Frage an unsere Mame-Spezialisten
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Bezüglich der Vorbereitung eines zukünftien Mame stellt sich mir folgende Frage:
Wird ein Mame genau wie seine großen Brüde zuvor in einer "Kiste" (will heißen einem weit größeren Pflanzgefäß) vorkultiviert oder pflanzt man ihn gleich in die für ihn vorgesehene, entsprechend kleine Schale?
Wird ein Mame genau wie seine großen Brüde zuvor in einer "Kiste" (will heißen einem weit größeren Pflanzgefäß) vorkultiviert oder pflanzt man ihn gleich in die für ihn vorgesehene, entsprechend kleine Schale?



- Kränzle S.
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Servus Ulf,
man geht vor wie bei den Größeren, also erstmal wachsen lassen und dann, nach und nach Gestalten.
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- Dieses war 2001 ein Steckling.Höhe ab Schalenrand 15 cm.
- Fuchsie05_05.jpg (7.06 KiB) 2315 mal betrachtet
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- Ein Bild von 2003, leider habe ich keines von Anfang an.
- Fuchsie05_03.jpg (11.61 KiB) 2315 mal betrachtet
- Kränzle S.
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Hallo Ulf,
das kommt hauptsächlich auf deinen Ehrgeiz an.
In kleinen Schalen kultivierte Sämlinge oder Stecklinge brauchen um ein vielfaches länger, einen interessanten Stamm zu bilden, als die Brüder in der grossen Kiste oder im Freiland. Ich hab 12Jahre alte Ulmenstecklinge in kleinen Schalen gesehen, die hatten nicht mal Bleistiftstärke.
In japanischen Berichten hab ich Mame gesehen die seit 35Jahren in Familienbesitz und aus Samen gezogen waren. Ich sag nur "boaaahr" waren die geil.
Aber die meisten schönen Mame, die ich persönlich gesehen hab, waren aus grösseren Bäumen entstanden. Die Krone wurde dabei immer aus den unteren Ästchen neu aufgebaut.
Man hat halt den Vorteil, daß der Stamm und Wurzelansatz von Anfang an recht kräftig sein kann. In 2-3 Schritten wird dann der Wurzelbereich so stark reduziert, daß er in eine geeignete Schale passt. Und so hat man in 5-6 Jahren einen Baum, der aus Samen gezogen, mindestens 20Jahre und länger dauern würde.
Wie gesagt, gehen tut beides.
Gruss Majo
das kommt hauptsächlich auf deinen Ehrgeiz an.
In kleinen Schalen kultivierte Sämlinge oder Stecklinge brauchen um ein vielfaches länger, einen interessanten Stamm zu bilden, als die Brüder in der grossen Kiste oder im Freiland. Ich hab 12Jahre alte Ulmenstecklinge in kleinen Schalen gesehen, die hatten nicht mal Bleistiftstärke.
In japanischen Berichten hab ich Mame gesehen die seit 35Jahren in Familienbesitz und aus Samen gezogen waren. Ich sag nur "boaaahr" waren die geil.
Aber die meisten schönen Mame, die ich persönlich gesehen hab, waren aus grösseren Bäumen entstanden. Die Krone wurde dabei immer aus den unteren Ästchen neu aufgebaut.
Man hat halt den Vorteil, daß der Stamm und Wurzelansatz von Anfang an recht kräftig sein kann. In 2-3 Schritten wird dann der Wurzelbereich so stark reduziert, daß er in eine geeignete Schale passt. Und so hat man in 5-6 Jahren einen Baum, der aus Samen gezogen, mindestens 20Jahre und länger dauern würde.
Wie gesagt, gehen tut beides.
Gruss Majo
Hallo Ulf
Der abgebildete Ahorn ist 11 Jahre alt Ich habe in als 1jähriges Pflänzchen bekommen und mit wurzelschnitt (alle Wurzeln auf einer Höhe)
in den Acker gesetzt.Durchtreiben lassen und auf die tiefstmögliche Stelle
einkürzen Wiederholen bist die Stammstärke erreicht ist.Dann in eine
kleinere Anzuchtschale und die Äste und Krone aufbauen.
Die abgebildete Lärche ist 20 Jahre alt und stand immer in einer Schale.
Mame wurde sie durch rigoroses umgestalten
mfg Bodo.P.
Der abgebildete Ahorn ist 11 Jahre alt Ich habe in als 1jähriges Pflänzchen bekommen und mit wurzelschnitt (alle Wurzeln auf einer Höhe)
in den Acker gesetzt.Durchtreiben lassen und auf die tiefstmögliche Stelle
einkürzen Wiederholen bist die Stammstärke erreicht ist.Dann in eine
kleinere Anzuchtschale und die Äste und Krone aufbauen.
Die abgebildete Lärche ist 20 Jahre alt und stand immer in einer Schale.
Mame wurde sie durch rigoroses umgestalten
mfg Bodo.P.
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- 61.Lüdensch.2.JPG (68.76 KiB) 2192 mal betrachtet
Hallo Ulf,
wie ich einen Mame- oder Shohinbonsai vorbereite, hatte ich schon öfters geschrieben. Meiner Meinung nach klappt das am besten in Teichpflanzkörben. Wichtig für diese Art Bonsai ist ja ein perfekter Wurzelballen. Diesen sollte man also von Anfang an trainieren. Im Teichpflanzkorb wächst ein enorm dichter Wurzelballen innerhalb eines Jahres. DIesen kann man im Frühjahr, beim Umtopfen, dann sorgfältig gestalten.
Dieser Forsythiensteckling soll so, wie mit den Linien dargesttellt, gekürzt werden. Letztes Jahr wurde nur das zweite Stämmchen entfernt.
wie ich einen Mame- oder Shohinbonsai vorbereite, hatte ich schon öfters geschrieben. Meiner Meinung nach klappt das am besten in Teichpflanzkörben. Wichtig für diese Art Bonsai ist ja ein perfekter Wurzelballen. Diesen sollte man also von Anfang an trainieren. Im Teichpflanzkorb wächst ein enorm dichter Wurzelballen innerhalb eines Jahres. DIesen kann man im Frühjahr, beim Umtopfen, dann sorgfältig gestalten.
Dieser Forsythiensteckling soll so, wie mit den Linien dargesttellt, gekürzt werden. Letztes Jahr wurde nur das zweite Stämmchen entfernt.
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- Shohin02.jpg (49.76 KiB) 2027 mal betrachtet
Nach dem entfernen des Stämmchens sieht man schon gut die erste Stammverdickung am Nebari. Zum erneuten Eintopfen wurden die Wurzeln das erste mal getrimmt. Den Wurzelballen sollte man von Anfang an sehr schmal halten.
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- Shohin04.jpg (36.58 KiB) 2021 mal betrachtet
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- Shohin03.jpg (24.54 KiB) 2021 mal betrachtet
Muß es kein Mame sein, sondern vielleicht Shohin, dann kann man die Wurzelentwicklung weiter treiben. Diese Forsythie hat nach fünf Jahren ein 15 cm Nebari entwickelt. Durch den ständigen, sehr eng gehaltenen Wurzelschnitt, wachsen die Wurzeln in Stammnähe immer mehr zusammen und entwickeln sich zu dem beliebten Schildkrötenpanzer.
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- Shohin06.jpg (47.99 KiB) 2013 mal betrachtet
Dieser Feuerahorn soll auch ein Shohin werden. Im Teichpflanzkorb ist die Entwicklung auch zügig vorangeschritten. Dieses Bild ist vom Frühjahr 2005. Über das Jahr hat sich schon eine sehr schöne Stammverdickung im Nebaribereich entwickelt. Der Schnitt der Wurzeln ist der selbe, wie bei den Forsythien.
Reiner
Reiner
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- Shohin08.jpg (49.79 KiB) 2006 mal betrachtet
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- Shohin07.jpg (49.7 KiB) 2006 mal betrachtet


