Nicht böse gemeint, bloss ernst genommen:
Günter Maier hat geschrieben:1) Den Substamm rechts bis auf ca. 1,5 cm abschneiden, dann werden sicher im Bereich des Stummels neue Triebe kommen.
Jepp. Ganz sicher. Und zwar gleich in Büscheln am falschen Ort. Was riesige Wundverschlüsse zur Folge hat, eigentliche Kröpfe.
Günter Maier hat geschrieben: 2) Den Hauptstamm oberhalb des ersten Astes ganz einkürzen.
Sagt sich so leicht. Feldhaorn kann überwallen, muss aber nicht. Dann hat man das Geschenk.
Günter Maier hat geschrieben: 3) Den linken Ast versuchen hochzubiegen und als Spitze verwenden.
Angesichts der geschilderten Gesamtgrösse kann das bei Feldahorn etwas schwierig werden. Ist Hartholz.
Günter Maier hat geschrieben: 4) Den Wurzelfuss ein Jahr darauf, gleich oberhalb des unschönen Bogens abmoosen und dann in den Garten setzen um somit in relativ kurzer Zeit die neue Astgrundstruktur aufzubauen.
1356 war in Basel ein Erdbeben. Geologen sagen, das sei vor relativ kurzer Zeit gewesen...
Günter Maier hat geschrieben:Damit wäre bestimmt ein besseres Bild zu erzielen und eine Verjüngung nebenbei auch.
So könnte der Ahorn einem wieder Spass machen !
Bestimmt ist etwas gewagt ausgedrückt. Es kann auch ein heilloses Gebastel werden. Denn eigentlich geht es etwa so weit, wie wenn sich ein Mädchen aus der Ukraine zur Barbie umbauen lässt. Das möchte ich in 15 Jahren dann nicht mehr sehen...
Ende Zynismus. Ganz seriös jetzt. Wenn man so viele, so massive Eingriffe in Erwägung ziehen muss, dann sollte man diesen Baum verschenken oder an einen Waldrand pflanzen. Einen kurzen Moment erwog ich, ein Floss vorzuschlagen. Habe ich nicht gemacht, weil es auch ein Murks geworden wäre. Mir und meinen Bäumchen hat geholfen, dass ich mich darauf beschränke, sie zu «begleiten». Sie regen mich an durch Hinweise, dann mache ich. Schön, ok, ich bin kein Beispiel für gute Bonsai, aber so als Anregung mag es doch dienen, ich höre und lese öfters ähnliche Aussagen von anerkannten Gestaltern. «Frankenstein macht jetzt Bonsai» – diese Headline wäre nicht schön... Es reicht, wenn wir Freude haben an der Sache, wir müssen keine Weltrekorde brechen.