Forsythie mit (un)endlichem Totholz

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Thorschti
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Forsythie mit (un)endlichem Totholz

Beitrag von Thorschti » 08.01.2018, 22:07

Hallo Leute,

anbei eine Forsythie die ich aus einer Gartenpflanze gerettet habe. Ein paar dieser Teile habe ich bereits an anderer Stelle vorgestellt. In der irrigen Annahme eine Forsythie könne alles ab, habe ich den Großteil davon gehimmelt. Hierbei entstanden die meisten Probleme durch zu frühes Umtopfen in zu große Gefäße und der fehlenden Entfernung von Borke an toten Ästen. Beides hat zu verstärktem Verrottungsprozess oberhalb und unterhalb der Erde geführt.
Die hier gezeigte Forsythie hat jedoch im Gegensatz dazu nur überlebt, weil sich eine Wurzel unter der abgestorbenen Rinde entwickelt hat und am Stamm Richtung Erde gewandert ist.
Im AK wurden die gleichgroßen Jins bemängelt. Dieses habe ich nun ein wenig angepasst und einen neuen Anstrich mit Jinmittel und Holzhärter (erstmalig) gegeben. Der äußere Totbereich ist sehr hart, die inneren faserigen Teile hatten jedoch schon einen Baumpilz angesetzt. Ich denke daher die Totholzgestaltung wird spannend wenn auch endlich bleiben.

Viel Spaß beim Schauen!
Thorsten
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Re: Forsythie mit (un)endlichem Totholz

Beitrag von Emkay » 09.01.2018, 10:51

Gefällt mir richtig gut. Nur dem nach oben wachsenden Ast würde ich mehr Bewegung geben. Der wirkt mir auf dem Foto zu brav zu dem skurrilen Totholz.
Grüße, Marcel

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Georg
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Re: Forsythie mit (un)endlichem Totholz

Beitrag von Georg » 09.01.2018, 12:17

Gefällt mir gut; Deinen eigenen Anmerkungen ist m.E. nichts hinzuzufügen. Daher bleibt es spannend für Dich und uns!
Gruß
Rüdiger
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Re: Forsythie mit (un)endlichem Totholz

Beitrag von Thorschti » 09.01.2018, 19:51

Freut mich wenn sie euch gefällt. Das Biegen der Forsythie ist nicht ganz trivial, insbesondere wenn die Triebe bereits gut verholzt sind. Sind sie dagegen noch zu frisch knicken sie leicht. Ich habe jedoch beobachtet, dass das Drahten im Herbst besser geht als im Frühjahr. Das die Krone erst noch aufgebaut werden muss ist jedoch ohne jeden Zweifel.

Gruß
Thorsten
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Re: Forsythie mit (un)endlichem Totholz

Beitrag von Thorschti » 19.07.2018, 22:10

Wasserstandsmeldung vom Mai vor und nach Rückschnitt :-)
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Re: Forsythie mit (un)endlichem Totholz

Beitrag von abardo » 19.07.2018, 22:16

Einfach nur ... sehr geil.

Ok, braucht vielleicht irgendwann mal eine flachere, breitere und nicht so klassische Schale, um diese Skulptur richtig zu unterstützen ... aber trotzdem ... einfach sehr geil.
Zuletzt geändert von abardo am 20.07.2018, 07:29, insgesamt 1-mal geändert.
Grüße, Frank
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Re: Forsythie mit (un)endlichem Totholz

Beitrag von Heike_vG » 19.07.2018, 22:18

Hallo Thorschti,
Deine Forsythie gefällt mir ausgesprochen gut! Der lebende Bereich entwickelt sich gut und das Totholz ist schön und interessant.
Nur die beiden Jins sind mir ein bisschen zu sehr angespitzt, die würden natürlich aussehen, wenn sie ein wenig stumpf-gezackt / leicht gebrochen enden würden.

Liebe Grüße,
Heike
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Re: Forsythie mit (un)endlichem Totholz

Beitrag von Arthur Dent » 19.07.2018, 22:41

Jawohl, das ist mal eine Forsythie!
Bitte, bitte mal ein Bild mit Blüten!👏👏👏

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Re: Forsythie mit (un)endlichem Totholz

Beitrag von Thorschti » 20.07.2018, 08:05

Danke für das Lob und die guten Anregungen! da ist sicher was bei, dass man beherzigen kann.
To be continued ...
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Re: Forsythie mit (un)endlichem Totholz

Beitrag von LazyDaisy » 20.07.2018, 10:15

Sehr interessanter Baum! Weiter so!
Liebe Grüße, Tiana

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Re: Forsythie mit (un)endlichem Totholz

Beitrag von Martin_S » 20.07.2018, 11:36

Super gute Forsi!
*daumen_new*
Beste Grüße
Martin

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Der eine war ein Geschenk, der andere eine Lektion.

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Re: Forsythie mit (un)endlichem Totholz

Beitrag von Georg » 20.07.2018, 11:43

Georg hat geschrieben:
09.01.2018, 12:17
Gefällt mir gut; Deinen eigenen Anmerkungen ist m.E. nichts hinzuzufügen. Daher bleibt es spannend für Dich und uns!
Ich bleib dabei! *daumen_new*
Gruß
Rüdiger
Ich mag verdammen, was Du sagst, aber ich werde mein Leben geben, daß Du es sagen darfst(Voltaire)

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Re: Forsythie mit (un)endlichem Totholz

Beitrag von Sanne » 20.07.2018, 16:29

Hallo Thorsten,

Deine Forsythie mit dem massiven Totholz finde ich sehr interessant und ungewöhnlich! Gefällt mir. :-D

Grüße, Sanne

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Re: Forsythie mit (un)endlichem Totholz

Beitrag von VolkerM » 20.07.2018, 17:08

Hallo Thorsten,

deine Fossi finde ich ungewöhnlich für diese Strauchart, aber gerade deshalb klasse - auch bisher eine sehr ansprechende Entwicklung *daumen_new* .

Hast du nach dem Rückschnitt neue Knospen oder Triebe bekommen?
Behandelst du das Totholz weiterhin oder lässt du es nun in Ruhe?

Weiterhin viel Spaß mit deiner Fossi (einer Bonsaiart, die richtig Freude macht)
wünscht Volker
Bis denne Volker

Ein fallender Baum macht mehr Lärm
als ein wachsender Wald.

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Re: Forsythie mit (un)endlichem Totholz

Beitrag von Thorschti » 20.07.2018, 21:13

Ich freue mich, dass euch der Baum gefällt *dance*

in der Tat sieht der Baum heute schon wieder so aus wie vor dem Rückschnitt. Ich hatte alle Triebe auf ein Blattpaar (gegenständig) gekürzt und ggf. noch die großen Blätter halbiert. Aus jeder Achsel ist ein neuer Trieb entstanden die ich von da an jeweils pinziert habe sobald die Triebspitze aus den ersten beiden neuen Blättern hindurchschaut. Dies wiederhole ich den Rest des Jahres (kommt an jeder Achsel vieleicht noch einmal vor). Dies erhöht zwar die Verzweigung deutlich, vermindert aber die Anzahl der Blütenknospen, da diese am diesjährigen Trieb gebildet werden.
Das Totholz habe ich bisher min. zweimal jährlich mit Seifenwasser und Zahnbürste gereinigt und mit Jinmittel behandelt (dieses Frühjahr wie beschrieben erstmalig zusätzlich mit Holzhärter).
Interessant ist, dass die Fossi von meinen Bäumen relativ am wenigsten Wasser braucht (ist natürlich auch eine große Schale). Ich habe schon mehrere durch Überwässerung (insbesondere in einem feuchten Frühjahr) verloren. Hier gilt es beim Gießen also darauf zu achten, das Gleichgewicht etwas mehr Richtung Sauerstoff, sprich trockener zu schieben.
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so bin ich 2014 mit dem Aufbau gestartet...
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