Fibotherm/Kokoserde Organisch düngen?!

Spezielle Baumpflege z.B. düngen, umtopfen, Erden, ein- und auswintern, Pflanzenschutz
FlorianKirsch89
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Re: Fibotherm/Kokoserde Organisch düngen?!

Beitrag von FlorianKirsch89 »

Hm naja das kann ich dir jetzt auch nicht so ganz genau sagen warum. Ich hatte halt das Video von Detlef Römisch gesehen. Der mischt 10:3 bzw. 10:4 Teile. Ich weiß meine mische die ich gemacht habe wäre ein Verhältnis 10:5.
Ich habe halt auch bisschen an den Sommer gedacht weil ich bisschen schiss habe das ich mit dem Gießen nicht so ganz hinterher komme. Darf ich dich fragen wie oft du gießt? Also Sommer/Frühling/Winter.
Und welches Bio Trissol verwendest du?


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kressevadder
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Re: Fibotherm/Kokoserde Organisch düngen?!

Beitrag von kressevadder »

Ich gieße jeden Tag, wenn es nicht ausgiebig regnet.

Falls du merkst, das es mit dem Gießen bei dir knapp wird, kannst du im Sommer jederzeit deine Pflanzen in einen größeren Behälter stellen und z.B. mit Spaghnum auffüllen. Dann für die Zukunft dein Substrat so anpassen, das es zu dir passt.

Ich glaube ich hab das letzte mal das für Tomaten genommen - ist aber auch nicht so wichtig :-D
Ich fordere einen BioGreenHealthGenderPoliticalCorrectness freien Tag pro Woche - Erholung muß sein!

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FlorianKirsch89
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Re: Fibotherm/Kokoserde Organisch düngen?!

Beitrag von FlorianKirsch89 »

Okay danke für die Info:) aber generell sprich auch für den Winter kann man denke ich sagen Das man wieder gießen kann wenn das Substrat Oberflächlich trocken aussieht oder? Wobei mir schon jetzt bei dem Substrat aufgefallen ist das an der Oberfläche das Fibotherm relativ schnell trocknet sprich heller wird aber die Kokosstücke dazwischen noch feucht sind also relativ dunkel.

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Bonsai-Abbing
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Re: Fibotherm/Kokoserde Organisch düngen?!

Beitrag von Bonsai-Abbing »

Mehr als 15 Prozent Kokoserde würde ich nicht beimischen. 12-15 Prozent sind bei mir genau passend. Liegt natürlich auch immer an der Wohngegend.
Liebe Grüße
Frank *up*

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FlorianKirsch89
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Re: Fibotherm/Kokoserde Organisch düngen?!

Beitrag von FlorianKirsch89 »

Ok hm na gut, dann habe ich wohl etwas viel drin:( Einige Bäumchen stehen jetzt in diesem Substrat, werde damit jetzt erstmal meine Erfahrungen machen müssen wie es sich verhält.

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espanna
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Re: Fibotherm/Kokoserde Organisch düngen?!

Beitrag von espanna »

Hallo Florian,

Was noch nicht erwähnt wurde, aber äußerst wichtig ist;
-> um welche Art geht es?
-> wie Groß ist dein Baum?
-> wieviele Äste bzw. Blätter hat er?
-> wie sind die Wurzeln entwickelt?
-> wie groß ist die Schale?

Das sind die Fragen die du dir stellen solltest!
Gruß
László

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Re: Fibotherm/Kokoserde Organisch düngen?!

Beitrag von FlorianKirsch89 »

Hallo

Also in diesem Substrat was ich beschrieben habe stehen im Moment die je diesem Bild zu sehenden Jungpflanzen, diese sind bis auf 2 Ausnahmen alle unter 5 Jahren alt.
Feldahorn, Felsenahorn, Bergahorn (10 Jahre), Urweltmammutbaum, Himalaja Zeder und eine Japanische Lärche die 7 Jahre alt ist. Die Schalen sind bis auf die 6 Teichpflanzkörbe alle rund und haben einen Durchmesser von rund 20 cm.

Gruß Florian

FlorianKirsch89
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Re: Fibotherm/Kokoserde Organisch düngen?!

Beitrag von FlorianKirsch89 »

So hier ist das Bild von den Bäumchen:)
Dateianhänge
Screenshot_20200326-140111_Gallery.jpg
Screenshot_20200326-140111_Gallery.jpg (46.6 KiB) 316 mal betrachtet

FlorianKirsch89
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Re: Fibotherm/Kokoserde Organisch düngen?!

Beitrag von FlorianKirsch89 »

Ups habe 2 Bäume unterschlagen, Feuerahorn und ein Chinesischer Wachholder ist noch dabei.

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espanna
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Re: Fibotherm/Kokoserde Organisch düngen?!

Beitrag von espanna »

Hallo Florian,

Bei keinem der Bäume brauchst du mehr als 20 % Kokosfasern.
Ich habe das vor paar Jahren auch falsch gemacht und min. Eine Wachstumsperiode verloren. Zum Glück habe ich rechtzeitig gehandelt (Bäume ausgeschüttelt, faule Wurzeln ab, neues Substrat mit ca. 10 % drunter) und die Bäume überlebten.
Ich drücke dir die Daumen!
P.s.: EIne hübsche Auswahl hast du da👍
Gruß
László

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Re: Fibotherm/Kokoserde Organisch düngen?!

Beitrag von FlorianKirsch89 »

Hallo:)

Jetzt muss ich aber mal so im Gegenzug fragen, wieviel Kokosfasern hast du denn bei deinen Bäumen damals zuerst untergeschmischt? Und wieviel hast du gegossen?
Also ich bin noch kompletter Anfänger davon mal abgesehen, aber ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen das 13 Prozent mehr Kokoserde sprich 20-33 Prozent den tot der Bäumchen bedeuten soll. Die eine Wachstumsperiode hat es dich sicherlich gekostet weil du nach einem Jahr nochmals umtopfen musstest?

Gruß Florian

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Re: Fibotherm/Kokoserde Organisch düngen?!

Beitrag von FlorianKirsch89 »

Woran orientiert ihr euch bei dem Fibotherm welcher Zeitpunkt der richtige ist zum gießen? Ich finde man sieht ganz schwierig ob das Substrat komplett trocken ist oder noch etwas feucht ist. Hab bis jetzt immer ein bisschen von der Substratoberfläche mit dem Finger zur Seite gemacht und darunter geschaut. Die Oberfläche an sich trocknet ja extrem schnell ab.

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espanna
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Re: Fibotherm/Kokoserde Organisch düngen?!

Beitrag von espanna »

Hallo Florian,

Ich habe damals mit sehr großem Interesse Walter Palls Thread gelesen und dachte mir das kann ich auch!
Was dort nicht steht, ist aber auf seinen Bildern gut sichtbar, dass er große-, gut bewurzelte Bäume in ziemlich kleinen-, flachen Schalen hat. Da fährt er mit 20 % Organischem (kann ja auch Torf, Holzkohle, Pinienrinde..... oder deren Mischung sein) mit feiner Körnung sehr gut.
Ich hatte Bäume, meist Yamadori mit wenig Wurzeln, wenig Blättern in großen Töpfen. Das führte dazu, dass die Bäume zu lange feucht standen, die Töpfe bzw. Das Substrat nicht warm wurde wodurch wenig Wurzelwachstum zu Stande kam, denn die Brauchen Wärme und Luft. Die Bonsai-Anwärter litten. Bei einigen Bäumen hatte ich sogar Wurzelfäule.
Das kann man umgehen indem man weniger Organisches nimmt (, oder X1.)
Natürlich muss man auch sehen wo man wohnt. Hier bei uns in Bremen regnet es in der Regel nicht selten :lol:
Dazu kommt auch das eigene Gießverhalten, wann habe ich die Möglichkeit, die Zeit zu gießen (1-2-3-4-mal am Tag).
Der Standort der Bäume ist auch ein Faktor; sonnig, schattig.
Es ist recht komplex und was bei mir funktioniert muß bei dir nicht funktionieren und umgekehrt. Da müssen wir alle unsere eigenen Erfahrungen sammeln. Wenn ich / wir dir hier ein wenig weiterhelfen können, ist das doch gut und der Rest kommt mit der Zeit.

Gießen;
-Die Töpfe vor dem gießen und danach anheben. Mit der Zeit merkst du es.
-Stäbchen Methode; Holzspieß reinstecken, eine rauchen gehen, schauen bis wann der Spieß nass ist.
-Oberfläche wegschaben, 1-2-3 cm (je nach Topf) nass nicht gießen.
-Pauschal zu gießen, wie Walter es beschreibt kann ich nur mit der Bewässerungsanlage wenn ich nicht Zuhause bin, sonst schaue ich lieber.
-> was passiert eigentlich wenn du nicht gießt? Die ersten Bäume werden irgendwann die Blätter hängen lassen, die kannst du als „Indikatorbäume“ bezeichnen, dann gießt du ausgiebig, bis das Wasser aus den Abzugslöchern kommt und in eine halben Stunde ist alles wieder fein. ICH habe am Anfang sicher auch zu viel gegossen, denn hujujuj die brauchen Wasser. X2

X1;
Mittlerweile mache ich in meine Schalen ganz unten als zusätzliche Drainage Fibotherm 4-8 mm ohne Zusätze, darauf kommt dann die Mischung. Bei ganz großen Pötten mit Yamadori habe ich auch schon öfter nur dies 4-8 mm genommen. In der Zukunft werde ich die ganz großen Schalen unten mit Styrodur Stückchen á la Herbert Aigner ausfüllen, das sorgt dann zusätzlich für Wärme.

X2;
Gießen;
Erstmal die Oberfläche anfeuchten, damit es Wasser aufnehmen / durchlassen kann und erst dann in der 2. Runde ergiebig gießen. Wichtig; erst nach dem RICHTIGEN gießen mineralisch düngen! (Sonst können die Wurzeln verbrennen)

Ich hoffe, dass es einigermaßen verständlich ist!
Viel Spaß mit dem tollen Hobby, Kopf hoch und Augen auf! Die Pflanzen zeigen uns meistens was die wollen 😉
Gruß
László

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Re: Fibotherm/Kokoserde Organisch düngen?!

Beitrag von FlorianKirsch89 »

Hallo und erstmal vielen Dank für diese gute ausgibiege Erklärung:)

Ja es ist wirklich zum Anfang alles nicht so einfach und auch nicht so einfach zu verstehen (nicht auf deinen Text jetzt bezogen, den habe ich verstanden:)

Also könnte ich das ruhig mal ausprobieren das ich mal nicht gieße und schaue was passiert ohne das ich damit gleich schaden anrichte?
Ich glaube das größte Problem sind auch viele Sachen die im Internet stehen, auch auf manchen Seiten. Ich habe z.B gelesen man solle bloß die Wurzeln nicht austrocknen lassen. Da stellt sich mir aber doch die Frage, wenn ich schon so lange nicht gegossen habe das die Blätter sogar schon hängen, dann wird in dem Substrat auch kein tröpfchen Wasser mehr drin sein, das heißt die Wurzeln liegen ja in dem Moment auch trocken.

Wie schnell können denn Wurzeln sterben wenn sie ohne Wasser sind, also sprich das Substrat ist komplett ausgetrocknet?
Und noch etwas was ich nicht verstehe, warum sterben Wurzeln von Bäumen die in der freien Natur stehen wenn sie dauerhaft Nässe ausgesetzt sind. Beste Beispiel. Kleiner Teich hier bei mir in der Nähe. Dort stehen einige verschiedene Baumarten direkt am Rand des Teiches. Ende des Jahres steigt das Wasser soweit an das diese komplett im Wasser stehen, locker für 4 oder 5 Monate. Aber den Bäumen scheint das gar nichts zu machen. Wenn man das selbe mit einem Baum in der Schale machen würde dann wäre diese innerhalb kürzester Zeit dem Tode geweiht.

Zum Thema Drainageschicht. Ich habe bislang für alle Bäume Basalt Split genommen als Drainageschicht, ist das ok? Und sollte man trotz eines so durchlässigen Substrat noch so eine Schicht machen?

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mydear
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Re: Fibotherm/Kokoserde Organisch düngen?!

Beitrag von mydear »

espanna hat geschrieben:
27.03.2020, 22:40
Ich habe damals mit sehr großem Interesse Walter Palls Thread gelesen und dachte mir das kann ich auch!
Was dort nicht steht, ist aber auf seinen Bildern gut sichtbar, dass er große-, gut bewurzelte Bäume in ziemlich kleinen-, flachen Schalen hat. Da fährt er mit 20 % Organischem (kann ja auch Torf, Holzkohle, Pinienrinde..... oder deren Mischung sein) mit feiner Körnung sehr gut.
Ich hatte Bäume, meist Yamadori mit wenig Wurzeln, wenig Blättern in großen Töpfen. Das führte dazu, dass die Bäume zu lange feucht standen, die Töpfe bzw. Das Substrat nicht warm wurde wodurch wenig Wurzelwachstum zu Stande kam, denn die Brauchen Wärme und Luft. Die Bonsai-Anwärter litten. Bei einigen Bäumen hatte ich sogar Wurzelfäule.
Hallo Lászlò,

genau so ging es mir auch. Vor allem die Substrate mit Kokosfasern führten gerne zu Wurzelfäule oder deutlich schlechterem Wachstum. Seitdem reduziere ich organische Anteile oder nehme nur Akadama-Anteile. Die schnell abtrocknenden Pflanzen bekommen einen Standort an der Nordseite, dazu ein Moospolster, Sphagnummoos und/oder einen lavagefüllten Untersetzer.

Ein weiteres Problem ist Gießen während mehrtägiger Abwesenheit oder Urlaub. Da wird anfangs zu spät oder gar nicht gegossen. Wenn dann die Blätter der Laubbäume traurig runterhängen wird dann in der Folge nur noch nass gehalten. Wenn ich zurückkomme sind bisweilen einige Trockenschäden wie abgestorbene Gipfel, Triebe zu erkennen. Doch fast alle Pflanzen haben Zeichen von Überwässerung, wachsen in der Folge schlecht. Es hilft auch nicht zu sagen, dass manche Pflanzen weniger gegossen werden sollen. Mittlerweile habe ich eine zuverlässige Urlaubsvertretung gefunden, das führt zu völliger Entspannung im Urlaub.

Grüße
Rainer
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