Hallo Thorsten,
bock hat geschrieben: ↑02.06.2018, 08:24
Na, das ging ja mal fix!
Noch ein nachbetrachtendes Wort zur unmittelbaren Zukunft:
Die Bergulme (bei der Zelkova serrata ist es ähnlich) bringt nach einem Blattschnitt massig neue Knospen und Triebe. Einige an Stellen wo neue Triebe sehr willkommen sind, viele aber an ungünstigen Stellen. Diese müssen früh erkannt und zeitig selektioniert werden.
Früher und oben wurde festgestellt, dass die ersten Blättchen sehr klein sind. Das gilt besonders für den Erstaustrieb im Frühjahr, nicht immer für den Austrieb nach Blattschnitt im Mai. Die Bergulme wird im oberen Drittel einige Austriebe besonders begünstigen und sofort grosse Blätter ausbilden. Erst wachsen lassen und dann resolut einkürzen, damit auch kleinere, schwächere Triebe weiter unten zum Zuge kommen.
Laubbäume sind oft Opportunisten: Wenn sie mit dem Versuch, begünstigte Triebe ungestört zur weiteren Fortentwicklung zu bringen durchkommen, wird dieser Weg natürlich konsequent weiter verfolgt. Da muss dann der Gestalter praesent sein, es ei denn, er will dort Opferäste heranziehen.
Die Zelkova serrata produziert in diesem Stadium eine Unmenge von Adventivknospen, die Bergulme weniger. Wenn man die gewähren lässt, gibt´s bald ein ziemliches Wirrwarr, aber keine harmonische Feinverzweigung.
Gruß,
Heiner