemein etwas feineres und viel weniger gekräuseltes Laub als die bei uns angebotene Zwerg-Muschelzypresse (Chamaecyparis obtusa ꞌNana Gracilesꞌ). Sie eignen sich daher deutlich besser für kleine Bonsai bzw. feine Laubpolster geringer Größe.
(s. aktuell BA #145, Seite 20 ff., Artikel v. Masahiko Kimura)
Der Baum wurde 1997/98 aus Japan eingeführt und 1999 von Hotsumi Terakawa an einen lokalen Händler verkauft. Damals war der Baum knapp halb so groß und ein typischer Moyogi mit reichlich Beastung. Ein wirklich schöner Shohin doch einen Kaufinteressenten fand er all die Jahre nicht.
Ich kenne den Baum seit diesen Tagen doch der Kauf hat mich nie gereizt. Wohl weil ich kein spezieller Shohin-Fan bin.
Im Oktober 2015 sah dann der Baum ganz anders aus. Kaufinteressenten waren aber immer noch nicht in Sicht.
So habe ich den Baum also erworben, da ich Potenzial sah und es mich reizte im eine neue Gestalt zu geben.
Zu diesem Zeitpunkt betrug seine Höhe 38 cm und die Stammstärke gute 2 cm. Das Nebari maß etwa 4 cm.
Im April 216 wurde es dann ernst und ich nahm die Erstgestaltung vor.
Nach dem Foto wurde noch umgetopft in eine neue Schale (Durchmesser 12,5 cm).
Bis August 2016 wurde die Ausformung mehrfach nachkorrigiert, besonders der hängende Ast konnte nur schrittweise in seine endgültige Position gebracht werden.
Heute ist sie schon wieder fülliger anzusehen.
Für die letzten Fotos habe ich sogar die Schale geputzt, ca. 1,5 Stunden ausgeschnitten und nachgedrahtet (knapp 1 Meter 0,5 mm-Draht verbraucht) sowie 30 Minuten aufgewendet Moos aufzulegen um dann im letzten Abendlicht noch zu fotografieren.
Muschelzypresse (Hinoki) - Nr. 3
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Grüße aus dem sonnigen Baden
Gary
Arbeitskreis Karlsruhe
AK-Treffen jeden 1. Samstag im Monat
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Re: Muschelzypresse (Hinoki) - Nr. 3
Lieber Harald,
vielen Dank, besonders da wir ja alles wissen, wie gerne du fotografierst.
Ich finden den Baum jetzt äusserst reizvoll, wohl weil er genau in mein Beuteschema passt.
Bleibt das Laub des unteren Astes vor dem Stamm, oder ist das später mal anders gedacht ?
Liebe Grüße
Heike
vielen Dank, besonders da wir ja alles wissen, wie gerne du fotografierst.
Ich finden den Baum jetzt äusserst reizvoll, wohl weil er genau in mein Beuteschema passt.
Bleibt das Laub des unteren Astes vor dem Stamm, oder ist das später mal anders gedacht ?
Liebe Grüße
Heike
Taten geht das Wort voraus,
Worten die Gedanken.
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Re: Muschelzypresse (Hinoki) - Nr. 3
Hallo Gary,
oder darf ich Großmeister der Hinoki sagen?
Diese hier gefällt mir noch besser, wie der vorher von dir gezeigte Literat (deine Nummer 2) und braucht sich nicht zu verstecken.
Existiert die Totholzspitze noch oder hast du sie entfernt?
Die abgestorbenen Äste am Stamm finde ich besonders interessant, denn dadurch strahlt der Baum Reife aus, die er von den Jahren her haben sollte. Allerdings war er wohl, bevor du ihn erworben hast, nie gestaltet worden.
Wirklich sehr interessant, was in 1,5 Jahren an Entwicklung machbar ist.
Ganz herzliches Dankeschön fürs Einstellen ins Forum!
Gruß aus Köln
Selene
oder darf ich Großmeister der Hinoki sagen?
Diese hier gefällt mir noch besser, wie der vorher von dir gezeigte Literat (deine Nummer 2) und braucht sich nicht zu verstecken.
Existiert die Totholzspitze noch oder hast du sie entfernt?
Die abgestorbenen Äste am Stamm finde ich besonders interessant, denn dadurch strahlt der Baum Reife aus, die er von den Jahren her haben sollte. Allerdings war er wohl, bevor du ihn erworben hast, nie gestaltet worden.
Wirklich sehr interessant, was in 1,5 Jahren an Entwicklung machbar ist.
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Gruß aus Köln
Selene
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Viele Grüße, Silke
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- Manfred Jochum
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Re: Muschelzypresse (Hinoki) - Nr. 3
also den Kleinen habe ich mir gemerkt......
Schaut inzwischen richtig gut aus.
vor allem die schöne Stammbewegung und die filigrane Krone reizen mich zum nachahmen....
Gruß Majo
Schaut inzwischen richtig gut aus.
vor allem die schöne Stammbewegung und die filigrane Krone reizen mich zum nachahmen....
Gruß Majo
der wirklich wichtigste Teil einer Arbeit, ist damit anzufangen.
- bock
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Re: Muschelzypresse (Hinoki) - Nr. 3
toll Gary, weckt in mir das Bild einer brandenburgischen Waldkiefer, die nach dem Sturm ihre Nachbarschaft überlebt hat. Viel fülliger würde ich sie garnicht werden lassen wollen, auch die Moosdecke finde ich schon fast zu üppig, macht aber richtig was her!
Weiter so, Hinoki-Meister!
liebe Grüße Andreas
Ein Leben ohne Bonsai ist möglich - aber völlig sinnlos!
besucht mich auf flickr
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Re: Muschelzypresse (Hinoki) - Nr. 3
Hallo Gary
Nummer 3 hat die Erwartungen erfüllt.
mfg
Bodo.P.
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Re: Muschelzypresse (Hinoki) - Nr. 3
Hallo Leute,
mal einen Sonntag mit der Partnerin verbracht, wenn sie mal ein WE frei hat, und schon kann man sich hier kaum noch sehen lassen.
Vielen Dank für so viele nette Worte.
Da hat einfach auch der Baum gut mitgespielt.
Im Detailfoto ist das vielleicht besser zu sehen. Angestrebt sind insgesamt drei Laubpartien an diesem Ast. Wovon nur das unterste vor dem Stamm kreuzt während das oberste ihn umspielt.
Bisher wurde das Totholz von mir lediglich mit Jinmittel konserviert, bearbeiten werde ich es erst später. Vermutlich wird dann die Totholzspitze stark eingekürzt, von vorne kann man sie jedenfalls nicht sehen. Aber sonst empfinde ich wie Du das Totholz als ein wichtiges Gestaltungsmerkmal für diesen Baum das im nicht nur Reife verleiht sondern uns auch seine Wuchsform plausibler macht.
Der Baum war ursprünglich sehr schön und gut gestaltet als er aus Japan zum Händler kam und daher auch teuer. Doch über all die Jahre im Handel ist er eben nur so mitgepflegt worden und nichtmehr bewusst nach- oder neugestaltet.
mal einen Sonntag mit der Partnerin verbracht, wenn sie mal ein WE frei hat, und schon kann man sich hier kaum noch sehen lassen.
Vielen Dank für so viele nette Worte.
Da hat einfach auch der Baum gut mitgespielt.
Was bleibt schon, Heike? Der hängende Ast ist das wichtigste Element der Gestaltung, der Charakterast. Doch er muss mit der Anordnung seines Laubs auch unbedingt den sonst viel zu langen, an dieser Stelle noch dazu bolzengeraden, langweiligen, unverjüngten Stamm unterbrechen.
Im Detailfoto ist das vielleicht besser zu sehen. Angestrebt sind insgesamt drei Laubpartien an diesem Ast. Wovon nur das unterste vor dem Stamm kreuzt während das oberste ihn umspielt.
Es existiert noch alles Totholz. Wobei ja nur die Spitze von mir totgelegt wurde, der Rest war ja schon vorhanden.Selene Kissbeck hat geschrieben: ↑09.09.2017, 20:36 Existiert die Totholzspitze noch oder hast du sie entfernt?
Die abgestorbenen Äste am Stamm finde ich besonders interessant, denn dadurch strahlt der Baum Reife aus, die er von den Jahren her haben sollte. Allerdings war er wohl, bevor du ihn erworben hast, nie gestaltet worden.
Bisher wurde das Totholz von mir lediglich mit Jinmittel konserviert, bearbeiten werde ich es erst später. Vermutlich wird dann die Totholzspitze stark eingekürzt, von vorne kann man sie jedenfalls nicht sehen. Aber sonst empfinde ich wie Du das Totholz als ein wichtiges Gestaltungsmerkmal für diesen Baum das im nicht nur Reife verleiht sondern uns auch seine Wuchsform plausibler macht.
Der Baum war ursprünglich sehr schön und gut gestaltet als er aus Japan zum Händler kam und daher auch teuer. Doch über all die Jahre im Handel ist er eben nur so mitgepflegt worden und nichtmehr bewusst nach- oder neugestaltet.
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- Manfred Jochum
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Re: Muschelzypresse (Hinoki) - Nr. 3
schöne Bilder der Laubpolster......
die Hinoki weis sich zu präsentieren.....
Gruß Majo
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