Juniperus Chinensis, der gebeutelte

Allgemeine Philosophie, Stilarten, Techniken, Vorstellung und Besprechung von Rohmaterial sowie lose Sammlung von Entwicklungs-Dokus
zwanziger
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Re: Juniperus Chinensis, der gebeutelte

Beitrag von zwanziger »

Hey Dieter,

besten Dank, lieblich ist genehm.
Also das Behältnis stelle ich mir folgendermaßen vor.
Eine Art Tablett aus Beton, aus einem Guss mit dem Felsen.
Zum Thema unbeugsame Natur, möchte ich den Bodenraum durch vorn rausfallendes Substrat erweitern.
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MfG André

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Re: Juniperus Chinensis, der gebeutelte

Beitrag von zopf »

Hallo Andre
Da Dir Dein Ziel jetzt wohl klarer erscheint,
endet Unsere kleine, gemeinsame Reise.
Vielleicht kannst Du etwas für Deinen weiteren Weg mitnehmen.
Weiterhin gutes Gelingen
mfG Dieter
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zwanziger
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Re: Juniperus Chinensis, der gebeutelte

Beitrag von zwanziger »

Vielen Dank Dieter,

auf jeden fall, bin schon mal motiviert für die Umsetzung dieser und weiterer Ideen.
Damit ändert sich dann auch der Status von Prototyp zu ernsthafter Gestaltung.
Die Moniereisen bekomm ich da auch noch reingebastelt.

Hat dir das jetzt auch was gebracht?
Wäre ja wünschenswert bei der Mühe.
MfG André

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zopf
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Re: Juniperus Chinensis, der gebeutelte

Beitrag von zopf »

Hallo Andre
Es ist immer lehrreich sich mit einem anderen Gestaltungsaspekt auseinander zu setzten.
Da Du als Pflanzbehältnis einen "Slab", also eher der Natur zuzurechnend, gewählt hast,
dürfte eine Kombination mit Moniereisen recht schwierig in das Gesamtbild einzufügen sein.
Mein ursprüngliche Gedanke war das Einkesseln der Natur durch die Technik,
daher das rechteckige Pflanzgefäß und die Moniereisen als Symbole der Technik.
Symbolisch wäre jetzt eher eine Möglichkeit den Mensch als "Beherrscher" der Natur zu benutzen.
Bei meiner Variation des Felsens habe ich im Spitzenbereich die Kontur eines "Kasperl" angedeutet,
mit Skulptin von Sveb Backstein könntest Du Dich an das Kasperlgesicht wagen.
Platter aber auch viel schneller wäre die Symbolik andeutungsweise
auch mit einem Gipfelkreuz darzustellen.
mfG Dieter
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zwanziger
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Re: Juniperus Chinensis, der gebeutelte

Beitrag von zwanziger »

Hi Dieter,
offenbar ist mir das nicht glaubhaft gelungen deinen Vorschlag einzubauen.
Ich wollte die Grundfläche schon Quadratisch mit kleinen Abweichungen aufbauen, mit einem kleinen Rand.
Also die Menschliche Hand erkennbar machen, aber mit kleinen Abweichnungen, symbolisch für das Versagen.
Die Natur sollte nicht als Gewinner dastehen, sondern als unbezwingbar, deshalb die Erweiterung des Wurzelraumes nach vorn.
Das ist dann keine Flucht, sondern eine Ausdehnung ins mögliche.
Meinst du klarere Konturen sind besser?
In eine Schale mag ich das nicht stecken.

Mit dem Kasperle und dem Gipfelkreuz kann ich jetzt nichts anfangen,
wäre mir in diesem Kontext zu viel
MfG André

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zopf
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Re: Juniperus Chinensis, der gebeutelte

Beitrag von zopf »

Hallo Andre
Stell Dir vor Du müsstest 3 Objekte und 3 Farben kombinieren.
Konkreter Rechteck, Kreis, Dreieck, dazu kämen Links, Mitte, Rechts und rot, grün, blau.
Das ergäbe 3*3*3 Möglichkeiten, also 27 verschiedene Variationen, bei einem recht einfachen Beispiel.
Solltest Du alle Möglichkeiten am Computer oder auf dem Papier ausprobieren,
würde es Dich viel Zeit kosten.
Nehmen wir noch 3 verschiedene Hintergrundfarben dazu, gäbe es bereits 3*3*3*3, also 81 Möglichkeiten.
Daher ist es hilfreich, eigentlich nötig, zu lernen, es "im Kopf" zu sehen.
Keine Horde wilder Affen, die durch den Wald tobt,
wie Gedanken und Möglichkeiten, was man machen könnte, die einem durch den Kopf gehen,
sondern eine Möglichkeit auswählen, Sie durchspielen und erst dann entscheiden wie es weiter geht.
Ich hatte einen Grundgedanken, eine Grundgestaltung und diese gilt es durchzuspielen.
Es geht jetzt um die Proportionen der Schale, Sie ist rechteckig,
da es mir fremd ist irgendetwas mit einem Bonsai auszudrücken,
nehme ich darauf keine Rücksicht, "schön", erfreulich anzublicken reicht mir vollkommen.
Halt keine wilde Horde Affen,
eine Komposition aus 4 Elementen, die im Gesamten ein schlüssiges Bild ergeben sollten.

Was Dir dann gefällt, was Du umsetzt, ist eine ganz andere Sache,
ich versuche nur zu vermitteln, wie ich mit so einer Problematik umgehe.

mfG Dieter
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zwanziger
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Re: Juniperus Chinensis, der gebeutelte

Beitrag von zwanziger »

Hi Dieter,
Keine Horde wilder Affen, die durch den Wald tobt.
Aus diesem Grund ist es in der technischen Entwicklung ratsam, einen morphologischen Kasten zu verwenden.
Es gibt aber auch andere Möglichkeiten, egal.
Ich habe deine Geduld schon überstrapaziert,
deshalb jetzt das Ganze in Schale.
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MfG André

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Re: Juniperus Chinensis, der gebeutelte

Beitrag von zopf »

Hallo Andre
Die von Dir gezeichnete Schale passt soweit von den Proportionen, allerdings ist Sie mir zu "schalig".
Daher habe ich die Füße entfernt, den Rand begradigt, die Ecken kantig gemacht und auch etwas flacher und kleiner gemacht.
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Bisher haben wir uns hauptsächlich um Proportionen gekümmert und den Farb- und Kontrastbereich angesprochen.
Wir hätten noch Struktur (rau und glatt), Form (schon einiges erledigt) und gerade bei Wacholdern wichtig - die Linien.
Eine, die Auffälligste, Linie bei Deinem Baum ist der sichtbare Teil der Stammlinie (braun gemalt),
um diese zu betonen habe ich versuchsweise den Felsen in diesem Bereich verkleinert.
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mfG Dieter

ps Bei Morphologie kam mir verspätet Sheldrake in den Sinn,
bin ich froh das so was nur noch ganz nebulös durch meine Gedanken wackelt.
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HeikeV
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Re: Juniperus Chinensis, der gebeutelte

Beitrag von HeikeV »

Macht Freude euch beiden hier zusehen zu dürfen.

Danke dafür!
Taten geht das Wort voraus,
Worten die Gedanken.
zwanziger
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Re: Juniperus Chinensis, der gebeutelte

Beitrag von zwanziger »

Danke Heike.

Danke Dieter,

die Hauptlinien zu betonen leuchtet absolut ein,
ich denke nachher in der Umsetzung geht dann noch mehr.

Ich hab mich noch an dem Gedanken festgebissen, Schale und Wand aus einem Guss zu fertigen.
Damit hätte ich dann auch die Farbmenge begrenzt.
Was meinst du dazu?
Ein wenig detailierter sind alle Strukturen eingefügt.
Punkte grob, Punke fein, Linien und Zickzack.
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MfG André

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Re: Juniperus Chinensis, der gebeutelte

Beitrag von zopf »

Hallo Andre
So ein alter Ackergaul wie ich kann nicht im Schweinegalopp durch eine Gestaltung rasen.
Schritt für Schritt, ja nicht stolpern, nicht rasen, auch auf diese Art kann man sein Ziel erreichen.
Es fehlen noch die Moniereisen,
jetzt schon so konkret werden ist wie ein Friseur der die Frisur nicht der Gesichtsform anpasst.
Aber zu Deinem Vorschlag -
Betrachte die Linien, die Aussenkonturen des Felsens,
da Sie die Natur symbolisieren sollen sind parallele Linien nicht ganz so gewünscht.
Die Sprenkelung in der "Schale" sind ablenkend und lenken ungewollte Aufmerksamkeit auf sich.
Alles aus einem Guss, selbstverständlich, aber erst mal muss das Konzept stehen.
z.B. auf der linken Seite der Schale, kommt die sehr glatte Schale, wie aus dem Stein gehauen aus dem Felsen.
Vielleicht ist es Dir entgangen, das ich den Jin am unteren Stamm "gefräst" und geweisst habe,
er soll einen kleinen Kontrast zum eher grauen Felsen bilden
und dazu sollte der Felsen den Hintergrund bilden.
Also erst mal die Moniereisen und dann im Zusammenhang mit dem Baum, der Felsen.
mfG Dieter

ps Vor über 20 Jahren habe ich meinen ersten Felsen gemacht, (Tonne),
danach kamen einige andere, die aber Alle in der Tonne gelandet sind
oder verschenkt wurden.
Der letzte Felsen ist soweit fertig und eigentlich würde ich Ihn am liebsten entsorgen
und wieder von vorne anfangen, aber irgendwann will ich auch mal einen Felsen bepflanzen,
also bleibt er für´s erste.
Wenn Du ein einzigartiges Werk schaffen willst, das Deinen Gedanken oder Gefühlen entsprungen ist,
lass Dir alle Zeit die nötig ist um dann wirklich auch Dein Werk zu schaffen.
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Re: Juniperus Chinensis, der gebeutelte

Beitrag von Gary »

Hallo ihr Beiden.
Genau wie Heike bereitet es mir immense Freude Eurem kreativen Austausch und Gedankenspielen hier folgen zu können.
Meinen Dank hierfür.
zopf hat geschrieben: 03.02.2020, 13:22 Der letzte Felsen ist soweit fertig und eigentlich würde ich Ihn am liebsten entsorgen
und wieder von vorne anfangen, aber irgendwann will ich auch mal einen Felsen bepflanzen,
also bleibt er für´s erste.
Dieter, ich hoffe inständig daran keine unbewusste Mitschuld zu tragen.
Grüße aus dem sonnigen Baden
Gary

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Re: Juniperus Chinensis, der gebeutelte

Beitrag von Heike_vG »

Große Klasse, toller Thread! Wie sich die Gedanken hier gegenseitig befruchten, da kommt sicher was sehr Gutes und Spannendes heraus.

LG, Heike
Ein halber Schritt in die richtige Richtung ist oftmals ein Reinfall...

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Re: Juniperus Chinensis, der gebeutelte

Beitrag von zopf »

Hallo Gary
Du bist absolut unschuldig,
mich interessiert eigentlich immer nur der Weg zum Ziel,
das Erlernen und Verbessern.
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espanna
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Re: Juniperus Chinensis, der gebeutelte

Beitrag von espanna »

Hallo ihr Lieben,

Vor ein paar Jahren gab es hier einen Thread; Schalen mit rostigen Blech, oder so...
Die glatte, eckige Betonschale mit glatten-, rostenden „Inlays“ könnte ich mir sehr gut vorstellen. Die Rostfarbe zum Wacholderstamm würde passen. Vielleicht könnte man das Inlay sogar als „Stammfortführung“ nach unten betrachten?!

Die Diskussion, der Austausch hier ist wirklich schön und anregend!
Danke!
Gruß
László

"Wer arbeitet, macht Fehler."
Alfred Krupp
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