Bewurzlung
Bewurzlung
Hi
Ich habe hier ein paar Serissa Ableger(Unbewurzelt).
Wollte mal wissen was es alles für Bewurzlunstechniken gibt und was die vielversprechendste ist??Wie macht ihr das wenn ihr Stecklinge bewurzelt?
Ich habe hier ein paar Serissa Ableger(Unbewurzelt).
Wollte mal wissen was es alles für Bewurzlunstechniken gibt und was die vielversprechendste ist??Wie macht ihr das wenn ihr Stecklinge bewurzelt?
Liebe Grüße
Thomas
Thomas
Re: Bewurzlung
bei Serissa nie! :DThomas11 hat geschrieben:Hi
Ich habe hier ein paar Serissa Ableger(Unbewurzelt).
Wie macht ihr das wenn ihr Stecklinge bewurzelt?
Aber sonst im späten Frühjahr, kurz bevor die weichen Triebe anfangen auszuhärten.
Erwin
Thomas,
Stecklinge lassen sich meistens recht einfach bewurzeln.
So mache ich das:
Auf den Bildern sind es Forsythienstecklinge.
Da schneidet man sich welche von, wenn sie leicht verholzt sind. Bei Forsythie geht das aber auch noch bis in den September hinein. Unter einer Blattknospe schneidest Du den Steckling schräg, mit einem scharfen Messer ab. Wenn Du möchtest, kannst Du die Schnittstelle noch leicht mit Bewurzelungshormon einstauben (gibt es im Gartenmarkt), ist aber meistens nicht nötig.
Zum Bewurzeln nehme ich Torfquelltöpfchen (auch im Gartenmarkt). Die befüllst Du mit Torf (ohne Dünger). Dann steckst Du Deinen Steckling hinein. Alle Torfquelltöpfchen in eine Schale stellen und mit einer Plastikfolie abdecken. Oder Du kaufst so ein kleines, billiges Gewächshäuschen im Gartenmarkt. Das ganze an einen schattigen, warmen Platz stellen. Die Torfquelltöpfchen haben den Vorteil, man sieht, wann der Steckling Wurzeln gemacht hat.
Stecklinge lassen sich meistens recht einfach bewurzeln.
So mache ich das:
Auf den Bildern sind es Forsythienstecklinge.
Da schneidet man sich welche von, wenn sie leicht verholzt sind. Bei Forsythie geht das aber auch noch bis in den September hinein. Unter einer Blattknospe schneidest Du den Steckling schräg, mit einem scharfen Messer ab. Wenn Du möchtest, kannst Du die Schnittstelle noch leicht mit Bewurzelungshormon einstauben (gibt es im Gartenmarkt), ist aber meistens nicht nötig.
Zum Bewurzeln nehme ich Torfquelltöpfchen (auch im Gartenmarkt). Die befüllst Du mit Torf (ohne Dünger). Dann steckst Du Deinen Steckling hinein. Alle Torfquelltöpfchen in eine Schale stellen und mit einer Plastikfolie abdecken. Oder Du kaufst so ein kleines, billiges Gewächshäuschen im Gartenmarkt. Das ganze an einen schattigen, warmen Platz stellen. Die Torfquelltöpfchen haben den Vorteil, man sieht, wann der Steckling Wurzeln gemacht hat.
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- Überall schöne Wurzeln zu sehen
- Stecklinge-verwurzelt2.jpg (59.74 KiB) 953 mal betrachtet
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- Die Wurzeln schauen aus den Torfquelltöpfchen heraus, also hat es geklappt :-) .
- Stecklinge-verwurzelt.jpg (59.43 KiB) 953 mal betrachtet
Im nächsten Frühjahr nimmst Du dann den Steckling aus dem Quelltopf und schaust Dir die Wurzeln an. Wenn es genügend sind, schneidest Du alle senkrecht wachsenden ab und den Rest kürzt Du leicht ein. Dann pflanzt Du den Steckling in seinen Topf.
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- Nur die flach wachsenden Wurzeln werden erhalten.
- Erster-Wurzelschnitt.jpg (59.71 KiB) 951 mal betrachtet
Re: Bewurzlung
ich hab nen serissa steckling schon zum wurzeln gebracht. is mir allerdings aus anderen gründen eingegangen... vergessen zu giessenErwin Grzesinski hat geschrieben:bei Serissa nie! :D
Gruß
Frank
++++ Gießen: Hessischer Botaniker findet heraus, wie Pflanzen länger leben ++++
Frank
++++ Gießen: Hessischer Botaniker findet heraus, wie Pflanzen länger leben ++++
Im darauf folgenden Jahr wendest Du wieder die gleiche Methode an. Der Wurzelballen ist nun schon um einiges dichter. Durch die sehr frühe Wurzelgestaltung hat der Steckling schon eine leichte Stammverjüngung und einen schönen Wurzelansatz (Nebari). Der Steckling selbst ist auch schon zurückgeschnitten.
So wie auf dem Bild kann ein Forsythiensteckling nach zwei Jahren aussehen.
Der Steckling hat nun sein drittes Jahr hinter sich gebracht. Er hat einen sehr schönen, sich gut verjüngenden Stamm, ein tolles Nebari und ich wette, dass ich, wenn das Bäumchen fünf Jahre alt ist, einen richtig schönen Shohin (Bonsai bis 10 cm) hier zeigen werde.
Also, viel Spaß mit Deinen eigenen Stecklingen im nächsten Frühjahr!
Reiner
So wie auf dem Bild kann ein Forsythiensteckling nach zwei Jahren aussehen.
Der Steckling hat nun sein drittes Jahr hinter sich gebracht. Er hat einen sehr schönen, sich gut verjüngenden Stamm, ein tolles Nebari und ich wette, dass ich, wenn das Bäumchen fünf Jahre alt ist, einen richtig schönen Shohin (Bonsai bis 10 cm) hier zeigen werde.
Also, viel Spaß mit Deinen eigenen Stecklingen im nächsten Frühjahr!
Reiner
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- Der wird was!
- Wurzelbildung-6.jpg (63.79 KiB) 947 mal betrachtet
Hi
Danke für die vielen antworten!!
Ich habe zwar schon öfter stecklinge bewurzelt,wusste aber nie das ich die Wurzeln schon zurück schneiden kann.
Ich habe vor einigen tagen Stecklinge in normale Blumenerde gesteckt und in ein Minigewächshaüschen gestellt.Bis jetzt ist schon einer von vielen bewurzelt.Ich hoffe das noch mehr wurzeln,denn wenn ich früher stecklinge gesteckt habe sind mind. 4 von 5 eingegangen oder haben garkeine Wurzel gezogen.
An was kann es liegen das Stecklinge keine Wurzel ziehen oder einfach eingehen???
Danke nochmal!
Danke für die vielen antworten!!
Ich habe zwar schon öfter stecklinge bewurzelt,wusste aber nie das ich die Wurzeln schon zurück schneiden kann.
Ich habe vor einigen tagen Stecklinge in normale Blumenerde gesteckt und in ein Minigewächshaüschen gestellt.Bis jetzt ist schon einer von vielen bewurzelt.Ich hoffe das noch mehr wurzeln,denn wenn ich früher stecklinge gesteckt habe sind mind. 4 von 5 eingegangen oder haben garkeine Wurzel gezogen.
An was kann es liegen das Stecklinge keine Wurzel ziehen oder einfach eingehen???
Danke nochmal!
Liebe Grüße
Thomas
Thomas
Hallo Thomas
Stecklinge benötigen Bodenwärme, Licht und Luftfeuchtigkeit.
Minigewächshaus ist gut für die Luftfeuchtigkeit (gespannte Luft)
Einmal am Tag Deckel abnehmen und das Kondenswasser
abtropfen lassen.
Bodenwärme und Licht heisst auf dem Fensterbrett über der
Heizung.
Wichtig ist der Schnitt des Stecklings.
Schneide die Stecklinge ab und setze sie vorübergehend
in ein Glas Wasser, dann jeden einzeln herausnehmen
und mit dem schärfsten Messer was Du hast den Steckling
schräg anschneiden danach in das Substrat.
So schräg wie Du abgeschnitten hast, so schräg sollte
der Steckling stehen. Für einen aufrechten Steckling
mache 2 Schrägschnitte.
Das Substrat (Erde) sollte möglichst wenig Dünger enthalten,
sonst kann der Steckling faulen und bildet wenig oder kaum
Wurzeln. Die Erde sollte locker sein. Luft ist für die
Wurzelbildung sehr wichtig. Wenn Du Schimmel entdeckst
sofort den Steckling entfernen. Schimmel macht sich
meist als "heller, wattiger Bereich" bemerkbar.
Wenn sich oberirdisch neues Wachstum (hellgrüne Blätter)
bemerkbar macht bilden sich unterirdisch die ersten Wurzeln.
Sehr wichtig ist das scharfe Messer da Du sonst
den Stengel quetscht und diese Steckling gehen ein.
Viel Spass mit Deinem neuen Hobby
Dieter
Stecklinge benötigen Bodenwärme, Licht und Luftfeuchtigkeit.
Minigewächshaus ist gut für die Luftfeuchtigkeit (gespannte Luft)
Einmal am Tag Deckel abnehmen und das Kondenswasser
abtropfen lassen.
Bodenwärme und Licht heisst auf dem Fensterbrett über der
Heizung.
Wichtig ist der Schnitt des Stecklings.
Schneide die Stecklinge ab und setze sie vorübergehend
in ein Glas Wasser, dann jeden einzeln herausnehmen
und mit dem schärfsten Messer was Du hast den Steckling
schräg anschneiden danach in das Substrat.
So schräg wie Du abgeschnitten hast, so schräg sollte
der Steckling stehen. Für einen aufrechten Steckling
mache 2 Schrägschnitte.
Das Substrat (Erde) sollte möglichst wenig Dünger enthalten,
sonst kann der Steckling faulen und bildet wenig oder kaum
Wurzeln. Die Erde sollte locker sein. Luft ist für die
Wurzelbildung sehr wichtig. Wenn Du Schimmel entdeckst
sofort den Steckling entfernen. Schimmel macht sich
meist als "heller, wattiger Bereich" bemerkbar.
Wenn sich oberirdisch neues Wachstum (hellgrüne Blätter)
bemerkbar macht bilden sich unterirdisch die ersten Wurzeln.
Sehr wichtig ist das scharfe Messer da Du sonst
den Stengel quetscht und diese Steckling gehen ein.
Viel Spass mit Deinem neuen Hobby
Dieter
- Stefan K.
- Beiträge: 1696
- Registriert: 07.01.2004, 13:34
- Wohnort: Österreich, Tirol südl. von Innsbruck
Thomas11 hat geschrieben: Ich habe vor einigen tagen Stecklinge in normale Blumenerde gesteckt und in ein Minigewächshaüschen gestellt.Bis jetzt ist schon einer von vielen bewurzelt.
du hast vor einigen Tagen gesteckt ?
und
einer ist bewurzelt.
Woher weisst du das ?
Ich hab Spass !
grüsse aus tirol stefan
grüsse aus tirol stefan
Da muß man aber noch anmerken, daß Forsythien außergewöhlich leicht Wurzeln schlagen. Das sind ganz zähe Pflanzen, die man praktisch durch nichts kapput machen kann.Reiner hat geschrieben:Auf den Bildern sind es Forsythienstecklinge.
Generell ist das Bewurzeln der Stecklinge und deren Erfolg bei den verschiedenen Baum-/Strauch-Arten sehr unterschiedlich.
Grüße! Ingolf
@Stefan.K
Ich habe bei einem meiner Töpfe in meinem Gewächshäuschen gesehen das Trauermücken aus der Erde kamen.das konnte für mich nur eins heissen,nämlich das dort Trauermückenlarven sein müssen und diese fressen Erde und auch die Stecklinge.ich habe bei allen anderen Töpfen und Stecklingen nachgeschaut,ob sie vielleicht schon angefressen sind und da habe ich festgestellt das einer der Stecklinge Bewurzelt ist. :D
Ich habe bei einem meiner Töpfe in meinem Gewächshäuschen gesehen das Trauermücken aus der Erde kamen.das konnte für mich nur eins heissen,nämlich das dort Trauermückenlarven sein müssen und diese fressen Erde und auch die Stecklinge.ich habe bei allen anderen Töpfen und Stecklingen nachgeschaut,ob sie vielleicht schon angefressen sind und da habe ich festgestellt das einer der Stecklinge Bewurzelt ist. :D
Liebe Grüße
Thomas
Thomas


