Verzweigung beim Apfel

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Kyrilla
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Verzweigung beim Apfel

Beitrag von Kyrilla »

Tja,der Apfel zeigt sich bei vielen etwas störrisch,wenn er sich verzweigen soll.
Oft kann ich schneiden wie ich will.
Entweder 1 Knospe schiebt einfach durch,und ich habe eine Verlängerung des Triebes,wo ich eine Verzweigung wollte...
Das ist der am häufigsten vorkommende Fall.
Oder es geht drunter und drüber.
Gibt es irgendwelche Tipps und Tricks?
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durchtreibender Trieb....
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Thorsten1504
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Re: Verzweigung beim Apfel

Beitrag von Thorsten1504 »

Kyrilla hat geschrieben:Entweder 1 Knospe schiebt einfach durch,und ich habe eine Verlängerung des Triebes,wo ich eine Verzweigung wollte...
Das habe ich bei meinen Äpfeln auch beobachtet, das nur eine Knospe treibt,wenn ich auf 2 Blätter zurückgeschnitten habe.

In einem anderem Thread hab ich was von einem Knospenlosen ersten Blatt gelesen.
Jetzt weiß ich aber nicht, ob das auf den Apfel auch zutrifft.
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Kyrilla
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Re: Verzweigung beim Apfel

Beitrag von Kyrilla »

ein anderer Ast......
Verzweigung war vor dem ersten Schnitt erwünscht.....
Vielleicht ist das ein Lichtproblem?
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Thorsten1504
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Re: Verzweigung beim Apfel

Beitrag von Thorsten1504 »

Ne Lichtproblem schließ ich aus.
Bei mir stehen die aufem Südbalkon in der prallen Sonne.
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abardo
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Re: Verzweigung beim Apfel

Beitrag von abardo »

Hi,

ihr braucht einen Langtrieb, um eine Verzweigung zu bekommen.

Bei Blau ist einer gekommen, plus die übliche Verlängerung gibt das ne prima Verzweigung (gegenstãndig halt). Im langlosen Zustand drahten und den Ast in die gleiche Ebene drehen, bingo.
Bei Schwarz wirst du wohl einen Langtrieb bekommen. Da guckt schon was Grünes aus der Achsel.
Bei Rot sitzt jetzt schon eine so dicke Knospe, dass es glatt ein Langtrieb werden könnte, das weiss man vorher nie.

Dieses Jahr wars generell schwierig mit Langtrieben, lag am wechselhaften und wenig konstanten Wetter.
Wenn du die blauen aber im Winter wieder auf maximal 2 Blätter zurücknimmst, forciert du die Langtriebe ja wieder.
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Zuletzt geändert von abardo am 13.09.2015, 15:31, insgesamt 1-mal geändert.
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Kyrilla
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Re: Verzweigung beim Apfel

Beitrag von Kyrilla »

Der rote Langtrieb hätte mich mehr erfreut! :(
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abardo
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Re: Verzweigung beim Apfel

Beitrag von abardo »

Wie gesagt: Stoppe bei blau das Wachstum und die Knospe wird kommen. Ist ja die dickste.
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achim73
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Re: Verzweigung beim Apfel

Beitrag von achim73 »

Stoppe bei blau das Wachstum und die Knospe wird kommen
ja, aber genau darum gehts ja. wie kriegt man den baum dazu, gleichzeitig aus MEHREREN knospen auszutreiben ?

und was bedeutet "im langlosen zustand drahten und in die selbe ebene drehen" ? :?
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Thorsten1504
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Re: Verzweigung beim Apfel

Beitrag von Thorsten1504 »

Macht es jetzt auf diesen Trieb bezogen nicht mehr Sinn direkt bis rot zurückzuschneiden, damit dann im Frühjahr rot und schwarz austreiben.
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abardo
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Re: Verzweigung beim Apfel

Beitrag von abardo »

achim73 hat geschrieben:
Stoppe bei blau das Wachstum und die Knospe wird kommen
ja, aber genau darum gehts ja. wie kriegt man den baum dazu, gleichzeitig aus MEHREREN knospen auszutreiben ?

und was bedeutet "im langlosen zustand drahten und in die selbe ebene drehen" ? :?
Keine Ahnung, bei mir trieb bis jetzt immer nur die grösste Knospe nach einem Rückschnitt aus. Das ging bei mir immer nur Austrieb-Rückschnitt-Austrieb-Rückschnitt. Ich find Äpfel da viel einfacher als manch andere Laubbäume. Und wenn man immer wieder stutzt treibt dann irgendwann jede Achsel aus.

Langlos muss natürlich "blattlos" heissen (sorry, heute zu viel getippt).
Bei dem Beispiel geht ja der Langtrieb eher nach oben weg, das will man ja nicht. Entweder unten oder eben rechts-links in der gleichen horizontalen Ebene. Also drahten und den Ast verdrehen, bis man ein rechts-links hat.

Jetzt genau bei Rot zurückschneiden, ist nicht so passend. a) verlierst du die vorhandene Verzweigung und die dicke Knsope direkt danach, b) treibt die letzte Knospe eben beim Apfel nicht so schnell aus, wenn sie ganz klein ist, sondern dann eher die vorletzte, schon viel grössere.

Viel schwieriger finde ich beim Apfel einen Austrieb am Stamm zu provozieren. Das ist bis jetzt nur Glück gewesen. Oder schlafende Knospen anzuregen, damit man zu lange Internodien los wird, hab ich bis jetzt noch nicht hinbekommen ...
Zuletzt geändert von abardo am 17.09.2015, 16:29, insgesamt 1-mal geändert.
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Waya
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Re: Verzweigung beim Apfel

Beitrag von Waya »

Obstbäume und eben auch der Apfel neigen stark zu Apikaldominanz. Das heißt, das sämtliche Stoffe in die Spitze, in den Haupttrieb gehen, während Seitentriebe unterdrückt werden (mittels dem Phytohormon Auxin).

Um auch andere Knospen zum Austrieb zu bewegen um so eine Verzweigung zu bekommen, gibt es 2 Möglichkeiten:

1. Durch eine waagerechte Stellung des Astes die Knospen der Oberseite zu fördern (Oberseitenförderung), oder
2. den entsprechenden Ast soweit runter zu biegen, das eine oder mehrere Knospen sich quasi an der "höchsten Stelle" des Astes befinden (Scheitelpunktförderung).

Weiteres ist hier zu finden: (sonst hätte ich meine Unterlagen vom Studium raussuchen müssen... :lol: )
https://www.enzkreis.de/media/custom/179_6975_1.PDF


Wenn man diese Grundlagen jetzt auf Bonsai übertragen will, ist es ja möglich, einen Trieb, der sich verzweigen soll, zeitweise herunter zu drahten. Da hier das Wachstum nicht so extrem ist wie bei einem Baum im Garten, verholzt sich der Triebe auch nicht so schnell, das heißt, er ist immer noch flexibel und kann nach dem Austrieb mehrerer Knospen auch wieder in eine passendere Position gebracht werden.
Mit dabei beachtet werden sollte die Stellung des Astes im Baum. Wenn man den Trieb eher an einem unteren Ast haben will aber obenrum am Baum nichts macht und die Auxin Produktion nicht durch Schnitt etc. wenigstens stört, kann man da auch lange warten, bis was passiert.
Gruß, Claudia
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abardo
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Re: Verzweigung beim Apfel

Beitrag von abardo »

Hi,

das mit dem Scheitelpunkt fand ich auch sehr interessant, hatte schon davon gehört und seit diesem Frühjahr an unteren Ästen an einem dickeren Apfel probiert. Jetzt sind zwar die schlafenden Knospen prima "oben" und oben im Baum wurde auch alles fein kurz gehalten, geholfen hat es jedoch nicht. Ich lass mal die Äste noch im nächsten Jahr so, vielleicht braucht es etwas "Anlauf" ...

Das hier aus dem PDF kann ich aus der Praxis heraus nicht bestätigen:
"b) Wird kaum zurückgeschnitten, so verbleiben eine Vielzahl von Knospen am Trieb. Aus diesen Knospen entstehen viele schwache Austriebe."
Wenn ich einen Apfel nur wenig zurückschneide, passiert an inneren Knospen nichts und nur die letzte grosse Knospe an einem Trieb kommt.
Zuletzt geändert von abardo am 17.09.2015, 16:33, insgesamt 1-mal geändert.
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Kyrilla
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Re: Verzweigung beim Apfel

Beitrag von Kyrilla »

abardo hat geschrieben: Wenn ich einen Apfel nur wenig zurückschneide, passiert an inneren Knospen nichts und nur die letzte Knospe an einem Trieb kommt.
Genauso.Naja,ist ja bald Schnittzeit.
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abardo
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Re: Verzweigung beim Apfel

Beitrag von abardo »

Hi,

im Spätherbst werde ich mal an ein paar Nachzucht-Äpfeln testen, was es bringt, wenn ich Knospen rauspuhle.

Denke mal ganz naiv, z.B. bei einem Ast wirklich keine Knospe übrig zu lassen und das Ende des Astes zu beschneiden, dann müsste doch ein schlafendes Auge geweckt werden.
Oder an einem Ast wirklich nur eine einzige vorhandene Knospe übrig zu lassen, die müsste dann ja auch kommen.
Oder an einem Ast eine Knospe nahe am Stamm und eine am Ende des Astes übrig lassen ? Kommen dann beide ?
Hab auch noch einen zweijährigen Apfel mit einem Spitzenast und zwei Ästen. Was passiert wohl, wenn ich dem alle Knospen wegpuhle und beide Äste und die Spitze kurz schneide ? Kommt dann was aus dem Stamm ? Müsste doch ...

Hat das schon mal einer gemacht ? Was passiert wann genau ?
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Olaf_Gd
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Re: Verzweigung beim Apfel

Beitrag von Olaf_Gd »

Hallo,
bei Obstbäumen wird das herunterbinnden von Zweigen gemacht um Fruchtholz zu erzeugen.
Ein Waagerecht oder nach untern stehender Trieb wandelt sich durch den Prozess der Triebwandelung in einen Fruchttrieb um, der dann Blüten bildet. Aus diesen Trieben bilden sich dann nur nach sehr starkem Rückschnitt wieder Langtriebe.

Ein normaler Apfelbaum (kein Bonsai) bildet nach einem Rückschnitt normalerweise an der Schnittstelle mind 3 Austriebe. Weiter unten bilden sich dann oft auch noch neue Triebe. Nur schwache und zu wenig gedüngte oder kranke Bäume bilden weniger Triebe. Ausnahmen können
auf schwach wachsende Unterlagen veredelte Bäume sein.

Auf Bonsai übertragen würde ich sagen, mehr düngen, mehr wässern damit der Baum stärker wächst,
dann klappt es auch besser mit dem Rückschnitt.

Gruss Olaf
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