Hallo,
ich stehe vor einem Problem und suche hier Rat. Seit 2 Jahren habe ich eine Feldulme, diese ist von Flechten(silbrig/grau wie sie auch bei alten Lärchen in der Natur vorkommt) "befallen". die Flechten sitzten in den Blattachseln. Hier nun die Frage dazu,1. ist dieser Befall schädlich? 2. Wie kann ich diesen nachhaltig entfernen?Auf Eure Antworten freue ich mich schon jetzt. Gruß Olli
Flechten sind Epiphyten, keine Parasiten, und daher absolut unschädlich für deinen Baum.
Ganz im Gegenteil: sollten die Flechten bei dir weiter wachsen, dann erfreue dich der sauberen Luft in deiner Gegend. Flechten dienen in dieser Hinsicht auch als hervorragende Bio-Indikatoren.
ChSchulz hat geschrieben:Leben Flechten in Symbiose mit Bäumen, flu
Also Epiphytismus als Mutualismus (Symbiose zu beider Seiten Vorteil) zu bezeichnen führt deutlich zu weit. Eher handelt es sich dabei um Kommensalismus (wörtlich "Tischgenossen"), wobei der Wirt nicht erkennbar vom Gast geschädigt wird, also nur einer von Beiden einen Vorteil aus der Beziehung zieht.
edit:
Nimmt der Epiphytismus aber überhand und der Baum ist genötigt verstärkt Lignin (Holz) zu bilden weil anderenfalls seine Äste unter der Last zusammen brächen, dann muss man die epiphytische Lebensweise auch als Parasitismus bewerten.
Es gibt Autoren, die Epiphyten in jedem Fall als Parasiten ansprechen, weil sie auf Nährstoffpiraterie sind. In den Tropen sind die Stoffumsätze sehr schnell. Laub dass von den Bäumen fällt wird schnell zersetzt und die Nährstoffe werden von dem Baum schnell wieder aufgenommen. Epiphyten, die das herabfallende Laub auf halber Strecke abfangen und für sich selber nutzen entziehen dem Baum so immer mehr Nährstoffe, die erst wieder durch äußere Einträge ergänzt werden müssen.
eigentlich hätt ich auch selbst drauf kommen können (ich hab über die verschiedenen Arten der Symbiose nen Vortrag gehalten)... naja du hast mir auf die Sprünge geholfen