Juniperus Sabina aus Spanien

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Patrik P
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Juniperus Sabina aus Spanien

Beitrag von Patrik P » 08.07.2019, 14:19

Hallo zusammen,

hier möchte ich einen Sabina vorstellen, den ich vor 4 Jahren als Rohware im Netz gekauft habe. Der Preis war günstig und mir gefiel auf dem Bild der Stamm. Das Oben drumherum, dachte ich, wird man schon irgendwie hinkriegen. Aber ehrlich gesagt, war ich damit ein wenig überfordert. Ich hatte keinen Plan :( So habe ich mich entschieden, damit auf einen Workshop zu gehen. Da gabs einen wo man seinen eigenen Baum mitnehmen konnte. Leider hatten wir beim Workshop vergessen noch ein Bild vor der Gestaltung zu machen.
Ergebniss, sah dann so aus. Eine Richtung war damit vorgegeben - bin zwar ab dieser Schirmartigen gestaltung der Aeste nicht so überzeugt, aber ich hätte mich wahrscheinlich nicht getraut die Dickeren Aeste stark zu biegen.
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Den Baum habe ich dann noch in eine Bonsaischale umgetopft, was sicher zusätzlich zur Gestaltung ein Risiko war. Ich habe dann gedüngt und gepflegt. Im Herbst musste ich dann aber zwingend allen Draht runternehmen. Die waren nämlich schon stark eingewachsen. Ich hatte das echt nie genau kontrolliert, da ich dachte, dass dies beim Wachholder viel länger dauert. Am Pfingstwochende dieses Jahr habe ich den Baum noch in diese aktuelle Schale umgetopft - an den Wurzeln habe ich natürlich nichts gemacht. Das Totholz und die Saftbahn noch gereinigt. Totholz noch mit Jinmittel bestrichen und das wars.
Wann ist eigentlich bei einem Wachholder der Beste Zeitpunkt um den Baum komplett zu drahten und gestalten? Das muss natürlich neu gemacht werden. Aufjedenfall nicht mehr so einen flachen "Schirm"
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LG
Patrik

majoka
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Re: Juniperus Sabina aus Spanien

Beitrag von majoka » 13.09.2019, 15:15

Hallo Patrick,
da ich selbst seit 3 Jahren eine solche sabina aus Spanien habe finde ich deinen Beitrag sehr interessant. Als Gestaltungsbeitrag habe ich mal gewagt folgende Editierung vorzunehmen:
Der Baumstamm folgt einer schönen zick-zack Linie, die nach oben hin breiter wird. Im Moment wirkt der Baum kopflos auf mich, daher würde ich eine abschließende, geschlossene Krone in Form eines Schirms anstreben. Vielleicht nicht ganz so breit wie ich eingezeichnet habe, aber mit diesem Material. Vielleicht auch etwas links lastig, von rechts nach links fallend, entsprechend der Stammform. Als Gegengewicht könnte man rechts der roten Linie folgend, den Ast entsprechend dem grünen Pfeil nach unten ziehen, und zwar so, daß der vordere Ast unter den Stamm nach vorne diesen umschlingt. Auf linker Seite finden sich noch 2 starke Äste, die nach unten gezogen 2 Etagen bilden könnten und zur abschließenden Schirmkrone vermitteln.

Insgesamt erscheint mir der Baum aber noch recht "schütter". Dieses Problem hatte ich mit meinem im 2. Jahr und bin in diesem Jahr dazu übergegangen ihn zu "mässten". Mein Ausgangssubstrat hatte bereits gut 30-40% organisches Material und ich habe ihm Frühjahr 4 Guanosticks und im August nochmal 3 dazu gesteckt. Standort ist eine Südseite, wobei die Schale etwas abgeschattet steht, damit die sich nicht aufheizt; stets feucht gehalten. Ich denke so lange ein Baum nicht ausgereift ist sollte das Substrat reichhaltig sein (habe irgendwo gelesen, daß der Wachholder auch "hungrig" sei). Wenn er arttypisch mit langen trieben spitz auswachsen will, diese dann zurückschneiden.Gruß und viel Glück, da Markus
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