Perfektes Klima-Terrarium für Ficus

Spezielle Baumpflege z.B. düngen, umtopfen, Erden, ein- und auswintern, Pflanzenschutz
Lintforter
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Perfektes Klima-Terrarium für Ficus

Beitrag von Lintforter »

Hallo,

Zwecks Überwinterung von Ficus(sen) möchte ich mir ein Tarrarium mit fast perfekten Temperatur - Luftfeuchtigkeits und Lichtbedingungen schaffen. Wer weiss, vielleicht ist auch eine ganzjahres Haltung denkbar.

Die Bäumchen sollen komplett mit Schale ins Becken... sonst wäre ein herausholen zum bearbeiten wohl etwas umständlich *floet*

Meine Überlegungen bisher:

Terrarium mit Schiebetüren (Aquarium scheidet wegen schlechter Belüftung wohl aus).
Grösse: Länge 120 bis 150cm, Höhe 60-80cm, Tiefe 50-60cm

Heizmatten für den Boden
Heizmatten da wegen Ausfallender Beleuchtung und somit wegfallender Wärmespender wärend der Nachtstunden die Temperatur nicht zu stark absinken soll.
(Bodenbelag Seramis abgedeckt mit weissen Kieselsteinen)

Für die Luftfeuchtigkeit:
Nebler, Berieselungsanlage oder 2x täglich einsprühen von Hand

Beleuchtung:
Meine bisherige Vorstellung..
2 Leuchtstoffröhren (LSR) Osram Daylight L36W/11-860 (hoher Blauanteil)
plus 1mal LSR Osram Warmlight L36W/31-830 (für den fehlenden Rotanteil)

So... und nun mal an die Indoor-Experten hier *engel*
Kann mein Vorhaben was werden oder habe ich da noch einige schwerwiegende Denkfehler :?:
MfG, Theo (Lintforter)

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Alien66
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Re: Perfektes Klima-Terrarium für Ficus

Beitrag von Alien66 »

Lintforter hat geschrieben:...Beleuchtung:
Meine bisherige Vorstellung..
2 Leuchtstoffröhren (LSR) Osram Daylight L36W/11-860 (hoher Blauanteil)
plus 1mal LSR Osram Warmlight L36W/31-830 (für den fehlenden Rotanteil)...
Theo,

vorweg, Dein ganzer Aufwand mag Sinn machen, wenn alle Paramter abgestimmt aufeinander sind und funktionieren, klingt für mich jedoch etwas zu "klinisch" und erinnert mich an die Methoden von Jerry Meislik. Wenn ich sein "Labor" sehen, in welchem bei ihm die Figs stehen, dann hat das für mich nichts mehr mit zumindest halbwegs natürlicher Aufzucht zu tun.

Das wichtigste von den Punkten, die Du aufgezählt hast, ist mit Sicherheit die Beleuchtung, wenn Deine Figs in einem warmen Raum überwintern. Hierzu habe ich mir in den letzten Woche auch Gedanken gemacht und Recherchen angestellt. Wenn Du dieses auch getan hast, frage ich mich, warum Du die ganannten unterschiedlichen Leuchtstoffröhren einsetzen möchtest? Meine Recherchen haben klar ergeben, daß die beste Lösung Leuchtstofflampen mit kalt-weißem Farbton sind, Farbnummer 840 und keine andere, weder Lampen mit "warmen" Farbton noch sog. "Pflanzenlampen", die Du ja auch nicht nehmen möchtest. Kalt-weißes Licht enthält das breiteste Farbspektrum und entspricht dem Spektrum des Sonnenlichtes am ehesten.

Woher hast Du die Empfehlungen für Deine Leuchtstofflampen?

Grüße, Chris.
Lintforter
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Re: Perfektes Klima-Terrarium für Ficus

Beitrag von Lintforter »

Alien66 hat geschrieben: hat das für mich nichts mehr mit zumindest halbwegs natürlicher Aufzucht zu tun.
Das seh ich anders.. Ich versuche doch das natürliche Klima zu erreichen.
Vielleicht lohnt sich der Kostenaufwand nicht.. das mag schon sein ;) aber das steht ja hier nicht zur Debatte *nenene*

Alien66 hat geschrieben: Meine Recherchen haben klar ergeben, daß die beste Lösung Leuchtstofflampen mit kalt-weißem Farbton sind, Farbnummer 840 und keine andere, weder Lampen mit "warmen" Farbton noch sog. "Pflanzenlampen", die Du ja auch nicht nehmen möchtest. Kalt-weißes Licht enthält das breiteste Farbspektrum und entspricht dem Spektrum des Sonnenlichtes am ehesten.

Woher hast Du die Empfehlungen für Deine Leuchtstofflampen?

Grüße, Chris.
Meine LSR-Empfehlung kommt von http://www.exoten-forum.de/showtopic.php?threadid=9010
Vorsicht.. ist ellenlang *confused3*
MfG, Theo (Lintforter)

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Anja M.
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Beitrag von Anja M. »

Ich hoffe, ihr habt auch zwischen den Zeilen bei Jerry mitbekommen, daß seine Bäume über Sommer in den Winterschlaf gehen. Wäre es nicht kostengünstiger, die Bäume im Winter schlafen zu lassen und das natürliche Sommerwetter als Wachstumszeit zu nehmen?
73 Anja
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zopf
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Beitrag von zopf »

Hallo Theo
Wenn Du gute Bedingungen schaffen willst, im besonderen
Bodenheizung, musst Du lichtechnisch mit ganz anderen Kalibern
arbeiten 3*36 Watt liest sich ja ganz nett, aber mit 400 Watt HQL
würde die ganze Sache stimmiger. Die Lichtausbeute der Leuchtstofflampen wirken höchstens 10-20cm ab Lampe,
ziehe 5 cm Abstand zu den Pflanzen ab und Du siehst das im
unteren Bereich kaum noch was ankommt.
Der wesentliche Faktor bei der Überwinterung ist das Licht in
Abhängigkeit von der Temperatur. Kühle Überwinterung mit den
Leuchtstofflampen als Notbehelf hört sich gut an.
Aber bei warmer Überwinterung brauchen die Pflanzen Licht.
mfG Ditere
Lintforter
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Beitrag von Lintforter »

Hallo Dieter

Die Überlegung mit den 400 Watt HQL hatte ich auch schon..
Störend wirkt für mich erstmal der benötigte Abstand zu den Pflanzen (die Dinger werden heiss). Hängt der Strahler zu tief wird vermutlich das Tarrarium zu sehr aufgeheizt. (reine Spekulation)

Dann, ...würde ein Strahler ausreichen für ein ca. 1,5m langes Terrarium oder müssten dann schon 2 her.. :?:
Könnte ja 2 x 200 Watt HQL nehmen.

Nochmal zu den Röhren..
Es handelt sich um die Lumiux HO 16mm mit elektonischem Vorschaltgerät (High Output mit angeblich 50% mehr Licht)
860/865 ~ 6000 K -- 830 ~ 3000 K
Diese haben laut Osram bis zu 7000 LX

Ich tendierte zu Röhren weil:
... sie mit Reflektor fast direkt auf der Scheibe aufliegen und nicht das ganze Zimmer beleuchten.
... ich in dem Glauben war das Röhren für die kleinen Bäumchen (mit Schale 40cm) ausreichend wären.

Wenn die Röhrensache allerdings von vornherein zum scheitern verurteilt ist, dann natürlich HQL / HQI / NDL oder wie die Dinger heissen.
Ich muss zugeben... mit den Strahlern habe ich mich bislang noch nicht befasst *kopfkratz*
MfG, Theo (Lintforter)

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zopf
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Beitrag von zopf »

Hallo Theo
Jetzt um 18.15 Uhr bei halbbedecktem Himmel sind
im Schatten bereich ca 10000 Lux. Das Messgerät zur Sonne
augerichtet 30000 Lux. Zu dieser Jahreszeit, um diese Uhrzeit
und bei bedecktem Himmel. Nur damit Du eine ungefähre Vorstellung
der Intensität Unserer goldenene Scheibe hast.
Dann nehmen wir 3 Lampen mit insgesamt theoretischen 21000 Lux.
Bei guten Reflektoren hast Du bestmögliche 15000 Lux direkt an den
Reflektoren gemesssen. Den Licht-Verlust zu einem theoretisch
angenommenen unteren Ast im Abstand von 30-40cm brauchst Du
nicht zu berechnen. Es reicht vorne und hinten nicht.
Unter 50000-70000 Lux kannst Du keine Sommerbedingungen schaffen.
Viel darunter, ist es eine Zusatzbeleuchtung bei kühler Überwinterung
mehr nicht.
Damit kein Missverständnis aufkommt, ich halte den Gedanken für
gut und richtig, nur ist eine konsequente Umsetzung leider
nicht sehr einfach. Irgendwo im Internet habe ich mal eine Seite
gefunden, wo ein Bonsai-Freund einen kompletten Raum für
seine Indoors eingerichtet hat, aus dem Gedächtnis auf 25-30qm
7*1000 Watt HQl und Sonnenbrille.
mfg Dieter
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Alien66
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Beitrag von Alien66 »

Anja M. hat geschrieben:Ich hoffe, ihr habt auch zwischen den Zeilen bei Jerry mitbekommen, daß seine Bäume über Sommer in den Winterschlaf gehen. Wäre es nicht kostengünstiger, die Bäume im Winter schlafen zu lassen und das natürliche Sommerwetter als Wachstumszeit zu nehmen?
Anja,

ehrlich gesagt, habe ich das nicht richtig verstanden bei Jerry. Logischer Weise wäre es sinnvoller, die Jahreszeiten zu nutzen. Hast Du dafür eine Erklärung?

Grüße, Chris.
Zuletzt geändert von Alien66 am 04.09.2006, 21:04, insgesamt 1-mal geändert.
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holgerb
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Beitrag von holgerb »

Ich verstehe den Aufwand nicht. Mein Ficus kommt direkt vor ein Südfenster im Winter und gut is.
Gut, gut, nicht jeder mag ein Südfenster haben, aber ich denke, auch andere Ausrichtungen "genügen" für den Winter. Bedenkt, daß auch tropische Pflanzen Wachstumspausen einlegen und nicht immer die Sonne voll knallt....


Gruß

Holger
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- Frank Zappa -
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Alien66
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Beitrag von Alien66 »

Hallo Zopf, Theo,

also ich hatte diese Lampen von Osram ins Auge gefaßt:

ECOP-FQ WT 54W 230-240V FS1
ECOP-FQ WT 80W 230-240V FS1

Der Vorteil ist hierbei, daß diese Lampen sehr kompakt/flach sind (16mm-Röhre) und trotzdem dabei eine hohe Lichtausbeute liefern. Ich glaube, ich habe keine Lampe gefunden, die auf 110cm 54W, bzw. auf 150cm 80W liefert. Eine Lichtleistung von bis zu 7000LX konnte ich jedoch nirgends finden, habe ich nicht richtig gesucht...?

Trotzdem sollte man die Kirche wohl im Dorf lassen. Wenn man anfängt, mit den von Dir beschriebenen Lampen zu beleuchten, Dieter, dann wird i.d.R. eine nicht reichen, da diese eher punktuell als flächig strahlen (soweit, wie ich das weiß). Bei den für die Anschaffung und für den Betrieb (!) anfallenden Kosten muß man sich dann schon sehr genau überlegen, ob das überhaupt die bestrahlten Pflanzen rechtfertigen. Wenn da jemand pro Stunde 7kW verbrät, dann muß er schon Taiwan-Importe, wie Jerry, sein eigen nennen, damit das irgendwo noch vertretbar ist.

*kopfkratz*

... o.k. T'schuldigung, aber bei solchen Gedanken/Rechnungen startet bei mir im Kopf immer sofort der unternehmerische Taschenrechner. Klar, kann man bei Pflanzen, auch wenn sie nur EUR 1,50 gekostet haben, nicht kalkulatorisch abwägen, wenn man mit ihnen lebt und an ihnen hängt... kann mir das irgendwie nicht verkneifen... auch bei mir selber nicht... :oops:

Chris.
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Beitrag von Alien66 »

holgerb hat geschrieben:Ich verstehe den Aufwand nicht. Mein Ficus kommt direkt vor ein Südfenster im Winter und gut is...
Holger,

bei mir stehen die Figs auch am Südfenster, allerdings bei Zimmertemperatur und ich mußte im letzten Winter feststellen, daß es ihnen nicht so gut erging. Mein Hintergedanke ist dabei auch, das Abwerfen der Blätter zu verhindern und, zumindest verlangsamt, Zuwachs zu erhalten.
holgerb hat geschrieben:...Bedenkt, daß auch tropische Pflanzen Wachstumspausen einlegen und nicht immer die Sonne voll knallt...
Genau diese Aussage kann ich, nicht nur bei Dir, nicht nachvollziehen. Wie sieht es denn in den "echten" Ficus-Regionen aus, z.B. süd-ost Asien, Süd-Pazifik, Süd-Amerika, etc. aus? Dort herrscht doch an 365 Tagen im Jahr die volle "Dröhnung". Wenn man es nun erreicht, hier im Winter zumindest annähernd Sommer-ähnliche Lichtverhältnisse zu schaffen, würde speziell der Ficus nicht durchgehend wachsen können? Legen denn sub-/tropische Pflanzen, wie Ficus, Carmona, Orangenjasmin, Durantha, etc. auch in ihren jeweiligen Haimatregionen eine Wachstumspause ein, obwohl die umgebende Atmosphäre unverändert bleibt?

Das würde mich wirklich interessieren, Holger, da ich diesbzgl. schon sehr Unterschiedliches gelesen habe.

Grüße, Chris.
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Anja M.
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Beitrag von Anja M. »

Alien66 hat geschrieben:
Anja M. hat geschrieben:Ich hoffe, ihr habt auch zwischen den Zeilen bei Jerry mitbekommen, daß seine Bäume über Sommer in den Winterschlaf gehen. Wäre es nicht kostengünstiger, die Bäume im Winter schlafen zu lassen und das natürliche Sommerwetter als Wachstumszeit zu nehmen?
Anja,

ehrlich gesagt, habe ich das nicht richtig verstanden bei Jerry. Logischer Weise wäre es sinnvoller, die Jahreszeiten zu nutzen. Hast Du dafür eine Erklärung?

Grüße, Chris.

Ich hab vor Jahren den Artikel von Jerry über seine Belichtung übersetzt und dabei etwas genauer gelesen. Er schwärmt davon, daß seine Exoten im Winter richtig toll wachsen und dann während der Sommerfrische draußen sich kaum etwas tut. Ähnliches hab ich erlebt, nachdem ich einen Granatapfel zu warm über den Winter gebracht hatte: Beim Rausstellen im Mai ging die Pflanze in Winterruhe, da die Temperaturen im Verhältnis zum Haus niedriger wurden.

Das ist natürlich Quatsch für teuer Geld Sommer bzw Tropen zu simulieren, wenn der Baum dann unseren Sommer als Wachstumspause nutzt. Da hat eine kühle Überwinterung mit etwas Zuatzbeleuchtung und die Wachstumsperiode im Sommer mit kostenloser natürlicher Beleuchtung einfach das bessere Preis-Leistungsverhältnis.
73 Anja
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Beitrag von Lintforter »

Hallo zusammen,
@Alien66
also ich hatte diese Lampen von Osram ins Auge gefaßt:

ECOP-FQ WT 54W 230-240V FS1
ECOP-FQ WT 80W 230-240V FS1

Der Vorteil ist hierbei, daß diese Lampen sehr kompakt/flach sind (16mm-Röhre) und trotzdem dabei eine hohe Lichtausbeute liefern. Ich glaube, ich habe keine Lampe gefunden, die auf 110cm 54W, bzw. auf 150cm 80W liefert. Eine Lichtleistung von bis zu 7000LX konnte ich jedoch nirgends finden, habe ich nicht richtig gesucht...?
Das mit den 7000LX habe ich irgendwo bei den Beschreibungen der Lumilux-T5 Reihe gelesen.. (habs aber auch nicht wiedergefunden) :oops:

Bei den ECOP-FQ WT 54W 230-240V FS1 kann ich keinen Reflektor entdecken. Mit Reflektor sicher eine gute Sache ;)

Hier noch mal ein Link zur Lumilux T5 HO
@Anja M.
Das ist natürlich Quatsch für teuer Geld Sommer bzw Tropen zu simulieren, wenn der Baum dann unseren Sommer als Wachstumspause nutzt. Da hat eine kühle Überwinterung mit etwas Zuatzbeleuchtung und die Wachstumsperiode im Sommer mit kostenloser natürlicher Beleuchtung einfach das bessere Preis-Leistungsverhältnis.
Man(n) (Frau) gibt für soviel Zeugs Geld aus.. warum dann nicht mal für kleine Bäumchen.
Es geht mir immer NUR noch um Ficus (meine Chin. Ulme überwintert kühl im Schlafzimmer).
Ich bin erst zufrieden wenn ich es irgendwie geschafft habe ein Klima hinzubekommen das dem Ficus gerecht wird. Meinen bisherigen Recherchen nach geht dieses nur mit Terrarium (um die benötigte Luftfeuchtigkeit von ca 75-90% fast dauerhaft zu halten) und kein zu grosses Absinken der Temperaturen während der Nachtstunden ohne Beleuchtung. Das dieses vorhaben nicht so ganz einfach einfach sein wird mag sein, aber deswegen schreibe ich hier. (kann ja nicht immer nur heimlich mitlesen) :)

Bis jetzt hat sich ja die Beleuchtung schon mal geändert von
ca. 1,20m (26mm) T8 Osram Lumilux mit 36Watt auf ca. 1,15m (16mm) T5 Osram Lumilux HO mit 54Watt.

Ich bin immer noch der Meinung das die Lichtausbeute für "Ficus" ausreicht und sich Notfalls (falls sich Lichtmagel erkennen lässt) auch 6 Röhren aufs Terrarium auflegen lassen. Nicht vergessen.. Es handelt sich um KLEINE (30-40cm) Bäumchen.

Zufrieden bin ich aber erst wenn sich Luftwurzeln bilden... und dann kommt das ganze GANZJÄHRIG ins Wohnzimmer :D

Ich vermisse Kommentare vom INDOOR-Experten ULF *grins*
MfG, Theo (Lintforter)

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flu
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Beitrag von flu »

Ich halte von ganzjähriger Wohnzimmerhaltung nichts.
Ich halte von Kunstlicht nichts (außer es dient ästhetischen Gesichtspunkten) und ich halte von Terrarienhaltung nichts.

Das mögen mal nette Spielereien sein, um das Verhalten der Pflanze näher kennen zu lernen, früher oder später wirst du aber wieder auf die konventionelle Indoorhaltung (im Sommer raus, im Winter hell aber kühl) zurück kommen wiel diese nun mal in unseren Breiten, selbst für Exoten wie Ficus , die gesündeste aller Kulturformen ist.

Unter Kunstlicht wird die Pflanze immer lange Internodien entwickeln weil das angebotene Licht niemals ausreichend ist. Der finanzielle Aufwand für eine ausreichende künstliche Bestrahlung, dazu die Heizung, ist nicht zu rechtfertigen, besonders in Anbetracht des sommerlichen Sonnenlichtes frei haus.


Und zu guter letzt geht es mir bei Bonsai auch nicht um möglichst schnelles, pausenloses Wachstum. Die Gesundheit der Pflanze und ästhetische Aspekte stehen bei mir im Vordergrund. Ein Bonsai im Terrarium, versorgt mit Überlebenstechnik wie in einem Klinikum, enbehrt jedweder Ästhetik.
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Lintforter
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Beitrag von Lintforter »

flu hat geschrieben:Unter Kunstlicht wird die Pflanze immer lange Internodien entwickeln weil das angebotene Licht niemals ausreichend ist. Der finanzielle Aufwand für eine ausreichende künstliche Bestrahlung, dazu die Heizung, ist nicht zu rechtfertigen, besonders in Anbetracht des sommerlichen Sonnenlichtes frei haus.
Deswegen die Auswahl der Unterschiedlichen Röhren (Lichtfarben), damit eben dies mit den langen Internodien nicht passiert.
Ich hab mir schon meine Gedanken gemacht bei dieser Aktion.
Den finanziellen Aufwand wollte ich eigentlich mal ganz ausser Acht lassen.
Das der Kosten Nutzen Faktor wohl so ziemlich NULL ist ist mir schon klar :roll:
obwohl... Im Falle eines Urlaubes ist diese Lösung sicherlich zu gebrauchen :D
Und zu guter letzt geht es mir bei Bonsai auch nicht um möglichst schnelles, pausenloses Wachstum. Die Gesundheit der Pflanze und ästhetische Aspekte stehen bei mir im Vordergrund. Ein Bonsai im Terrarium, versorgt mit Überlebenstechnik wie in einem Klinikum, enbehrt jedweder Ästhetik.
Na dann erzähle ich besser nicht das da auch noch Ventilatoren, Berieselung, Thermostatsteuerung und so rein sollen. :D
...und ich halte von Terrarienhaltung nichts.
hmm.. *grins* war das jetzt ein Eigentor ?? Eine Pflanze in einer Flasche oder Ficus unter Glashaube ??
Ist doch eigentlich das gleiche oder.. *engel*

PS: Das ist kein Angriff auf Deine Person.. dadurch das ich hier täglich lese glaube ich einige von Euch schon ziemlich gut zu kennen und ich war neugierig auf Deine Meinung. Das darfst Du als Kompliment werten ;)
MfG, Theo (Lintforter)

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