...so, ich hoffe, der Irrweg hat jetzt sein Ende. Ich bin mit der Entwicklung sehr zufrieden. Der Baum musste schon letztes Jahr wieder in eine größere Schale umziehen.
Außerdem hat er endlich ein paar mehr Äste. So langsam kommt etwas Form rein.
Was sagen die Kritiker?
Die Höhe ist jetzt 53 cm.
Ich sehe gerade...ich habe das Moos am Nebari gelassen.
Liebe Grüße,
Barbara
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Eberesche_2019_07.JPG (472.88 KiB) 759 mal betrachtet
"Sorge Dich um den Beifall der Leute, und Du wirst ihr Gefangener sein." LAOTSE
Einfach so weiter machen, Barbara.
Der Baum ist gesund, alle Äste können im Herbst/Frühjahr zurück genommen werden.
Der Baum müsste keine 53 cm hoch sein.
Norbert
So wie du bist, so sind auch deine Gebäude
Sullivan, 1924
Ich wollte die Eberesche gerne in dieser Größe haben, das ist meine Lieblingsgröße, Norbert
Zugegeben, im Moment ist der Mitteltrieb der Spitze noch sehr steif und lang. Ich werde auch immer wieder auf Verzweigung zurückschneiden, aber das soll ungefähr die Endgröße werden.
Liebe Grüße,
Barbara
"Sorge Dich um den Beifall der Leute, und Du wirst ihr Gefangener sein." LAOTSE
Deine Vogelbeere macht doch schon langsam etwas her!
Ich habe vor Jahren von unserem geschätzten Forumsfreund Rüdiger, vulgo Georg, wohl zusammen mit dem unvergessenen camaju einen Speierling geschenkt bekommen.
Bei dem mache ich die gleichen Erfahrungen wie Du mit Deiner Eberesche, was ja nicht verwundert.
Die beiden sind ja ganz eng mit einander verwandt.
Die ausgeprägte Apikaldominanz ist auch mir aufgefallen.
Alle Kraft will er nach oben konzentrieren, untere Äste neigen dazu, spindeldürr zu bleiben und begrünen sich nur ganz peripher.
In dieser Vegetationsperiode bin ich dazu übergegangen, die oberen Blätter bis auf das erste gefiederte Blattpaar abzuschneiden, um ihn zu zwingen, mehr Wuchskraft nach unten zu lenken. Das habe ich bis jetzt gemacht, ab heute darf er wachsen wie er will.
Mal sehen, ob´s was bringt.
Liebe Grüße,
Heiner
Ein Tag ohne Beschäftigung mit Bonsai ist ein verlorener Tag!
Ich kenne ja deine favorisierte Größe, Barbara.
Wenn du dem Baum aber erlaubst Kraft in die Spitze zu senden, dann macht er das auch. Und genau dort bildet er dann im nächsten Jahr neue Knospen, dafür aber weniger im Restbereich.
Wenn du die Spitze komplett entfernst, hast du im rechten Spitzenast die rhythmische Stammfortführung.
Der lange steife linke Spitzenast muss stark eingekürzt werden. Dann kannst du mit den drei Spitzentrieben dich langsam auf die ca. 55 cm hocharbeiten.
Die beiden dünneren rechten unteren Äste lieber doch noch ein oder zwei Jahre wachsen lassen und dann stark einkürzen. Dann haben sie genug Kraft und bilden mehrere neue Triebe.
Die Eberesche macht früh Schluss im Jahr mit dem Wachstum, dünge trotzdem noch ordentlich weiter.
Norbert
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Sullivan, 1924
Freut mich, Heiner, dass Du schon was draus erkennen kannst.
Deine Vorgehensweise interessiert mich sehr. Bitte umbedingt berichten, ob sie von Erfolg gekrönt ist.
Norbert, Du hast mich überzeugt. Natürlich hast Du Recht mit Deinen Ausführungen. Der Spitzentrieb ist soeben gefallen. Danke Dir!
Liebe Grüße,
Barbara
Zuletzt geändert von Barbara am 15.07.2019, 17:45, insgesamt 1-mal geändert.
"Sorge Dich um den Beifall der Leute, und Du wirst ihr Gefangener sein." LAOTSE
Du hast in deinem Kastanien-Thread mal einen Artikel von Andreas R. verlinkt. Wendest du eigentlich diese Kastanien-Methode auch für die Vogelbeere an? Weil die Problematik scheint ähnlich, große Blätter und spärliche Verzweigung. Oder ist der Wuchs doch zu unterschiedlich?
Auf jeden Fall schönes Bäumchen mit interessantem Stamm. Am letzten Bild wirkt sie elegant und leicht, ich hoffe dass sie diese Leichtigkeit auch mit steigender Verzweigung behält.
Heiners beschriebene Schnitttechnik funktioniert.
Habe ich nicht nur bei der Eberesche sondern auch bei Esche und Blauregen angewandt. Das optische Bild wird halt ordentlich verändert, die dann steigen Blattreste geben den Bäumes ein eigenes igeliges Aussehen. Obendrein sind Beschattungen des Innenbereichs so gut zu verhindern, die so sorgsam erzielte Verzweigung bleibt erhalten.
Norbert
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Sullivan, 1924
Ania, ich denke, dass würde nicht funktionieren, weil die Eberesche alle Triebe vom Stamm aus steil nach oben wachsen lässt. Da braucht man immer ein bisschen Substanz, um die Zweige seitwärts zu drahten.
Die Methode von Heiner ist da wohl erfolgsversprechender.
Liebe Grüße,
Barbara
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