Die zwei Alten (Pinus mugo)
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Hallo Leute,
hier mal was ganz Interessantes. Der Baum ist kein Yamadori, sonder wurde über 20 Jahre in einem Pflanzkübel vor einem Haus bei uns geschnitten. Dann war er aber zu groß und der Besitzer hat mit mir getauscht.
Es war garicht so einfach den Baum da weg zbekommen, weil er eine mächtigen Wurzelballen hatte. Letztes Jahr war er dann fit genug für eine Gestaltung.
Hier habe ich aber wieder erst einmal etwas mehr Grün belassen, weil der Baum ohnehin einen Verlust von ungefähr 2/3 seines Grüns verkraften musste. Das ist für eine Kiefer schon relativ viel. Um dann aber eine optimale Entwicklung zu ermöglichen, lasse ich bei solchen Gestaltungen dann eben zunächst mehr Grün dran als später einmal nötig ist.
Es wäre auch möglich, auf lange Sicht gesehen, nur mit einem der beiden Stämme zu arbeiten, aber das wird die Entwicklung bringen.
Gruß
Martin
hier mal was ganz Interessantes. Der Baum ist kein Yamadori, sonder wurde über 20 Jahre in einem Pflanzkübel vor einem Haus bei uns geschnitten. Dann war er aber zu groß und der Besitzer hat mit mir getauscht.
Es war garicht so einfach den Baum da weg zbekommen, weil er eine mächtigen Wurzelballen hatte. Letztes Jahr war er dann fit genug für eine Gestaltung.
Hier habe ich aber wieder erst einmal etwas mehr Grün belassen, weil der Baum ohnehin einen Verlust von ungefähr 2/3 seines Grüns verkraften musste. Das ist für eine Kiefer schon relativ viel. Um dann aber eine optimale Entwicklung zu ermöglichen, lasse ich bei solchen Gestaltungen dann eben zunächst mehr Grün dran als später einmal nötig ist.
Es wäre auch möglich, auf lange Sicht gesehen, nur mit einem der beiden Stämme zu arbeiten, aber das wird die Entwicklung bringen.
Gruß
Martin
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Frühlingstage am 06./07.04.13 - bringt eure Bäume mit!
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Hier mal der Baum vor Allem.
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Baum von oben.
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Hier mal zum Größenvergleich. Den linken Stamm kann man auch gut erkennen.
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linker Stamm im Detail.
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Ja Raphnek da hast du Recht. Ich habe versucht, diesen Negativraum, der ja sehr trennen wirkt mit einem verbindenden Element etwas abzuschwächen.Die beiden Kronen neigen sich auch zueinander. So wird die Spannung zwischen den beiden erst zur Spannung.
Aber du musst dir vorstellen, dass der linke Stamm noch sehr viel an Grünmasse verlieren wird damit wird diese Differenz auch kleiner.
Aber auf lange Sicht wird wahrscheinlich einer der beiden fallen, das wäre aber für die Entwicklung nun sehr kontraproduktiv, wenn nicht tödlich gwesen.Hat der Baum sich aber noch etwas mehr differenziert, dann sieht man weiter.
Gruß
Martin
Aber du musst dir vorstellen, dass der linke Stamm noch sehr viel an Grünmasse verlieren wird damit wird diese Differenz auch kleiner.
Aber auf lange Sicht wird wahrscheinlich einer der beiden fallen, das wäre aber für die Entwicklung nun sehr kontraproduktiv, wenn nicht tödlich gwesen.Hat der Baum sich aber noch etwas mehr differenziert, dann sieht man weiter.
Gruß
Martin
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- Karl T.
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Martin, diese Stadtyamadori sind oft ein sehr gutes Material. Ich würde mit beiden Stämmen arbeiten, aber ich habe ja eine kleine Neigung zu mehrstämmigen Bäumen, da man hauptsächlich einzel Bäume sieht. Wenn man sich die beiden Stämme genauer ansieht, so erkennt man dass sich der linke Stamm mit einer leichten Neigung zum rechten hin andeutet. Wie gesagt ich würde beide verwenden.

Herzliche Grüße aus Wien!
Ihr seit gerne eingeladen in meine http://www.bonsaiwerkstatt.at/
Karl Thier
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Karl Thier
Ja Karl ich steh eigentlich auch auf solche Geschichten, weil sie dann irgendwie natürlicher wirken und natürlich außergewöhnlich.
Allerdings finde ich auch den linken halt als eigenständigen Baum interessant. Das könnte nämlich so ein Baum sein, wie er so ähnlich, oft zu finden ist als Waldkiefer.
Gruß
Martin
Allerdings finde ich auch den linken halt als eigenständigen Baum interessant. Das könnte nämlich so ein Baum sein, wie er so ähnlich, oft zu finden ist als Waldkiefer.
Gruß
Martin
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Auch eine interessante Zukunftsaussicht.
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Wie gestaltet ihr eigentlich so eure Jins? Hier musste man schon mit schwerem Gerät drangehen.
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- Wolfgang
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NICHT mit der Kettensäge.
Höchstens mit einem Samurai-Fräser und dann die Fasern händisch rausziehen, damit´s so natürlich wie möglich aussieht. - Wirklich gutes Totholz hinzubekommen ist wesentlich schwieriger, als das Grün der Bäume zu gestalten.
Totholzgestaltung
Grüße! Wolfgang
Höchstens mit einem Samurai-Fräser und dann die Fasern händisch rausziehen, damit´s so natürlich wie möglich aussieht. - Wirklich gutes Totholz hinzubekommen ist wesentlich schwieriger, als das Grün der Bäume zu gestalten.
Grüße! Wolfgang
Oder auch so:
http://www.bonsai-fachforum.de/ftopic1868.html
Oder so:
http://www.bonsai-fachforum.de/ftopic1420.html
http://www.bonsai-fachforum.de/ftopic1868.html
Oder so:
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73 Anja
Ja, ich wollte eigentlich hier so eine Art Austausch anregen, weil ich auch nur noch die ganz großen Partien mit dem Samurai mach. Wenns irgend geht, gestalte ich das Totholz mit der Zange oder mit anderem Werkzeug und vor allem viel mit Feuer.
Bei manchen großen Partien geht es einfach nicht anders und man muss mit dem Fräser ran. Aber auch dann versuche ich nur mit der Bewegung des Holzes zu fräsen. Ich habe ziemlich viele Bäume gefräst bis das mal wirklich gut wurde.Aber für mich ist das Herausziehen von Fasern auch die beste Möglichkeit um Totolz gut zu bearbeiten. Arbeitet man dann noch mit Feuer, kommen noch schönere Strukturen zum Vorschein.
Ich wollte hier halt mal so einen Austausch über neue Techniken anregen. Vielleicht weiß ja einer was neues in Sachen Totholz.
Aber eine Beobachtung von mir ist auch, dass Totholtz halt erst richtig gut wird, wenn es eine Zeit dem Wetter und den Gezeiten ausgesetzt ist. Ich nehme auch nur sehr verdünntes Jinmittel, dass die Partien nicht so unnatürlich aussehen.
Gruß
Martin
Bei manchen großen Partien geht es einfach nicht anders und man muss mit dem Fräser ran. Aber auch dann versuche ich nur mit der Bewegung des Holzes zu fräsen. Ich habe ziemlich viele Bäume gefräst bis das mal wirklich gut wurde.Aber für mich ist das Herausziehen von Fasern auch die beste Möglichkeit um Totolz gut zu bearbeiten. Arbeitet man dann noch mit Feuer, kommen noch schönere Strukturen zum Vorschein.
Ich wollte hier halt mal so einen Austausch über neue Techniken anregen. Vielleicht weiß ja einer was neues in Sachen Totholz.
Aber eine Beobachtung von mir ist auch, dass Totholtz halt erst richtig gut wird, wenn es eine Zeit dem Wetter und den Gezeiten ausgesetzt ist. Ich nehme auch nur sehr verdünntes Jinmittel, dass die Partien nicht so unnatürlich aussehen.
Gruß
Martin
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Hallo Martin,
mit der Kettensäge arbeite ich nun wirklich selten an meinen Bäumen. Öfter schon mit der Fräse und der Dremel. Immer aber auch mit Feuer und dabei nicht, um kleine Fasern wegzubrennen. Die meisten Bäume mit Totholz sind bei mir Eiben, cuspidata und auch baccata. Das Holz ist sehr hart. Bei Eiben arbeite ich niemals am nassem Holz (also an Holz wo gerade die Rinde abgezogen wurde).Eibentotholz, wenn es nicht natürlich ist, trockne ich über eine längere Zeit aus.
Viele Leute behaupten Eiben wären in der Hinsicht äußerst robust, reißen die Rinde herunter, reißen die Holzfasern in dicken Strängen heraus und dann überlebt der Baum nicht den nächsten Winter, weil es harten Frost gab
.
Das trockene Holz forme ich mit der Fräse (bei großen Bäumen). Danach brenne ich es sehr tief aus. Hartes Holz reißt dadurch sehr gut auf. Die Kohle wird abgebürstet und dann wird mit Jinmittel gestrichen.
Beim ersten Streichen verdünne ich das Jinmittel um 50%. Nach ein bis zwei Wochen wird das Totholz naß abgebürstet. Danach wird neu gestrichen, dieses mal mit 2/3 Wasser verdünnt. In der Folgezeit benutze ich das Jinmittel immer in der 2/3 Verdünnung. Der Effekt ist, mit dem noch vorhandenen Ruß vom Brennen, sehr schön. Das Holz hat einen ganz leicht anthrazitgrauen Farbton.
Unten noch Bilder aus unserem AK, als ich diese Methode dort erklärte.
Reiner
mit der Kettensäge arbeite ich nun wirklich selten an meinen Bäumen. Öfter schon mit der Fräse und der Dremel. Immer aber auch mit Feuer und dabei nicht, um kleine Fasern wegzubrennen. Die meisten Bäume mit Totholz sind bei mir Eiben, cuspidata und auch baccata. Das Holz ist sehr hart. Bei Eiben arbeite ich niemals am nassem Holz (also an Holz wo gerade die Rinde abgezogen wurde).Eibentotholz, wenn es nicht natürlich ist, trockne ich über eine längere Zeit aus.
Viele Leute behaupten Eiben wären in der Hinsicht äußerst robust, reißen die Rinde herunter, reißen die Holzfasern in dicken Strängen heraus und dann überlebt der Baum nicht den nächsten Winter, weil es harten Frost gab
Das trockene Holz forme ich mit der Fräse (bei großen Bäumen). Danach brenne ich es sehr tief aus. Hartes Holz reißt dadurch sehr gut auf. Die Kohle wird abgebürstet und dann wird mit Jinmittel gestrichen.
Beim ersten Streichen verdünne ich das Jinmittel um 50%. Nach ein bis zwei Wochen wird das Totholz naß abgebürstet. Danach wird neu gestrichen, dieses mal mit 2/3 Wasser verdünnt. In der Folgezeit benutze ich das Jinmittel immer in der 2/3 Verdünnung. Der Effekt ist, mit dem noch vorhandenen Ruß vom Brennen, sehr schön. Das Holz hat einen ganz leicht anthrazitgrauen Farbton.
Unten noch Bilder aus unserem AK, als ich diese Methode dort erklärte.
Reiner
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