Ich benutze das Wort "Abhängen" so wie die Silbe "Ab" in dem Wort "abwerten"; also "Ab" in dem Sinne wie "herunter".
Das Ziel ist, lange, unbändige, wirre Triebe oder feine Zweige, mit Hilfe von Massestücken einfach herunter zu ziehen, mit dem Ziel das Spitzenwachstum zu bremsen und im Scheitelpunkt der herunter gebogenen Triebe, Neuaustriebe zu forcieren. Statt sie abzuschneiden tragen diese Triebe immer noch zum Gesamtwachstum der Pflanze bei.
Diese Methode soll z.T. das wesentlich kritischere Drahten oder Herunter-Binden vereinfachen. Außerdem geht es viel schneller und einfacher mit einem dünnen Draht und kleine Gewichte (in meinem Fall verwende ich diverse Muttern von M8 bis M12) herunter zu ziehen.
Da ist man je nach Anzahl der Triebe in wenigen Minuten mit dem "Gestalten" eines Baumes fertig.
Ein endgültiges Einkürzen dieser hängenden Triebe wird erst mal auf Später verschoben.
Ich habe mit dieser Methode erst im Spätsommer angefangen und kann über die endgültigen Auswirkungen noch keine genaue Auskunft geben. Mich hat die Schnelligkeit und Wirkung absolut begeistert.
Bei einigen Pflanzen können diese Gewichte schon nach einigen Tagen wieder abgenommen werden, um das Weihnachtsbaum- Flair zu beenden.
Begonnen habe ich damit bei Serissa und Coprosma.
Es gibt noch weitere Beispiele; die Fotos werde ich später noch einstellen: z.B. Potentilla und Feldulme.
Bei der Serissa beeinträchtigt diese Triebposition nicht einmal das Blütenwachstum
Noch einen schönen Sonntag, Gruß Heiner
Abhängen von Trieben
Re: Abhängen von Trieben
Ich muss gestehen, dass es besser gewesen wäre, wenn ich mit diesen Maßnahmen schon am Anfang der Vegetationsperiode begonnen hätte. Jetzt kann ich nicht mehr viel erwarten, den der notwendige Zuwachs an Triebstärke, der die neue Position stabilisieren soll, kann jetzt im Herbst nicht mehr entstehen.
Ich bin trotzdem von dieser Methode begeistert und habe mir vorgenommen, in Zukunft keine Triebe ohne besondere Erfordernis abzuschneiden.
Ich wiederhole die Vorteile:
- aus einem Struwwelpeter einen schön frisierten Schopf zu erhalten
- das Spitzenwachstum zu reduzieren
- am Scheitelpunkt in Stammnähe (wichtig) neues Triebwachstum zu erreichen
Hier noch die angekündigten Beispiele:
eine Feldulme (Ulmus minor)
ein Fingerstrauch (Potentilla)
und noch einmal ein gemästeter Serissa-Steckling vom Vorjahr
Gruß Heiner
Ich bin trotzdem von dieser Methode begeistert und habe mir vorgenommen, in Zukunft keine Triebe ohne besondere Erfordernis abzuschneiden.
Ich wiederhole die Vorteile:
- aus einem Struwwelpeter einen schön frisierten Schopf zu erhalten
- das Spitzenwachstum zu reduzieren
- am Scheitelpunkt in Stammnähe (wichtig) neues Triebwachstum zu erreichen
Hier noch die angekündigten Beispiele:
eine Feldulme (Ulmus minor)
ein Fingerstrauch (Potentilla)
und noch einmal ein gemästeter Serissa-Steckling vom Vorjahr
Gruß Heiner
