Techniken zur Rückknospung bei Äpfeln und Birnen

Allgemeine Philosophie, Stilarten, Techniken, Vorstellung und Besprechung von Rohmaterial sowie lose Sammlung von Entwicklungs-Dokus
Benutzeravatar
abardo
Freundeskreis
Beiträge: 5493
Registriert: 21.09.2014, 20:35
Wohnort: knapp neben Berlin
Kontaktdaten:

Techniken zur Rückknospung bei Äpfeln und Birnen

Beitrag von abardo »

Hi,

da die Rückknospung bei Äpfeln und Birnen nur schwer zu erreichen ist, will ich hier einmal meine Erfahrungen und Tricks schildern.

Äpfel und Birnen sind ziemlich unwillig bei der Rückknospung. Schneidet man die Triebspitze, treiben die oft einfach nur kurz vor der Schnittkante aus der Blattachsel des letzten Blattes erneut aus und innen passiert gar nichts.

(hier geht es auch nur um Rückknospung von Äpfel und Birnen und auch nicht um komplett neu aufgebaute, sondern um lange, unverzweigte Äste)


Trick 1: Teilentlaubung mal anders

Bei Äpfel und Birnen hat sich Folgendes bewährt (dazu habe ich an Nachzuchtmaterial viel ausprobiert): wenn man maximal bei so 20% der Äste den gesamten Ast nach dem Erstaustrieb bis auf die letzten zwei Blätter und das Triebende eines jeden Zweiges dieser Äste entlaubt, treiben Äpfel und Birnen wirklich irgendwo weiter innen bei diesen Ästen mit dem Zweitaustrieb aus. Ist das passiert, wird die Triebspitze gekappt bzw. je nachdem, wie weit die innen ausgetrieben haben, auch weiter zurückgeschnitten.

Das ist aber heikel und man muss wirklich den richtigen Zeitpunkt gut erwischen und darf es auch nicht übertreiben. Äpfel und Birnen sind wirklich die einzigen Laubbäume (von denen, die ich besitze), bei denen ich überhaupt mal Blätter wegschneide und auch nur, wenn ein Ast zu verkahlen droht oder wirklich kürzer werden muss. Ansonsten halte ich von Teil- oder Komplettentlaubung oder Teilblattschnitt persönlich gar nichts.

Nochmal ganz klar. An einem so behandelten Ast müssen an jedem seiner Zweige am Ende mindestens die Endtriebe und zwei Blätter dranbleiben, um den Saftfluss aufrecht zu erhalten. Ein guter Zeitpunkt ist, wenn der Endtrieb wirklich schiebt, also sich dort gerade Blätter bilden.

Eine komplette Entlaubung eines Astes oder sogar des ganzen Baumes führt bei Äpfel und Birnen sehr wahrscheinlich zum Absterben von einem oder mehreren Ästen.

(ich werde nochmal Fotos dazu suchen oder machen, wenn es wieder "dran" ist)


Trick 2: Erhöhung und Verdrehung

Es hilft auch beim Apfel, wenn man den Ast temporär so im Bogen nach unten drahtet, dass eine vorhandene Verzweigung (oder ein Nodium ganz ohne Verzweigung) den höchsten Punkt bildet, sprich der Ansatz und das Ende sind niedriger. An so einer erhöhten Verzweigung bildet sich dann gerne oben "drauf" eine Knospe, die dann auch austreibt (genügend Sonne an der Stelle vorrausgesetzt). Was man aber an der Stelle leider nicht oft will und nach oben gehende Triebe sowieso aus gestalterischen Gründen oft wegschneidet.

Dann kommt aber der "jetzt-zeig-ichs-dir-du-Apfel"-Trick. Einen gut gedrahteten Ast kann man auch in sich verdrehen. Nehmen wir an, man hat den Hauptast und an einer mittigen Stelle geht nur an einer Seite eine Verzweigung weg, ansonsten ist in der Nähe dieses Nodiums und der vorherigen und nächsten Nodien keine sinnvolle gegenständige Verzweigung. Der Ast wird also gut gedrahtet und 45 Grad in sich verdreht, so dass der Abgang der existierenden Verzweigung nach unten zu liegen kommt. Dann wird der Ast wieder gebogen, damit Ansatz und Ende des Ast niedriger ist als die Stelle, wo "gegenüber" eine Verzweigung fehlte. Die liegt ja jetzt oben. Ziemlich sicher bekommt man dann dort eine Rückknospung. Ist die Knospe erstmal aktiv, windet man den Ast wieder korrekt 45 Grad retour und hat dann zwei Verzweigungen, eine links, eine rechts (ok, untypisch für gegenständige Bäume, man hat dann wirklich zwei Zweige an einem Nodium) und kann den Bogen auch wieder rausnehmen :-D

Sieht zwar temporär komisch aus, aber wenn man an so einer Stelle etwas braucht, klappt das ganz gut.

hier z.B. ein langer (nach rechts oben noch weiter gehender) unverzweigter Kronenast. Der wurde im Frühjahr nach unten gebogen (eine Verdrehung war aber hier nicht nötig). Er hat jetzt eine neue Knospe ausgetrieben und eine weitere steht bereit. Die Abspannung ist bereits entfernt. Hat die zweite Knospe auch Blätter gebildet, kann ich den gesamten Kronenast drastisch einkürzen
hier z.B. ein langer (nach rechts oben noch weiter gehender) unverzweigter Kronenast. Der wurde im Frühjahr nach unten gebogen (eine Verdrehung war aber hier nicht nötig). Er hat jetzt eine neue Knospe ausgetrieben und eine weitere steht bereit. Die Abspannung ist bereits entfernt. Hat die zweite Knospe auch Blätter gebildet, kann ich den gesamten Kronenast drastisch einkürzen
IMG_4440.JPG (147.9 KiB) 1333 mal betrachtet

(andere neue Tricks für Äpfel und Birnen bitte auch hier in den Thread)
Zuletzt geändert von abardo am 18.06.2019, 18:19, insgesamt 1-mal geändert.
Grüße, Frank
___________
Es kommt immer anders, wenn man denkt - https://bonsai.zone/flohmarkt
Jürgen*
Freundeskreis
Beiträge: 711
Registriert: 26.04.2018, 19:27
Wohnort: Wien

.

Beitrag von Jürgen* »

.
Zuletzt geändert von Jürgen* am 22.05.2020, 19:06, insgesamt 1-mal geändert.
Benutzeravatar
mydear
Beiträge: 4685
Registriert: 13.09.2011, 17:47
Wohnort: Regensburg

Re: Techniken zur Rückknospung bei Äpfeln und Birnen

Beitrag von mydear »

Jürgen* hat geschrieben: 17.06.2019, 13:12
Hier einige Apfelsämlinge ca. 2 Wochen nach Teilblattschnitt und Kappung der Triebspitze.
ich vermute, dass es Zitronensämlinge sind, siehe Blattansatz

Grüße
Rainer
„I like food and sunshine and wine - preferably all three together.“
Laura Simmons
Jürgen*
Freundeskreis
Beiträge: 711
Registriert: 26.04.2018, 19:27
Wohnort: Wien

.

Beitrag von Jürgen* »

.
Zuletzt geändert von Jürgen* am 22.05.2020, 19:05, insgesamt 3-mal geändert.
Benutzeravatar
mydear
Beiträge: 4685
Registriert: 13.09.2011, 17:47
Wohnort: Regensburg

Re: Techniken zur Rückknospung bei Äpfeln und Birnen

Beitrag von mydear »

abardo hat geschrieben: 17.06.2019, 12:30
(hier geht es auch nur um Rückknospung von Äpfel ... um lange, unverzweigte Äste)

Trick 1: Teilentlaubung mal anders

wenn man den gesamten Ast ... bis auf die letzten zwei Blätter und das Triebende ... entlaubt, treiben Äpfel und Birnen ... weiter innen ... mit dem Zweitaustrieb aus. Ist das passiert, wird die Triebspitze gekappt bzw. ... auch weiter zurückgeschnitten.

Das ist aber heikel und man muss wirklich den richtigen Zeitpunkt gut erwischen ...

Nochmal ganz klar. An einem so behandelten Ast müssen an jedem seiner Zweige am Ende mindestens die Endtriebe und zwei Blätter dranbleiben, um den Saftfluss aufrecht zu erhalten. Ein guter Zeitpunkt ist, wenn der Endtrieb wirklich schiebt, also sich dort gerade Blätter bilden.

Trick 2: Erhöhung und Verdrehung

Es hilft auch beim Apfel, wenn man den Ast temporär so im Bogen nach unten drahtet, dass eine vorhandene Verzweigung (oder ein Nodium ganz ohne Verzweigung) den höchsten Punkt bildet, sprich der Ansatz und das Ende sind niedriger. An so einer erhöhten Verzweigung bildet sich dann gerne oben "drauf" eine Knospe, die dann auch austreibt (genügend Sonne an der Stelle vorrausgesetzt).
Hallo Frank,

danke für deine guten Tipps *daumen_new*
Ich hatte etwas Mühe die verschachtelten Sätze zu verstehen, Bilder + Zeichnungen sagen da oft mehr als viele Worte.

Grüße
Rainer
„I like food and sunshine and wine - preferably all three together.“
Laura Simmons
Benutzeravatar
ania
Beiträge: 575
Registriert: 27.11.2017, 09:04

Re: Techniken zur Rückknospung bei Äpfeln und Birnen

Beitrag von ania »

Diese Entlaubungstechnik war mir neu, danke für die ausführliche Erklärung!

Ich habe keine Obstbäume, aber eine Birke mit elend langen unverzweigten Ästen. An einem davon probiere ich es nun aus. Da sie eh dauernd neue Blätter schiebt, dachte ich mir dass der Zeitpunkt schon passt, hat ja nicht zwei separate Austriebsphasen wie ein Apfel.

Hier ein paar Bilder, ich hoffe alles richtig gemacht zu haben. Ich werde berichten ob es funktioniert.

Nachfrage zum Apfel (oder evtl. anderen Bäumen mit Frühlings- und Johannistrieb): man macht das wenn er aktiv den Frühlingstrieb schiebt, richtig? Und der Johannistrieb liefert dann die Rückknospung?

Dann noch eine Frage an Jürgen, was ist der Zweck des Teilblattschnittes beim Steckling? Ich hielt das immer für eine Methode, bei reifen Bäumen Licht ins Innere zu bringen oder Blätter für eine Ausstellung zu verkleinern.
Dateianhänge
Vor der Entlaubung. Ich möchte Rückknospung im langen verholzten Teil erreichen.
Vor der Entlaubung. Ich möchte Rückknospung im langen verholzten Teil erreichen.
IMG_20190617_151302.jpg (124.85 KiB) 1147 mal betrachtet
Entlaubung, bei beiden Trieben die Endblätter belassen.
Entlaubung, bei beiden Trieben die Endblätter belassen.
IMG_20190617_151502.jpg (126.41 KiB) 1147 mal betrachtet
Endblätter und Triebspitze bleiben dran.
Endblätter und Triebspitze bleiben dran.
IMG_20190617_151539.jpg (66.69 KiB) 1147 mal betrachtet
Benutzeravatar
abardo
Freundeskreis
Beiträge: 5493
Registriert: 21.09.2014, 20:35
Wohnort: knapp neben Berlin
Kontaktdaten:

Re: Techniken zur Rückknospung bei Äpfeln und Birnen

Beitrag von abardo »

ania hat geschrieben: 18.06.2019, 09:33 Nachfrage zum Apfel (oder evtl. anderen Bäumen mit Frühlings- und Johannistrieb): man macht das wenn er aktiv den Frühlingstrieb schiebt, richtig? Und der Johannistrieb liefert dann die Rückknospung?
Jein. Das Biegen und Drehen kann man nur erfolgreich ab dem Frühlingstrieb machen. Den Teilschnitt zu beiden Terminen (nebenbei: dank Gewächshaus bekomme ich bei Äpfel und Birnen aber auch drei Austriebe hin, wenn das Wetter dann zum Ende des Jahres mitspielt, also gibt es eventuell auch mehr Termine).

An sich, ist das der gemeinte Schnitt. Also danke für das Bild.

Gerade im letzten Bild sieht man aber, dass in jeder Blattachsel schon eine grüne Knospe sitzt. Dort bei den aktiven Knospen die Blätter wegzuschneiden, ist genau, was ich an Blattschnitt nicht mag. Man reduziert dort den Saftfluss und stresst völlig unnötig den Baum.

Bei Birken reicht es meiner Erfahrung nach, einfach den Trieb zu kappen. Und zwar nach dem zweitletzten (zwei, weil gegenständig) Blatt mit aktiver, grüner Knospe. Beide Knospen werden dann austreiben und du hälst weit innen eine Verzweigung. Ob das auch zu einer Rückknospung führt, kann ich bei Birken nicht sagen, vermute es aber.

Hier geht es aber weder um Zitronen, noch Birken noch andere Bäume, bei denen man durch einfachen Triebschnitt vorhande Knospen zum Austrieb bringt. Hier geht es um Rückknospung bei Äpfel und Birnen. Rückknospung ist hier die "Aktivierung" von neuen Knospen, die vorher gar nicht zu sehen waren. Bei beiden Methoden an Nodien, an denen weder ein Blatt noch eine Knospe sitzt.
Grüße, Frank
___________
Es kommt immer anders, wenn man denkt - https://bonsai.zone/flohmarkt
Benutzeravatar
abardo
Freundeskreis
Beiträge: 5493
Registriert: 21.09.2014, 20:35
Wohnort: knapp neben Berlin
Kontaktdaten:

Re: Techniken zur Rückknospung bei Äpfeln und Birnen

Beitrag von abardo »

Interessant finde ich an meinem Foto oben noch, dass die rechte, noch recht neue Knospe zwischen zwei Nodien liegt. Soviel dazu, dass Äpfel nur an Nodien Adventivknospen haben.
Grüße, Frank
___________
Es kommt immer anders, wenn man denkt - https://bonsai.zone/flohmarkt
Benutzeravatar
ania
Beiträge: 575
Registriert: 27.11.2017, 09:04

Re: Techniken zur Rückknospung bei Äpfeln und Birnen

Beitrag von ania »

Der Baum hat noch 10 solcher langen Äste, die gerade durchtreiben und wo ich dieses Jahr nichts mehr schneide, der eine Versuchsast schwächt ihn nicht zu sehr.

Den Trieb kappen habe ich letztes Jahr gemacht (genau so wie du schreibst, mit zwei Blättern drangelassen, das war dieses kleine Zwischenästchen das man da sieht).
Daraufhin hat er dort aus den Blattachseln die beiden langen Triebe gemacht, und auch nicht ins alte Holz zurückgeknospt. Dass er vorhandene Knospen aktiviert, ist ja nicht das Problem, sondern die Rückknospung.
Sanne
Beiträge: 6673
Registriert: 01.02.2009, 19:09
Wohnort: Norddeutschland

Re: Techniken zur Rückknospung bei Äpfeln und Birnen

Beitrag von Sanne »

abardo hat geschrieben: 17.06.2019, 12:30 Ansonsten halte ich von Teil- oder Komplettentlaubung oder Teilblattschnitt persönlich gar nichts...
...Eine komplette Entlaubung eines Astes oder sogar des ganzen Baumes führt bei Äpfel und Birnen sehr wahrscheinlich zum Absterben von einem oder mehreren Ästen.
Hallo Frank,

ich denke, >>viele Wege führen nach Rom<<. Bei meinem Apfelbaum wurde im Juni 2017 ein Rückschnitt sowie ein kompletter Blattschnitt durchgeführt. Danach war die Verzweigung viel besser. In 2018 habe ich die unteren Äste zur Verdickung durchtreiben lassen. Jetzt ist ein Rückschnitt und Blattschnitt wieder fällig.

viewtopic.php?f=9&t=37274&hilit=Malus+s ... s&start=60

Grüße, Sanne
Benutzeravatar
Thorsten1504
Beiträge: 2078
Registriert: 12.02.2014, 21:20
Wohnort: Münster /NRW

Re: Techniken zur Rückknospung bei Äpfeln und Birnen

Beitrag von Thorsten1504 »

abardo hat geschrieben: 17.06.2019, 12:30 Eine komplette Entlaubung eines Astes oder sogar des ganzen Baumes führt bei Äpfel und Birnen sehr wahrscheinlich zum Absterben von einem oder mehreren Ästen.
Hallo Frank,

bei Birnen kann ich nichts dazu sagen, weil ich nur 2 kleine im Beet habe, aber bei Äpfelbäumen führt es defenitiv nicht zum Absterben von Ästen.
Voraussetzung ist natürlich wie immer, das der Baum fit ist.
Habe das auch schonmal ausprobiert und damit gute Ergebnisse erzielt.

Gruß

Thorsten *wink*
Benutzeravatar
abardo
Freundeskreis
Beiträge: 5493
Registriert: 21.09.2014, 20:35
Wohnort: knapp neben Berlin
Kontaktdaten:

Re: Techniken zur Rückknospung bei Äpfeln und Birnen

Beitrag von abardo »

Sanne,

es geht hier nicht um "viel besser", sondern um "genau so". Um "das-exakt-hier-machen-ergibt-exakt-das-Resultat". Das sollte hier eigentlich ein Fachbeitrag werden und kein "guck-mal-das-geht-auch-irgendwie-so-vielleicht-nach-Gefühl".

Ich schneide meine Bäume nicht nach "Gefühl", sondern mit Wissen. Wer Wissen hat, sollte hier unbedingt reinschreiben.
Grüße, Frank
___________
Es kommt immer anders, wenn man denkt - https://bonsai.zone/flohmarkt
Benutzeravatar
abardo
Freundeskreis
Beiträge: 5493
Registriert: 21.09.2014, 20:35
Wohnort: knapp neben Berlin
Kontaktdaten:

Re: Techniken zur Rückknospung bei Äpfeln und Birnen

Beitrag von abardo »

@Thorsten:

was jetzt genau ? Völlige Entlaubung UND die Triebspitze kappen ?

(damit habe ich selbst bei fitten Bonsai (jüngeren, so 4-5 Jahre) und Gartenäpfeln schlechte Erfahrungen gemacht)
Zuletzt geändert von abardo am 18.06.2019, 22:21, insgesamt 1-mal geändert.
Grüße, Frank
___________
Es kommt immer anders, wenn man denkt - https://bonsai.zone/flohmarkt
Benutzeravatar
Thorsten1504
Beiträge: 2078
Registriert: 12.02.2014, 21:20
Wohnort: Münster /NRW

Re: Techniken zur Rückknospung bei Äpfeln und Birnen

Beitrag von Thorsten1504 »

abardo hat geschrieben: 18.06.2019, 17:09 was jetzt genau ? Völlige Entlaubung UND die Triebspitze kappen ?
genau.

Hatte sonst teilweise auch das Problem das nur die letzte Knospe ausgetrieben hat.
Nach Blattschnitt war das nicht der Fall.

So hat jeder anscheinend seine eigenen Erfahrungen.

Ähnliches Problem gibts es auch oft bei Bergulmen.
Da hat Heiner auch zu Blattschnitt geraten.
Funktioniert einwandfrei.

Auch bei anderen Bäume führt das zu guter Rückknospung.
Habe dieses Jahr alle meine Bäume durch den kalten Mai erst jetzt anfang/mitte Juni zurückgeschnitten und teilweise im oberen Bereich auch entlaubt.
Was sich da grade überall für Knospen auftun...
Vorher gabs natürlich ordentlich Dünger auf die Mütze (äh auf die Füsse mein ich natürlich :-D )

Deine Methode hab ich mal an einer Kirsche gemacht.
Da ist der Ast dann weiter am Ende ausgetrieben und weitergewachsen, aber weiter innen kam nichts mehr.
Trotzdem werde ich es vielleicht nochmal beim Apfel ausprobieren...
Benutzeravatar
abardo
Freundeskreis
Beiträge: 5493
Registriert: 21.09.2014, 20:35
Wohnort: knapp neben Berlin
Kontaktdaten:

Re: Techniken zur Rückknospung bei Äpfeln und Birnen

Beitrag von abardo »

Nochmal nachgefragt: einen Apfel komplett entlaubt (oder nur Teilblattschnitt ?) und alle Triebspitzen gekappt und es gibt sowohl eine Rückknospung mit neuen Knospen, die vorher nicht zu erkennen waren und dazu den normalen Austrieb aus den Blattachseln, deren Blätter man dann abgeschnitten hatte. Und kein Ast stribt ab.

Interessant. Fotos ?
Grüße, Frank
___________
Es kommt immer anders, wenn man denkt - https://bonsai.zone/flohmarkt
Antworten