kleine Entwicklungsgeschichte einer Wildbirne

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abardo
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Re: kleine Entwicklungsgeschichte einer Wildbirne

Beitrag von abardo » 08.11.2019, 20:26

Hi,

hmmmmm, schön viel Potential in dem Baum.

Sicher, dass dies jetzt die ideale Position in der Schale ist ? Mittig kommt ein Ast ziemlich auf den Betrachter zu und die Spitze scheint nach hinten zu fliehen. Das Foto oben "heute" scheint mir besser zu sein.

Die Schale wirkt mir zu gross für den Stamm, aber da du an den Wurzelausläufern auf die Schnelle wohl kaum was ändern kannst ... wie wärs demnächst mit einem Slab oder flachen Stein ?
Grüße, Frank
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olli.w.
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Re: kleine Entwicklungsgeschichte einer Wildbirne

Beitrag von olli.w. » 09.11.2019, 20:14

Hallo Frank,
Nein das ist noch nicht die ideal Position.
Wie du schon geschrieben hast liegt es an der Wurzelbeschaffenheit.
Im Moment bin ich erst einmal zufrieden das ich die Birne in die flache Schale bekommen habe.
Ich denke in zwei Jahren kann man noch einmal an der Wurzel arbeiten.
Gruß Oli
Mosel-Riesling !

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abardo
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Re: kleine Entwicklungsgeschichte einer Wildbirne

Beitrag von abardo » 09.11.2019, 21:37

Ein Tipp dazu:
beim nächsten Umtopfen kerbst du die langen, dicken Wurzeln mit einer runden Konkavzange von unten auf ein Drittel ein und packst ein Festdüngerpäckchen (Saidung oder sowas) in die Kerbe, dicker als die Wurzeln.

Da sollten dann Feinzurzeln wachsen, sodass du dann die langen, dicken Wurzeln später einfach einkürzen kannst.
Zuletzt geändert von abardo am 11.11.2019, 12:40, insgesamt 1-mal geändert.
Grüße, Frank
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achim73
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Re: kleine Entwicklungsgeschichte einer Wildbirne

Beitrag von achim73 » 10.11.2019, 17:55

ein extrem charaktervoller baum. echt toll.
die neue schale...weiss nicht. die farbe sieht bestimmt in der blüte toll aus, ist mir aber von der form her zu streng, ich würde etwas bevorzugen, dass den mächtigen, knorrigen wurzelansatz besser zur geltung bringt bzw. damit harmoniert.
der baum hätte bestimmt auch eine massgeschneiderte schale verdient.
Gruss, Achim
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Re: kleine Entwicklungsgeschichte einer Wildbirne

Beitrag von olli.w. » 10.11.2019, 22:06

Hi Achim, die Schale ist bestimmt nicht der Weisheit letzter Schluss.
Gruß Oli
Mosel-Riesling !

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Re: kleine Entwicklungsgeschichte einer Wildbirne

Beitrag von achim73 » 11.11.2019, 10:59

genau die formulierung war mir auch durch den kopf gegangen, klang mir aber zu mißverständlich :wink:
Gruss, Achim
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Re: kleine Entwicklungsgeschichte einer Wildbirne

Beitrag von achim73 » 11.11.2019, 11:03

noch eine frage: du schreibst, die wurzeln sind die achillesferse bei der birne. ich habe auch eine seit dem frühjahr und möchte sie nächstes jahr umtopfen. worauf muss man achten ?
Gruss, Achim
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Re: kleine Entwicklungsgeschichte einer Wildbirne

Beitrag von olli.w. » 11.11.2019, 11:52

... beim Wurzelschnitt sehr sehr vorsichtig sein, so wenig wie notwendig abschneiden. Ich habe bei meiner Birne ein gehemmtes Wachstum noh 2 Jahre nach einem ernsthaften Wurzelschnitt beobachtet.
Oli
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Re: kleine Entwicklungsgeschichte einer Wildbirne

Beitrag von Norbert_S » 11.11.2019, 12:02

In den Jahren, die ich eine Wildbirne gepflegt habe, sind beim Wurzelschnitt nur immer selektiv Wurzeln stärker zurück genommen wurden. Der Rest blieb völlig unberührt, wurden beim nächsten Umtopfen gekappt. Nach vier Jahren hatte ich eine kompakten Wurzelballen mit reichlich Feinwurzeln.

Das ist übrigens eine feine ihrer Art, Oli.
Norbert

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Re: kleine Entwicklungsgeschichte einer Wildbirne

Beitrag von achim73 » 11.11.2019, 14:27

danke euch beiden :-D *daumen_new*
dann werde ich im frühjahr vorsicht walten lassen...
Gruss, Achim
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