pinus (silvestris oder mugo???)
pinus (silvestris oder mugo???)
Ich weiss nicht genau um welche Kiefernart es sich handelt, sicher ist dass aus einer Blattscheide 2 Nadeln kommen (also sicher keine mädchenkiefer).
mir hat der stamm gefallen und der baum hat mir (oje...) leid getan (wollläuse). und die kiefer war auch wirklich sehr günstig.
höhe ca. 60cm (ohne topf).
doch himmel, wie gestalten? hat jemand eine idee?
mir hat der stamm gefallen und der baum hat mir (oje...) leid getan (wollläuse). und die kiefer war auch wirklich sehr günstig.
höhe ca. 60cm (ohne topf).
doch himmel, wie gestalten? hat jemand eine idee?
- Dateianhänge
-
- kiefer_2677_2.jpg (53.15 KiB) 2566 mal betrachtet
-
- kiefer_2676_1.jpg (52.53 KiB) 2566 mal betrachtet
Bäumige Grüsse,
Phil
Phil
Basco, rötliche Rinde, Farbe der Nadeln, Wuchsform...
So kann man das erkennen. Wenn du viel mit solchen Sachen zu tun hast. Siehst du das wirklich auf einen Blick.
Gruß
Martin
So kann man das erkennen. Wenn du viel mit solchen Sachen zu tun hast. Siehst du das wirklich auf einen Blick.
Gruß
Martin
Frühlingstage am 06./07.04.13 - bringt eure Bäume mit!
Infos unter: http://www.bonsai-sturm.de
Infos unter: http://www.bonsai-sturm.de
- Wolfgang
- Ehren-Autor
- Beiträge: 9765
- Registriert: 05.01.2004, 14:19
- Wohnort: Oberösterreich
- Kontaktdaten:
War kein "Vorwurf" an dich.
Als Gärtner tut man sich natürlich ein wenig leichter, Pflanzen auf Anhieb zu erkennen .....
Als Gärtner tut man sich natürlich ein wenig leichter, Pflanzen auf Anhieb zu erkennen .....
Grüße! Wolfgang
http://www.yamadori-bonsai.info
http://www.yamadori-bonsai.info
Ich bin bestimmt kein gelernter Gärtner wie Wolfgang und habe daher vielleicht 1/100 Sekunde länger gebraucht zur Indentifizierung, doch dann durchzuckte es mich unangenehm.basco hat geschrieben:und nun bitte: gibt es gestaltungsmöglichkeiten und hat jemand eine gute idee?
a) "Besenform" - wohl nur schwerlich in das Erscheinungsbild einer "klassischen" oder auch "naturalistischen" Kiefer zu bringen
b) Ich würde bei der Artbestimmung sogar soweit gehen und eine Sorte von P. sylvestris identifizieren, eventuell ´Wateri´ oder ähnliches. Jedenfalls nichts was es meiner erfahrung nach leichter macht. Diese Sorten brechen noch wesentlich leichter als die Stammform der P. sylvestris und knospen auch schlechter zurück.
Versuche für den Anfang mal das Astgewirr in WICHTIG und UNWICHTIG zu unterscheiden und Dich dann von letzterem zu trennen.
Grüße aus dem sonnigen Baden
Gary
Arbeitskreis Karlsruhe
AK-Treffen jeden 1. Samstag im Monat
Gary
Arbeitskreis Karlsruhe
AK-Treffen jeden 1. Samstag im Monat
basco hat geschrieben:nein, ich habe das auch nicht als vorwurf aufgenommen walter! aber es war mir etwas peinlich, weil ich das mit der rötlichen rinde komplett übersehen habe...na immerhin kann ich nadeln zählen.
und nun bitte: gibt es gestaltungsmöglichkeiten und hat jemand eine gute idee?
Hmmm, WOLFGANG ist WALTER!?
jetzt wird mir so einiges klarer...
-
gunter
Ich möchte gern mal abschweifen, weil Gary die Frage "Besenform und Kiefer" angeschnitten hat. Ich finde, das ist ein interessantes Thema und es gibt sicher kontroverse Meinungen. Gibt es überhaupt so etwas wie artspezifische Formen oder artspezifische Gestaltungsmerkmale ??
In einem recht trivialen Sinn sicher. Manche Arten lassen gewisse Dinge einfach nicht zu. Ein Erlenbonsai muß ziemlich groß sein, weil die Blätter nun mal auch in der Schale nicht kleiner werden.
Gleichfalls trivial: Es gibt nun mal Konventionen und wer einen Baum auf eine große Ausstellung haben will, muß bis zu einem gewissen Grad mit den Wölfen heulen. Er sollte gern ein wenig vom gewohnten abweichen, aber nicht zu viel. Kiefer in Besenform geht da nicht.
Aber für die gezeigte Kiefer ist das irrelevant. Sie wird nie auf eine große Ausstellung kommen und eine Besenform würde sich ohne weiteres verwirklichen lassen. Warum also nicht? Gibt es stilistische Gründe dagegen?
Stellen wir uns erst einmal auf den klassisch-japanischen Standpunkt. Hier mache ich mal Reklame für meinen FW-Artikel über die klassische Kiefer. Etwas überspitzt: das ist der Baum für den Samurai-Macho, dem die schlanken, eleganten Kiefern zu wenig viril waren. Diese Haltung muß ich wohl nicht teilen. Da könnte es doch interessant sein, es gerade mal mit der eher "weiblichen" Besenform zu probieren! Die kann man ja ganz klassisch gestalten.
Oder stellen wir uns auf den Standpunkt eines naturalistischen Gestalters.Ich nehme mal ein anderes Beispiel, weil es mir gerade näher liegt, die Birke. Da haben wir alle das Bild eines schlanken, eleganten Baumes mit hängenden Zweigen im Kopf. Aber es gibt auch strauchförmig wachsende Moorbirken und ich habe im letzten Jahr eine ausgegraben, deren Stamm kaum höher ist als breit und die mal eine sehr kompakte freie Besenform mit dickem, gebogenem Stamm geben wird. Und außerdem gibt es bei Kiefern auch ziemlich rundlich wachsende Arten, z.B. pinus flexilis. Auf den ersten Blick ist das von einer Besenform gar nicht so weit entfernt. Und generell: was heißt naturalistisch? Soll der Baum dem vorherrschenden Typus der Art entsprechen oder soll er nur so aussehen, daß er in groß in der Natur am passenden Standort nicht auffiele?
Ich denke das reicht erst einmal, um Widerspruch zu erzeugen. Ein gravierendes Argument gegen die Kiefer in Besenform ist mir eigentlich nicht eingefallen. Und da der hier gezeigte Baum eigentlich sonst nichts nahelegt...
Gruß von Gunter Lind
In einem recht trivialen Sinn sicher. Manche Arten lassen gewisse Dinge einfach nicht zu. Ein Erlenbonsai muß ziemlich groß sein, weil die Blätter nun mal auch in der Schale nicht kleiner werden.
Gleichfalls trivial: Es gibt nun mal Konventionen und wer einen Baum auf eine große Ausstellung haben will, muß bis zu einem gewissen Grad mit den Wölfen heulen. Er sollte gern ein wenig vom gewohnten abweichen, aber nicht zu viel. Kiefer in Besenform geht da nicht.
Aber für die gezeigte Kiefer ist das irrelevant. Sie wird nie auf eine große Ausstellung kommen und eine Besenform würde sich ohne weiteres verwirklichen lassen. Warum also nicht? Gibt es stilistische Gründe dagegen?
Stellen wir uns erst einmal auf den klassisch-japanischen Standpunkt. Hier mache ich mal Reklame für meinen FW-Artikel über die klassische Kiefer. Etwas überspitzt: das ist der Baum für den Samurai-Macho, dem die schlanken, eleganten Kiefern zu wenig viril waren. Diese Haltung muß ich wohl nicht teilen. Da könnte es doch interessant sein, es gerade mal mit der eher "weiblichen" Besenform zu probieren! Die kann man ja ganz klassisch gestalten.
Oder stellen wir uns auf den Standpunkt eines naturalistischen Gestalters.Ich nehme mal ein anderes Beispiel, weil es mir gerade näher liegt, die Birke. Da haben wir alle das Bild eines schlanken, eleganten Baumes mit hängenden Zweigen im Kopf. Aber es gibt auch strauchförmig wachsende Moorbirken und ich habe im letzten Jahr eine ausgegraben, deren Stamm kaum höher ist als breit und die mal eine sehr kompakte freie Besenform mit dickem, gebogenem Stamm geben wird. Und außerdem gibt es bei Kiefern auch ziemlich rundlich wachsende Arten, z.B. pinus flexilis. Auf den ersten Blick ist das von einer Besenform gar nicht so weit entfernt. Und generell: was heißt naturalistisch? Soll der Baum dem vorherrschenden Typus der Art entsprechen oder soll er nur so aussehen, daß er in groß in der Natur am passenden Standort nicht auffiele?
Ich denke das reicht erst einmal, um Widerspruch zu erzeugen. Ein gravierendes Argument gegen die Kiefer in Besenform ist mir eigentlich nicht eingefallen. Und da der hier gezeigte Baum eigentlich sonst nichts nahelegt...
Gruß von Gunter Lind
hallo gunter
danke. ich finde deine argumentation aufschlussreich. zweifellos, ich werde auslichten müssen und dann weitersehen.
irgendwo in einem buch habe ich gelesen, eine kiefer in besenform sei langweilig - ich dachte mir dann kurz, hm, ja aber wenn ich mich draussen so umsehe, sehe ich die ein oder andere kiefer in dieser form. dann aber der andere gedanke: okay, es ist ein ästhetikfrage und gewisse "regeln sind einzuhalten".
dennoch habe ich den baum mit nach hause genommen. wird schon.
danke. ich finde deine argumentation aufschlussreich. zweifellos, ich werde auslichten müssen und dann weitersehen.
irgendwo in einem buch habe ich gelesen, eine kiefer in besenform sei langweilig - ich dachte mir dann kurz, hm, ja aber wenn ich mich draussen so umsehe, sehe ich die ein oder andere kiefer in dieser form. dann aber der andere gedanke: okay, es ist ein ästhetikfrage und gewisse "regeln sind einzuhalten".
dennoch habe ich den baum mit nach hause genommen. wird schon.
Bäumige Grüsse,
Phil
Phil
- Walter Pall
- Botschafter
- Beiträge: 7096
- Registriert: 05.01.2004, 19:15
- Wohnort: Attenham bei München
- Kontaktdaten:
Das ist Pinus sylvestris 'Beuvronensis', nach 1/1000 Sekunde.
Die wächst immer so in der Form. Man muss damit leben, dass die Äste recht steil nach oben gehen.
Da kann man eigentlich nie eine klassische Kiefer draus machen, eine Besenform fast immer. Ist aber verboten. Warum eigentlich? Weil so. Weil eine Kiefer nicht wie ein Laubbaum aussehen darf. Sonst Todesstrafe.
Azaleen kann man in allen möglichen Formen gestalten. Sie werden aber zu 99,9999 % wie klassische abstrakte Kiefern gestaltet. Wieso? Weil es schön kitschig ist, wenn eine abstrakte Kiefer in knalligen Farben blüht. Wieso? Weil da kaum einer darüber nachgedacht hat.
Azaleen sollten wohl eigentlich wie ein Laubbaum gestaltet werden, wenn überhaupt. Sagt mir der Hausverstand. Der ist aber in der Bonsaiszene nicht immer gefragt.
Also dann so: Wenn eine knallig blühende Azalee straflos wie eine abstrakte Kiefer gestaltet werden darf, dann darf eine Kiefer wie ein schöner Laubbaum in mehr oder weniger freier Besenform gestaltet werden. Sage ich und mein Hausverstand.
Hat sogar Marc Noelanders einmal gewagt und lebt noch.
'Meine Ulme verliert die Blätter', altes chinesisches Sprichwort.
Die wächst immer so in der Form. Man muss damit leben, dass die Äste recht steil nach oben gehen.
Da kann man eigentlich nie eine klassische Kiefer draus machen, eine Besenform fast immer. Ist aber verboten. Warum eigentlich? Weil so. Weil eine Kiefer nicht wie ein Laubbaum aussehen darf. Sonst Todesstrafe.
Azaleen kann man in allen möglichen Formen gestalten. Sie werden aber zu 99,9999 % wie klassische abstrakte Kiefern gestaltet. Wieso? Weil es schön kitschig ist, wenn eine abstrakte Kiefer in knalligen Farben blüht. Wieso? Weil da kaum einer darüber nachgedacht hat.
Azaleen sollten wohl eigentlich wie ein Laubbaum gestaltet werden, wenn überhaupt. Sagt mir der Hausverstand. Der ist aber in der Bonsaiszene nicht immer gefragt.
Also dann so: Wenn eine knallig blühende Azalee straflos wie eine abstrakte Kiefer gestaltet werden darf, dann darf eine Kiefer wie ein schöner Laubbaum in mehr oder weniger freier Besenform gestaltet werden. Sage ich und mein Hausverstand.
Hat sogar Marc Noelanders einmal gewagt und lebt noch.
'Meine Ulme verliert die Blätter', altes chinesisches Sprichwort.


