Wiedereinstieg ins Bonsai-Universum mit der chinesischen Ulme

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AuricGoldfinger
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Wiedereinstieg ins Bonsai-Universum mit der chinesischen Ulme

Beitrag von AuricGoldfinger » 05.04.2019, 20:32

Liebe Bonsai- Gemeinde,

bevor ich mich und mein Anliegen etc. weiter vorstelle, möchte ich zunächst ein ganz großes Kompliment an die Macher, Gestalter, Schreiberlinge und alle beteiligten Personen aussprechen, die dieses wunderbare Forum hier in der ein oder anderen Weise unterstützen. Finde das echt klasse Arbeit was hier geleistet wird.

Aber nun zu mir. Ich bin Mitte 30 und kann aus verschiedenen Gründen meine sportlichen Hobbys nicht mehr so ausüben wie früher und habe nach einer "Ersatz" - Beschäftigung gesucht. Dabei ist mir in meinem Bücherregal das Buch "Bonsai" von Horst Stahl in die Hände gefallen. Vor knapp 20 Jahren hatte mir mein Cousin das erste mal das Thema Bonsai näher gebracht. Aus zeitlichen Gründen sowie aus der damals vielleicht noch nicht ganz vorhandenen geistigen Reife damals habe ich es leider aber nie so intensiv und so wie eigentlich notwendig betrieben.

Nach studieren des o.g. Buches hatte mich das Bonsai Fieber aber wieder gepackt und es "juckt mir jetzt wieder in den Fingern" etwas zu unternehmen. Also habe ich in den vergangenen Tagen und Wochen das Buch also auch hier im Forum gelesen und versucht mir viel Fachwissen anzueignen.

Naja und jetzt ist heute mein Bonsai = Chinesische Ulme gekommen und ich habe jetzt natürlich Angst etwas mit diesem wunderbaren kleinen Bäumchen falsch zu machen.
Zwar weiß ich irgendwie schon was ich machen muss, allerdings würde ich mir eine entsprechende Rückmeldung wünschen ob dies auch wirklich so OK ist.
Die Bestellung erfolgte in einem renommierten Bonsai-Fachhandel, da es bei mir in der näheren Umgebung außer Baumärkten keine Fachgeschäfte gibt.
Hier nun zunächst mal Bilder von meinem Bonsai:

- Zunächst habe ich Ihn heute nach dem Auspacken den Bonsai erst mal mit einer Ballbrause gewässert, da ich den Eindruck hatte das er aufgrund der Reise nicht mehr feucht genug war.
- Des weiteren habe ich Ihn zunächst erstmal in meinen Wohnzimmerfenster platziert ( Ausrichtung Süd/Ost) ; im Wohnzimmer hat es ohne Heizung (die ich hier nicht anmache) immer so zwischen 17 - 20 Grad.
Ist dies zu warm für die chin. Ulme oder ist das bei regelmäßiger Bewässerung OK?
- Mein Plan ist es weiterhin, die Ulme sich nach der Reise jetzt erstmal für ne gute Woche erholen / akklimatisieren zu lassen. Im Sommer soll dann der Umzug ins freie erfolgen.
- Habe vor die Ulme dann je nach Entwicklung in einem 4 - wöchigen Rhythmus zu düngen
- Sobald die Erholungsphase abgeschlossen ist, möchte ich den Baum einen kleinen "Formschnitt" geben und Ihn drahten. Aufgrund der bereits ausgeprägten Form würde ich hier weiterhin
die "Frei-Aufrechte-Form" verfolgen? Seht ihr das ähnlich oder würde sich eine andere Form besser anbieten.
- Interessant finde ich auch die eine "Nebenwurzel" die aus der Erde kommt. Kann ich die irgendwie mit "einbinden"?
- Auf dem letzten Bild sieht es teilweise so aus, dass etwas wenig Erde in der Schale ist. Kommt dies mir nur so vor oder seht ihr das hier im Forum ähnlich? Und wenn ja welche Erde nehme ich da bzw. soll ich die da einfach dazu machen oder in diesem Zuge das Umtopfen vorziehen?
- Nach zwei Jahren würde ich dann ansonsten das erste mal das umtopfen und das Schneiden der Wurzeln vornehmen.

Das ist so eigentlich mein langfristiger Fahrplan für den kleinen Bonsai. Möchte ihn nicht tot pflegen aber auch nicht vernachlässigen.

Würde mich freuen, wenn ich u.a von den "alten Hasen" hier mal eine Rückmeldung hierzu bekommen könnte. Einfach um vom Gefühl her sicherer zu sein.

Dafür bedanke ich mich schon mal vorab sehr herzlich und freue mich sehr hier in diesem tollen Forum mit dabei sein zu dürfen.

LG :) 8)
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Thorsten1504
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Re: Wiedereinstieg ins Bonsai-Universum mit der chinesischen Ulme

Beitrag von Thorsten1504 » 05.04.2019, 20:56

Hallo ???,

willkommen im Forum!!!
Ich würde die Ulme jetzt in vernünftiges Substrat umtopfen.
Dafür kannst Du Standard Substrat aus dem Fachhandel nehmen.
Für einen Baum lohnt das selber mischen nicht. Es sei denn Du hast zufällig Lava, Blähton oder Bims zuhause.
Dann den Baum erstmal erholen lassen und wenn keine Nachtfröste mehr zu erwarten sind nach draussen stellen.
Hier bei mir in MS stehen meine Ulmen schon seit mehr als 4 Wochen wieder draussen.
Wenn Du den Baum raustellst nicht direkt in die pralle Sonne, sondern erst langsam dran gewöhnen und erstmal halbschattig stellen.
Ich würde dann erstmal bis Juni wachsen lassen und ordentlich Kraft tanken lassen.
Dann kann gegebenenfalls zurückgeschnitten werden.
Bis dahin kannst Du hier im Forum jede Menge lesen und dich mit Stilarten, Rückschnitt, drahten usw. auseinandersetzten.
Das beste ist natürlich sich einem Arbeitskreis vor Ort anzuschliueßen oder vielleicht auch hier übers Forum den Kontakt zu erfahrenen Bonsaianern herzustellen.

Gruß

Thorsten *wink*

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Stefan72
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Re: Wiedereinstieg ins Bonsai-Universum mit der chinesischen Ulme

Beitrag von Stefan72 » 05.04.2019, 21:13

Thorsten1504 hat geschrieben:
05.04.2019, 20:56
[...] Ich würde die Ulme jetzt in vernünftiges Substrat umtopfen.
Dafür kannst Du Standard Substrat aus dem Fachhandel nehmen. [...]
Hallo auch von mir,
Umtopfen wäre jetzt auch das erste, was ich machen würde und vielleicht sogar ein größeres Gefäß. Dann kann der Baum Wurzeln schieben und legt dann insgesamt auch zu. Ulmen sind immer gut zum Anfang *daumen_new* .
Freundliche Grüße, Stefan

Manchmal genügt es nicht Konfetti zu werfen, manchmal muss es auch der Locher sein....

AuricGoldfinger
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Re: Wiedereinstieg ins Bonsai-Universum mit der chinesischen Ulme

Beitrag von AuricGoldfinger » 06.04.2019, 20:47

Erstmal vielen herzlichen Dank für die Tipps @ Thorsten1504 und Stefan72.

Werde mir als erstes jetzt mal ein Substrat besorgen und die Pflanze umtopfen. Derzeit passt ja gem. der Daumenregel (Schalenlänge = 2/3 der Pflanzenhöhe) die Schale ja noch.
Aber ich will ja das sich der kleine Bonsai weiter gut entwickelt und da wäre etwas mehr Platz wahrscheinlich schon mal gut.

Ansonsten hatte er heute schon mal seinen ersten Freiluft Tag auf dem Balkon im Halbschatten verbracht.

AuricGoldfinger
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Re: Wiedereinstieg ins Bonsai-Universum mit der chinesischen Ulme

Beitrag von AuricGoldfinger » 14.04.2019, 21:43

Guten Abend liebe Bonsai-Gemeinde,

nachdem ich mich und meinen kleinen Bonsai im ersten Posting bereits schon einmal vorgestellt hatte, wurden die darin gestellten Fragen von lieben Forum-Mitgliedern auch gleich beantwortet. Ich möchte aufgrund dessen auch jetzt mal wieder eine aktuelle "Wasserstandsmeldung" abgeben und erhoffe mir ein ehrliches Feedback von den "Bonsai-Veteranen" hier im Forum.

Nachdem ich die chinesische Ulme seit dem 05.04.19 in meinen Besitz ist, habe ich Sie zunächst erstmal zu sich kommen / erholen lassen und sie alle 2 - 3 Tage ausreichend mit der Ballbrause gewässert.
An diesem Wochenende habe ich mich an den nächsten Schritt gewagt --> Ich habe meine Ulme einen ersten Wurzelschnitt unterzogen sowie sie in ein neues Gefäß umgetopft.
Der Wurzelschnitt war absolut notwendig und richtig, da ich nach dem "austopfen" eine große Wurzel entdeckt habe, die sich anschlich, das Wasserablaufloch zu verstopfen, was wahrscheinlich zu ernsthaften Schäden geführt hätte.

Auf den Bildern seht ihr das Ergebnis aus Wurzelschnitt und Umtopfen. Hieraus ergeben sich meinerseits aber auch nochmal Fragen bzw. Problemstellungen :

- Vor dem Kauf der Schale habe ich mir die Größe der Schale berechnet, die für meine Ulme passend ist. Auch hatte ich in einem Fachbuch gelesen, dass für die freiaufrechte Form eine eckige oder ovale Schalenform optisch am besten ist.
- Also habe ich die Schale gekauft und sie mit Gittern über den Ablauflöchern ausgestattet bzw. diese befestigt.
- Als ich den Bonsai aus der Schale nahm, stelle ich fest, dass die Wurzeln mehrfach nur direkt nach unten gewachsen sind und nicht auf die Seite. Aufgrund dessen musste ich leider einige große Wurzeln beschneiden bzw. wegschneiden, damit der Bonsai überhaupt in die neue größere, aber etwas flachere Form gepasst hat.
WAR DAS SO OK oder ist das ein absolutes NOGO?
- Des weiteren stellte ich fest, dass vom Fachhändler der Bonsai meiner Meinung nach, über den Wurzelhals hinaus mit Erde bedeckt wurde bzw. zu tief eingepflanzte wurde. Ich habe jetzt versucht manche Wurzeln frei zu legen.
- Viele Wurzeln haben auch schon in der alten Form aus der Erde geschaut bzw. sind dann oberirdisch in alle Richtungen gewachsen, was mir auch überhaupt nicht gefallen hat. Habe diese ebenfalls entfernt.
- Als Substrat habe ich eine Bonsai Erde aus Acadama, Lavagranulat und Ton benutzt.

Mein Hauptproblem ist nun, dass der Bonsai überhaupt nicht mehr schön sitzt d.h. die Position in der Schale sowie die eigentliche Form des Bonsais nicht mehr richtig wirkt. Vergleich hierzu die Bilder am Anfang des Postings.


ICH BITTE NUN EINMAL UM EUER EHRLICHES FEEDBACK; WAS IST GUT, WAS WENIGER; WAS MUSS / SOLLTE ICH IN DER NÄCHSTEN ZEIT NOCH BEACHTEN.

Ich bedanke mich bereits jetzt schon mal im Forum für die tolle Unterstützung.

Vielen lieben Dank an alle!!!!!
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Thorsten1504
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Re: Wiedereinstieg ins Bonsai-Universum mit der chinesischen Ulme

Beitrag von Thorsten1504 » 15.04.2019, 00:19

Hallo,

nach unten wachsende Wurzeln zu entfernen ist schon richtig um einen flachen, aber breiten Wurzelansatz zu bekommen.
Ob es in Deinem Fall vielleicht zuviel des guten war kann ich nicht beurteilen, weil Du keine Bilder vom Wurzelballen vor und nach dem Schnitt gemacht hast.
Auf jedenfall den Baum jetzt erstmal schattig stellen und nicht ersäufen.
Ist der Baum denn in der Schale mit Draht ordentlich fixiert???

AuricGoldfinger
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Re: Wiedereinstieg ins Bonsai-Universum mit der chinesischen Ulme

Beitrag von AuricGoldfinger » 15.04.2019, 19:48

Hallo Thorsten,

um ganz ehrlich zu dir zu sein, NEIN habe den Baum nicht nochmal extra mit Dreh fixiert. Habe versucht an alles zu denken, aber das habe ich dann leider vergessen.
Sollte ich dies jetzt nachholen oder ist es besser dem Baum jetzt einfach erstmal ausreichend Ruhe zu gönnen um Kraft zu tanken und sich erholen zu können.

Habe heute ein paar braune Blätter an meinem Bäumchen entdeckt :shock: :shock: :shock:

Ist das normal nach so einem Wurzelschnitt oder sind das erste Anzeichen dafür das etwas falsch gelaufen ist?

@ Thorsten: Wie findest du die Schale in Proportion zum Baum?

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Thorsten1504
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Re: Wiedereinstieg ins Bonsai-Universum mit der chinesischen Ulme

Beitrag von Thorsten1504 » 15.04.2019, 20:54

Hallo,

die Schale passt schon,
aber Du solltest den Baum fixieren, damit der nicht hin und her wackelt und die neuen Feinwurzeln abreißen.
Rainer (mydear) hat mal irgendwo gezeigt, wie er das bei frisch abgemoosten Bäumen macht.
Finde es aber grad nicht wieder.
Sonst vielleicht doch nochmal einen Draht durch die Abzugslöcher ziehen...

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mydear
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Re: Wiedereinstieg ins Bonsai-Universum mit der chinesischen Ulme

Beitrag von mydear » 16.04.2019, 00:40

Thorsten1504 hat geschrieben:
15.04.2019, 20:54
aber Du solltest den Baum fixieren, damit der nicht hin und her wackelt und die neuen Feinwurzeln abreißen.
Rainer (mydear) hat mal irgendwo gezeigt, wie er das bei frisch abgemoosten Bäumen macht.
Finde es aber grad nicht wieder.
Sonst vielleicht doch nochmal einen Draht durch die Abzugslöcher ziehen...
Hallo Thorsten,

Da will ich gerne weiterhelfen. Meine Fixier-Methode ist sehr gut bei schwachem Wurzelballen geeignet. Also wenn der Wurzelballen schlecht von unten fixiert werden kann, weil er zuviel hin- und herwackeln würde.

Es gibt 2 Möglichkeiten:
1) bei einem Plastiktopf werden 2 Löcher im Abstand von 1-2 cm in den Topfrand gebohrt und das ganze auf der entgegengesetzten Seite wiederholt. Dann wird ein Draht mit etwa dreifachem Topfdurchmesser zu einem „U“ gebogen und auf einer Seite durch beide Löcher gezogen. Von beiden Enden werden schützende Schlauchstücke aufgesteckt und in die Mitte zum Stamm platziert. Dann die Drahtenden durch die gegenüberliegenden Löcher ziehen und locker (!) verdrillen. Nicht zu fest, sonst zieht es den Plastiktopf zusammen. Wichtig ist auch ein fester oberer Topfrand.

Dann nehme ich den Wurzelhaken (Link) und verdrille die beiden parallelen Drähte gegeneinander. Der Wurzelhaken hat dabei sehr gute Hebelverhältnisse und kann auch bei wenig Platz zum Substrat sehr gut gedreht werden. Dabei ggf die Pflanze festhalten, dass sie nicht aus dem Substrat gezogen wird, fertig.

2) wenn statt Plastik- ein Tontopf vorliegt werden 2 Drähte (mindestens dreifacher Schalendurchmesser) links und rechts vom Stamm quer um die Schale gelegt und an der Unterseite verdrillt. Die beiden parallelen Drähte dann wieder mit dem Wurzelhaken verdrillen. Schlauchstücke als Rindenschutz nicht vergessen.

Grüße
Rainer
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U-förmigen Draht verdrillen
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beide parallele Drähte gegeneinander verdrillen
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Wurzelhaken zum Verdrillen
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Michael 86
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Re: Wiedereinstieg ins Bonsai-Universum mit der chinesischen Ulme

Beitrag von Michael 86 » 16.04.2019, 08:12

Hallo

Ich geh da immer ins Geäst oder hoch am Stamm und verwende immer mindestens 3 Befestigungspunkte möglichst gleichmäßig verteilt. Wenn die Äste in Zukunft dran bleiben sollen, mit Fließ, Schlauch o.Ä. schützen. Der baum ist dann in alle Richtungen stabilisiert und auch möglichst weit oben, wo die Hebelwirkung dann auch am stärksten ist. Die Befestigungspunkte hat Rainer ja ausreichend erklärt und die Drillermethode zum Spannen ebenfalls. Immer gleichmäßig Nachspannen, bis die gewünschte Stabilität erreicht ist.
Grüße Michael :)

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Stefan72
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Re: Wiedereinstieg ins Bonsai-Universum mit der chinesischen Ulme

Beitrag von Stefan72 » 16.04.2019, 10:08

AuricGoldfinger hat geschrieben:
14.04.2019, 21:43
[...] Mein Hauptproblem ist nun, dass der Bonsai überhaupt nicht mehr schön sitzt d.h. die Position in der Schale sowie die eigentliche Form des Bonsais nicht mehr richtig wirkt. Vergleich hierzu die Bilder am Anfang des Postings. [...]
... genau, Auric. Wenn Du auf den ersten Bildern eine Linie ziehen würdest von der Spitze des Baumes zur Mitte der Stammbasis (da, wo der Baum im Substrat verschwindet..), dann wäre diese Linie fast senkrecht. Das wäre für eine frei aufrechte Form eine grobe Richtschnur für die Pflanzposition. Die Krone sollte etwa über dem Wurzelansatz stehen. Das ist jetzt nach dem Umtopfen aber nicht mehr der Fall. Daher der ungefällige optische Eindruck. Wenn Du vielleicht eh' nochmal dran gehst, den Baum zu fixieren, dann könntest Du ihn auch nach dieser groben Linie ausrichten.
Freundliche Grüße, Stefan

Manchmal genügt es nicht Konfetti zu werfen, manchmal muss es auch der Locher sein....

AuricGoldfinger
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Re: Wiedereinstieg ins Bonsai-Universum mit der chinesischen Ulme

Beitrag von AuricGoldfinger » 16.04.2019, 20:15

Guten Abend liebe Bonsai-Freunde,

zunächst einmal vielen herzlichen Dank für eure Zeit und Mühe mich mit guten Tipps zu versorgen, die ich auch sehr gerne aufnehme.

Ärgere mich gerade nur ziemlich über mich selbst, dass ich das erste Umtopfen und Wurzelschneiden trotz intensiven studierens der Fachlektüre sowie der guten Infos hier im Forum so dilettantisch durchgeführt habe..... aber daraus kann und muss ich für alle weiteren Bonsais lernen.

Wenn ich jetzt nochmal den Bonsai gem. der guten Anleitung fixiere, müsste ich ihn dann ja auch nochmal etwas in der Schale bewegen bzw. leicht umsetzen und neu zentrieren / fixieren.

Sollte ich das jetzt in den nächsten Tagen tun oder wirklich erstmal weiter dem Baum Ruhe gönnen? In den letzten Tagen haben sich nähmlich punktuell die gelb werdenden Blätter vermehrt.
Möchte den Baum jetzt nur ungern verlieren .....

Um einen solchen Hinweis wäre ich nochmal sehr sehr dankbar.

Liebe Grüße

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Thorsten1504
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Re: Wiedereinstieg ins Bonsai-Universum mit der chinesischen Ulme

Beitrag von Thorsten1504 » 16.04.2019, 21:15

ich würd es jetzt sofort machen.
Anschließend den Baum schattig stellen.
Das er ein paar Blätter abschmeißt ist normal.

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