Schädlinge unter dem Mikroskop

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Bonsaimathe
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Schädlinge unter dem Mikroskop

Beitrag von Bonsaimathe » 12.06.2019, 21:36

Hallo, heut hab ich erste, ganz kleine Wollgespinste an den Blattachsen / Knospen entdeckt. :-x
Nur an zwei Zweigen meiner Aprikose...Sonst sind keine "erwachsenen" Besucher zu sehen.
Unter dem Mikroskop sieht das so aus. Besser bekomm ich die Bilder leider nicht hin.
Ist das ein erstes, frühes Gepinst der Wollaus....Oder weisse Fliege?
Was meint ihr? Vielen Dank, Grüsse Uwe
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bock
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Re: Schädlinge unter dem Mikroskop

Beitrag von bock » 13.06.2019, 07:53

Moin Uwe,

sieht nach Wollläusen aus.
Bei denen und bei Schildläusen folgt bei mir grundsätzlich die chemische Keule.
Obwohl ich nicht so ein Fan von Chemie im Garten bin.
liebe Grüße Andreas
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Re: Schädlinge unter dem Mikroskop

Beitrag von Bonsaimathe » 13.06.2019, 14:23

…..ja, ich bin auch bei Wolläusen.
In so frühem Stadium ist mir das noch nie aufgefallen. Für gewöhnlich immer erst bei stärkerem Befall.
Kann einem ja fast leid tun, die Larfe.
Da versteh ich leider auch keinen Spass, bei mir gibt's auch gleich den Hammer, na dann sayonara.
Werde mal die anderen Kameraden gleich präventiv mit spritzen......wer weiss. :roll:


LG Uwe
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Re: Schädlinge unter dem Mikroskop

Beitrag von bock » 13.06.2019, 21:58

mit präventiven Anwendungen von Pestiziden wäre ich vorsichtig.
Wollläuse treten bei mir gern regelmäßig an Rotbuchen auf, Schildläuse hatte ich schon an Eibe und Ilex, letztere im Garten.
Gegen Blattläuse hilft oft schon Spüliwasser, wenn man den Zeitpunkt verpennt hat - auch schon mal Spruzit.
Aber die systemisch wirkenden Neonikotinoide würde ich wirklich nur im Notfall einsetzen. Weniger Insekten -> weniger Vögel, weniger Früchte,...
Was du gut präventiv einsetzen kannst ist Jauche aus Ackerschachtelhalm, Brennnesselbrühe oder Weißöl als Austriebsspritzung.
;)
liebe Grüße Andreas
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Re: Schädlinge unter dem Mikroskop

Beitrag von Bonsaimathe » 14.06.2019, 09:20

Ich bin bei Woll-u. Schildläusen eher vorsichtig. Die Biester sind sehr hartnäckig. Ich hatte mal mit einem Wolllausbefall über Monate zu kämpfen. Ich mach auch immer einen Tropfen Spüli mit in die Brühe, um die Oberflächenspannung zu brechen. Gerad bei den Wollläusen ist das von Vorteil, um eine bessere, durchdringende Benetzung zu erzielen.
Von da her, bin ich doch etwas fixer bei der Sache...... :twisted:

Zum Ackerschachtelhalm; Muss es dieser sein, oder geht auch Schachtelhalm? Oder ist es das selbe???? :lol:
Hast du damit gute Erfahrungen sammeln können? Oder beruhigt es "nur" das Gewissen?
Wenn ja, berichte doch bitte, und welches Produkt wendest du an?

Danke, lG Uwe
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Re: Schädlinge unter dem Mikroskop

Beitrag von bock » 14.06.2019, 09:34

Schachtelhalme sind wie Moose und Farne Sporenpflanzen.
Der Ackerschachtelhalm (Equisetum arvense) kommt bei uns häufig vor und enthält große Mengen Kieselsäure.
Diese soll das Pflanzengewebe gegen das Eindringen der Mundwerkzeuge von Blattlaus und Co resistenter machen, meines Wissens beruht die Wirkung nicht auf der Giftigkeit des Schachtelhalms.
Ausprobiert habe ich es selbst nicht, aber es wird in vielen Beiträgen zur Gartenpflege empfohlen.
Neulich gab es das sogar anwendungsfertig bei einer bundesweiten Discounterkette.
Man kann die Jauchhe aber auch selbst herstellen, Rezepte findest du im Netz.
:-D
liebe Grüße Andreas
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Re: Schädlinge unter dem Mikroskop

Beitrag von Bonsaimathe » 14.06.2019, 22:01

...ich hab mal ein wenig gegoogelt. Es scheint sich wirklich sehr positiv auf die Pflanzen auszuwirken. *daumen_new*
Auf meiner Gassirunde hab ich Ausschau an den Feldrändern gehalten. Leider ohne Erfolg.
Wo hab ich denn das Zeugs stehen sehen? Ich denke auf den Spargelfeldern, dort sehe ich noch mal nach.
Mangels Ausbeute, hab ich mir vorerst ein Produkt von Neudorff besorgt.
Meine eigene Brühe würde ich mir aber gern auch selbst mal herstellen, und ausprobieren....... *dance*

...werde berichten, danke. LG Uwe
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Re: Schädlinge unter dem Mikroskop

Beitrag von mydear » 14.06.2019, 22:56

Hallo Uwe,

ich sehe sehr viel Schachtelhalm auf den neu angesäten Maisfeldern

Grüße
Rainer

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Re: Schädlinge unter dem Mikroskop

Beitrag von bock » 15.06.2019, 06:56

Und am Waldrand, Straßengräben, Bahndamm...
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Re: Schädlinge unter dem Mikroskop

Beitrag von Bonsaimathe » 15.06.2019, 21:07

….danke Jungs, ich werd morgen wieder Ausschau halten.

LG Uwe
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Re: Schädlinge unter dem Mikroskop

Beitrag von Bonsaimathe » 16.06.2019, 16:28

….und wieder auf der Suche.....
Ich schaute an Wegesrändern, verwahrlosten Randstreifen, auf Spargelfelder, auf Maisfeldern, auf Heuwiesen, und am Waldesrand.
Weiter an Kornfeldern, und grünen Wildkräuterwiesen; NICHTS, nicht ein Halm. Kein Witz. :(
Andere verfluchen das Zeugs als Unkraut, und du findest nicht einen Stengel ??? Hahaaa.
Ich wollt schon wieder nach Hause, und dachte mir, mensch bieg doch noch mal Richtung alte Rieselfelder ab.
Dort hoffnungslos den alten Feldweg hinein, Blicke rechts, Blicke links,....ENDLICH. Erste Pflänzchen am Rande.
Nur am Wegesrand, auf sandigem Boden, das standen sie. Jippie. Eine halbe Tüte voll gepflückt, ab nach Hause.
Die Wurzeln hab ich natürlich weitest gelassen, um meinen Bestand zu sicher. :lol: Der Platz bleibt geheim. :lol:
Gut 500gr klein geschnippelt, der Sud zieht. Morgen wird geköchelt, verdünnt und gespritzt. *dance*
….paar Brennnesselpusteln beim Pflücken gab`s umsonst... :roll:

Danke für den Tipp. *daumen_new* LG Uwe
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