Mädchenkiefer grundgestaltet
Mädchenkiefer grundgestaltet
Hallo, Ihr Lieben,
2004 habe ich eine Mädchenkiefer Pinus parviflora "Nigishi" mit dickem Stamm in einem Gartencenter entdeckt. Sie ist natürlich veredelt und die Veredelungsstelle ist nicht sehr schön, aber ich habe sie in Kauf genommen, weil der Stammansatz und die Rinde der Unterlage so schön ist.
Weil der Stamm am Ansatz eines dicken Astes stark eingerissen war (jemand hatte die Kiefer wohl an dem Ast getragen...) und dort stark blutete, bekam ich den Baum einiges billiger, ich glaube für 45,-€ statt für 55,-€.
Die Wunde habe ich fest zusammengebunden und sie ist inzwischen gut zusammengewachsen. Nur das heruntergelaufene Harz sieht man noch immer.
2004 habe ich die Kiefer in eine Cerastone-Schale gepflanzt und gut befestigt, ein paar überflüssige Äste entfernt und ansonsten gedüngt und in Ruhe gelassen.
2005 wurde der Baum noch einmal umgetopft, in besseres, durchlässigeres Substrat und als er gut eingewurzelt war, mit einem Spanndraht der erste Ast heruntergespannt.
2006, letzte Woche, habe ich die Kiefer grundgestaltet. Hier sind die Fotos.
Wie findet Ihr den Baum und was würdet Ihr in der Zukunft tun, um die Veredelungsstelle zu verbessern? Löcher im Stamm darüber pieksen z.B. würde ich in Betracht ziehen.
Viele Grüße,
Heike
2004 habe ich eine Mädchenkiefer Pinus parviflora "Nigishi" mit dickem Stamm in einem Gartencenter entdeckt. Sie ist natürlich veredelt und die Veredelungsstelle ist nicht sehr schön, aber ich habe sie in Kauf genommen, weil der Stammansatz und die Rinde der Unterlage so schön ist.
Weil der Stamm am Ansatz eines dicken Astes stark eingerissen war (jemand hatte die Kiefer wohl an dem Ast getragen...) und dort stark blutete, bekam ich den Baum einiges billiger, ich glaube für 45,-€ statt für 55,-€.
Die Wunde habe ich fest zusammengebunden und sie ist inzwischen gut zusammengewachsen. Nur das heruntergelaufene Harz sieht man noch immer.
2004 habe ich die Kiefer in eine Cerastone-Schale gepflanzt und gut befestigt, ein paar überflüssige Äste entfernt und ansonsten gedüngt und in Ruhe gelassen.
2005 wurde der Baum noch einmal umgetopft, in besseres, durchlässigeres Substrat und als er gut eingewurzelt war, mit einem Spanndraht der erste Ast heruntergespannt.
2006, letzte Woche, habe ich die Kiefer grundgestaltet. Hier sind die Fotos.
Wie findet Ihr den Baum und was würdet Ihr in der Zukunft tun, um die Veredelungsstelle zu verbessern? Löcher im Stamm darüber pieksen z.B. würde ich in Betracht ziehen.
Viele Grüße,
Heike
- Dateianhänge
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- Nach der Grundgestaltung Mai 2006
- P5160318k.jpg (69.08 KiB) 5634 mal betrachtet
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- 2005 nach ersten kleinen Gestaltungsmaßnahmen
- P1010175k.jpg (68.36 KiB) 5634 mal betrachtet
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- So kam die Kiefer aus dem Gartencenter
- Mädchenkiefer2004.jpg (31.65 KiB) 5634 mal betrachtet
- Wolfgang
- Ehren-Autor
- Beiträge: 9765
- Registriert: 05.01.2004, 14:19
- Wohnort: Oberösterreich
- Kontaktdaten:
Die Grundgestaltung ist gelungen, Heike.
Stell den Baum vollsonnig, dann wird die Borke im Laufe von ein paar Jahren gröber und das Harz bröselt schön langsam ab.
Stell den Baum vollsonnig, dann wird die Borke im Laufe von ein paar Jahren gröber und das Harz bröselt schön langsam ab.
Grüße! Wolfgang
http://www.yamadori-bonsai.info
http://www.yamadori-bonsai.info
Hallo, Ihr Lieben,
die Idee von Ulf macht sich auf dem virtuellen Bild wirklich nicht schlecht. Sie ist nur insofern nicht direkt umsetzbar, als der Ast gute 2 cm dick ist und zwar bis kurz vor dem Ende. Er ist ganz gut mit jungen Zweigen und Trieben bestückt und wird von ihnen weitgehend verborgen.
In Zukunft werde ich irgendwann vermutlich den dicken, starren Ast stückweise durch jüngere Zweige ersetzen können, die relativ weit vorne am Ast entspringen, so dass dann auch eine schönere Bewegung möglich wird.
Vielen Dank für Eure Stellungnahmen und Vorschläge!
Heike
die Idee von Ulf macht sich auf dem virtuellen Bild wirklich nicht schlecht. Sie ist nur insofern nicht direkt umsetzbar, als der Ast gute 2 cm dick ist und zwar bis kurz vor dem Ende. Er ist ganz gut mit jungen Zweigen und Trieben bestückt und wird von ihnen weitgehend verborgen.
In Zukunft werde ich irgendwann vermutlich den dicken, starren Ast stückweise durch jüngere Zweige ersetzen können, die relativ weit vorne am Ast entspringen, so dass dann auch eine schönere Bewegung möglich wird.
Vielen Dank für Eure Stellungnahmen und Vorschläge!
Heike
-
jupp
Hallo Jupp,
ich vermute, dass der Ast, den Du als den zweiten rechten Ast gesehen hast, der Rückseitenast ist. Der füllt die Lücke ein wenig, die über dem untersten Ast besteht.
Der zweite rechte Ast sitzt erst sehr weit oben.
Aktuell habe ich vor, den untersten Ast zu erhalten, da er zu dem dicken unteren Stammbereich passt, der sonst mit der kleinen dünnen Krone nicht erklärbar wäre. Aber wer weiß, was die zukünftige Entwicklung irgendwann bringt und eventuell doch einen solchen Schritt noch denkbar werden lässt.
Auf jeden Fall freut es mich, dass Du den Baum positiv beurteilst, vielen Dank!
Viele Grüße,
Heike
ich vermute, dass der Ast, den Du als den zweiten rechten Ast gesehen hast, der Rückseitenast ist. Der füllt die Lücke ein wenig, die über dem untersten Ast besteht.
Der zweite rechte Ast sitzt erst sehr weit oben.
Aktuell habe ich vor, den untersten Ast zu erhalten, da er zu dem dicken unteren Stammbereich passt, der sonst mit der kleinen dünnen Krone nicht erklärbar wäre. Aber wer weiß, was die zukünftige Entwicklung irgendwann bringt und eventuell doch einen solchen Schritt noch denkbar werden lässt.
Auf jeden Fall freut es mich, dass Du den Baum positiv beurteilst, vielen Dank!
Viele Grüße,
Heike
Hallo Heike,
ich finde du hast in 3 Jahren schon sehr gute Arbeit geleistet. Alle Achtung !
Man sieht, dass es dem Baum gut geht. Und deine letzten Arbeitsschritte an den Nadeln hast du auch sehr gut hinbekommen.
Deshalb würde ich, an deiner Stelle, sehr vorsichtig überlegen, was mit diesem Ast später passieren soll.
Mir scheint der rechte untere Ast notwendig.
Aber da hat jeder seine eigene Meinung...
Denn, wenn der zweite rechte Ast noch dazu sehr weit oben sitzt... dann könnte es kritisch werden...
LG,
Thierry.
ich finde du hast in 3 Jahren schon sehr gute Arbeit geleistet. Alle Achtung !
Man sieht, dass es dem Baum gut geht. Und deine letzten Arbeitsschritte an den Nadeln hast du auch sehr gut hinbekommen.
Wie Du sagst, wenn du den unteren Ast rechts entfernst, könnte es ein Problem mit den Proportionen geben : Die untere Stammdicke, über dem Nebari, könnte dann überproportioniert gross aussehen.Heike_vG hat geschrieben: Der zweite rechte Ast sitzt erst sehr weit oben.
Aktuell habe ich vor, den untersten Ast zu erhalten, da er zu dem dicken unteren Stammbereich passt, der sonst mit der kleinen dünnen Krone nicht erklärbar wäre.
Deshalb würde ich, an deiner Stelle, sehr vorsichtig überlegen, was mit diesem Ast später passieren soll.
Mir scheint der rechte untere Ast notwendig.
Aber da hat jeder seine eigene Meinung...
Denn, wenn der zweite rechte Ast noch dazu sehr weit oben sitzt... dann könnte es kritisch werden...
LG,
Thierry.
Viele Grüße,
Thierry
"A juniper without jin is like a dog without fleas : not natural..." - John Naka
Thierry
"A juniper without jin is like a dog without fleas : not natural..." - John Naka
finde den rechten unteren ast auch passend, allerdings fehlt mir irgendwie das optische gegengewicht auf der linken seite, vielleicht könnte man da noch ein passenden ast ein wenig mehr fördern.
Interessant finde ich das man die veredelungsstelle quasi gar nicht mehr erkennt.
Glaubst du es wäre sinnvoll den oberen teil der krone noch ein bisschen zu fördern um die etwas arg starke verjüngung ein klein wenig auszugleichen??
ansonsten auf alle fälle gut gemacht!
Mfg Simon
Interessant finde ich das man die veredelungsstelle quasi gar nicht mehr erkennt.
Glaubst du es wäre sinnvoll den oberen teil der krone noch ein bisschen zu fördern um die etwas arg starke verjüngung ein klein wenig auszugleichen??
ansonsten auf alle fälle gut gemacht!
Mfg Simon
Hallo Heike,
dass Du die Pflege des Baums im Griff hast sieht man auf den ersten Blick.
Hut ab. Dazu hätte ich gleich eine Frage. Wie hast Du die kurzen Nadeln
hinbekommen? Wenn mich meinen (zugegebenermaßen schlechten) Augen
nicht täuschen hast Du keinen Nadelschnitt durchgeführt.
Hast Du das Düngen reduziert?
Servus,
Robert
dass Du die Pflege des Baums im Griff hast sieht man auf den ersten Blick.
Hut ab. Dazu hätte ich gleich eine Frage. Wie hast Du die kurzen Nadeln
hinbekommen? Wenn mich meinen (zugegebenermaßen schlechten) Augen
nicht täuschen hast Du keinen Nadelschnitt durchgeführt.
Hast Du das Düngen reduziert?
Servus,
Robert





