zu warm?

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Erwin
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Re: zu warm?

Beitrag von Erwin » 11.01.2020, 09:28

Bei mir ist es mit dem Austrieb noch nicht soo arg.
Aber die Flechten sind förmlich explodiert; passt mir überhaupt nicht. An meiner Zelkowe haben die zu mindest nichts zu suchen. Wenn ich die machen lasse, sind die Äste in zwei Jahren komplett grün und in vier Jahren tot?
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Bei der Lärche stört mich das nicht ganz so sehr, aber es ist schon deutlich zuviel vom dem Zeug.
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Wenn man genau hinsieht, ist der Bewuchs schon schön....
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Ich denke, ich besorg mir schon mal eine scharfe Zahnbürste. :roll:

Erwin


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schwarzerkobold
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Re: zu warm?

Beitrag von schwarzerkobold » 11.01.2020, 09:34

Sanne hat geschrieben:
09.01.2020, 21:30
Habe eben noch ein uraltes Foto von Januar 1979 gefunden. Da war ich auf einem zugefrorenen See geschlittert und es gab noch richtige Winter.
Sanne ich erinnere mich gut an den Winter 78/79 da lag über Nacht 1 m Neuschnee und ich bin mit dem Schlitten für meine Mutter einkaufen gegangen. Ich versank, Schlitten auch, dennoch schaffte ich es zum nächsten Supermarkt. Gähnende Leere, kaum Waren da. An dem Tag habe ich, fast noch ein Kind, mein erstes selbstgebackenes Brot gemacht, um die Familie zu versorgen, weil es nichts mehr zu kaufen gab. Der Schnee hielt sich in aufgetürmten Massen noch 3 Wochen.

Aktuell sind's hier 6 Grad mit Nachttemperaturen zwischen 1 und 5 Grad. Hatten aber auch leichten Frost im Laufe der Wochen. Hielt nicht lang. Mit den Gewächshäusern ist es immer so eine Sache, wenn's mal sonnig ist, heizt sich das natürlich innen auf. Bei mir überwintert alles draussen mit leichtem Schalenschutz. Die Ahörner genauso wie die Flaumeiche. Bisher war das nie ein Problem. Bei stärkerem Frost decke ich dann den ganzen Baum noch mit Vlies ab. Ich habe in 25 Jahren nur einen Baum im Winter verloren. Das war allerdings schmerzhaft, ein schon recht reifer Deshojo :(
バイバイ baibai
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In jedem Baum wohnt ein Geist und sein Wohlergehen zu beeinträchtigen, belastet die Stätte mit Unglück...aus Asien.

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Re: zu warm?

Beitrag von Heike_vG » 11.01.2020, 12:07

Hallo Erwin,
bei mir ist der Grünbelag und Flechtenbewuchs auch an vielen Bäumen ziemlich heftig geworden. Ich bin zurzeit auch dabei, meine Bäume alle zu säubern, im Zuge der winterlichen Pflegemaßnahmen.
Erwin hat geschrieben:
11.01.2020, 09:28
Aber die Flechten sind förmlich explodiert; passt mir überhaupt nicht. An meiner Zelkowe haben die zu mindest nichts zu suchen. Wenn ich die machen lasse, sind die Äste in zwei Jahren komplett grün und in vier Jahren tot?
Wenn die Flechten ungehindert weiterwuchern, legen sie sich auch über die Knospen, die dann nicht mehr austreiben. Deswegen sollte man das Zeug wirklich besser entfernen.
Erwin hat geschrieben:
11.01.2020, 09:28
Ich denke, ich besorg mir schon mal eine scharfe Zahnbürste. :roll:
Mit der Zahnbürste ist das schon ganz schön mühsam! Am besten geht das Zeug mit dem Hochdruckreiniger weg. Wenn man Bäume mit glatter Rinde hat, geht das richtig gut. Für größere Bäume mit vielen Zweigen nehme ich den normalen großen Kärcher. Allerdings muss man aufpassen, dass jetzt, wo die Knospen schon recht dick werden, die Knospenhüllen nicht weggeblasen werden. Und nicht zu lange hart auf dieselbe Stelle halten, um die Rinde nicht zu beschädigen.
Für filigranen Kleinkram habe ich diesen kleinen Bonsai-Hochdruckreiniger von Samurai (William Vlaanderen, Niederlande), da schafft man zwar keine Flächen mit, aber sehr gut kleine feine Sachen und Totholzreinigung. Damit kann man auch gezielt die Stämme und Äste von Immergrünen reinigen, ohne das Laub zu demolieren. Leider kann man mit dem kleinen Gerät immer nur recht kurz arbeiten und muss es dann wieder abkühlen lassen. Das ist irgendwie noch nicht ausgereift.
Bei Bäumen mit schön ausgeprägter schuppiger Rinde, die man nicht beschädigen will, ist es am schonendsten, mit feinen Schnitzwerkzeugen vorsichtig die gröbsten Flechten abzukratzen und dann etwas wie den ehemals bekannten Biotreecleaner oder verdünnten Essig aufzupinseln.

Liebe Grüße,
Heike
Ein halber Schritt in die richtige Richtung ist oftmals ein Reinfall...

AK Hamburg & Umland

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Erwin
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Re: zu warm?

Beitrag von Erwin » 11.01.2020, 12:55

Hallo Heike,

vielen Dank für die hilfreichen Tipps.
Das müsste ich mal ausprobieren, aber zeitlich ist das jetzt gerade sehr ungünstig....der Keller ruft. Im Moment habe ich eine Menge Arbeit vor der Brust.

Vielleicht probiere ich es doch erst einmal mit der Zahnbürste. Oder eine Messingbürste aus dem KFZ-Bereich. Dann kann ich nämlich nach einer halben Stunde aufhören und ein anderes Mal weitermachen. Wenn ich erst den Kärcher raushole und anschließe, muss ich das dann auch fertig machen. Fünf Mal anfangen ist da blöd.

Erwin

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Re: zu warm?

Beitrag von schwarzerkobold » 11.01.2020, 13:51

Zahnbürste klappt super


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Re: zu warm?

Beitrag von bonsaiheiner » 15.01.2020, 14:13

Heute 15° und strahlende Sonne, ein strahlender Vorfrühlingstag!!
Ein Radomoderator frozzelt bereits, dass einige Kommunen in der Gegend überlegen, die Freibadsaison vorzeitig zu eröffnen.
Aber Vorsicht!--
"Ist der Paulustag gelinde, folgen oft noch raue Winde"
Und Eis, möchte ich hinzufügen.
Leute passt auf, dass Euch die Bäume nicht verrecken, wie vor Jahren, als auf sehr milde Januar- und Februartage Väterchen Frost noch erbarmungslos im Spätfrühling zuschlug und so manche Bonsaihoffnung begrub!
Ein Tag ohne Beschäftigung mit Bonsai ist ein verlorener Tag!

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Re: zu warm?

Beitrag von VolkerM » 15.01.2020, 16:49

@ Erwin,...., wenn mal der Keller nicht ruft (eine für mich ist ja auch noch in der Mache 😀) raus in den Garten mit den Bürsten.....bei mir war es die Zahnbürste und eine feine weiche Messingbürste.....gute Viertelstunde und fertig.
Bis denne und frohes Schaffen
Volker
P.S. Sogar aus dem Meisenknödel sprießts....
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Bis denne Volker

Ein fallender Baum macht mehr Lärm
als ein wachsender Wald.

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Re: zu warm?

Beitrag von espanna » 15.01.2020, 19:05

Ich / wir benutzen schon seit einigen Jahren Elektrische Zahnbürsten im Badezimmer. Warum auch immer, habe ich nach paar Jahren an der Rückseite der Zahnbürste schwarze Flecken. Diesen Teil kann ich auch nicht wirklich saubermachen, also habe ich den für die Bonsai eingespannt. Die Bürstenköpfe muss Mann eh immer wieder wechseln und die Verbrauchten sind für meine Zwecke noch gut genug.
Ich kann es nur empfehlen -> geht wirklich easy- peasy :)

P.s.: vorm Haus haben wir schon Schneeglöckchen :-D
Gruß
László

"Wer arbeitet, macht Fehler."
Alfred Krupp

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Re: zu warm?

Beitrag von grüner_hesse » 15.01.2020, 21:37

Geil László, ich dachte ich wäre der einzige Verrückte, der die Idee mit der ausgedienten elektrischen Zahnbürste hatte :mrgreen:

Bei uns in der Mitte ist es ähnlich frühlingshaft, Rose und Quitten wollen langsam loslegen. Zum Glück hab ich keine Sonne auf mein Winterquatier, im Schatten klettern die Temperaturen nicht ganz so arg in die Höhe. Der Winter wird irgendwann kommen und die Bäumen haben kaum Frosthärte. Oder bauen diese vielleicht sogar schon wieder ab. Mir bereitet dieses Wetter in vielerlei Hinsicht Unbehagen...

viele Grüße
Benny

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Re: zu warm?

Beitrag von migo » 15.01.2020, 22:48

Bei meiner Lärche war ich auch mal mit der Zahnbürste am Werk. Es stellte sich heraus, dass die Flechten am leichtesten abgingen, wenn alles schön trocken war.
Tschüüss, Michael

Schützt unsere Wälder, eßt mehr Biber!

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