ich habe letztes Jahr einen Abmoosversuch bei einem Feldahorn im Feld versucht.
Leider ist das Ergebnis nur "suboptimal" ausgefallen .
Nun hab ich mir gedacht, setz ihn mal in einen größeren Topf mit Blähton und hab dazu den Wurzelballen vom Lehm befreit - so steht er nun vor Frost geschützt im Glashaus.
Doch nun was tun mit der Abmoosstelle? - nochmal komplett neu starten oder nur partiell den Kallus wegschneiden und die bereits gebildeten Wurzeln lassen?
Jetzt gleich oder erst im Mai?
Gruß
Uli
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kannst Du Dir das suboptimale Ergebnis erklären? Ich frage weil ich denke, dass Du erst dann neu durchstarten solltest, wenn Du weißt warum es nur zu einer partiellen Wurzelbildung kam. Hast Du den Baum regelmäßig gedreht? Ich hab selbst festgestellt und auch hier gelesen, dass die der Sonne zugewandte Seite leichter Wurzeln bildet als die im Schatten befindliche (Wurzelentwicklung funktioniert in der Wärme besser).
Mir fehlt leider die Erfahrung Dir einen optimalen Rat zu geben, denke aber daß beim Nachschneiden die Gefahr besteht, dass die bereits vorhandenen Wurzeln nur noch stärker werden. Vielleicht schreibt ja auch jemand mit mehr Erfahrung hierzu etwas.
ich denke der Grund warum es nicht so gut funktioniert hat, ist der, daß der Baum im Feld stand (deshalb tat ich mir auch so schwer mit dem drehen ) und auch die Abmoosung nicht mit Spaghnum Moos sondern mit recht feinem Subtrat erfolgte.
Ich habe die Abmoosstelle einfach mit einem aufgeschnittenen Blumentopf umgeben und dort recht feines Substrat eingefüllt.
Dannach hab ich den Baum nicht weiter beachtet.
Nun da er im Topf steht, kann ich ihn a) drehen und b) die Abmoosstelle auch besser im Auge behalten.
Nichts desto trotz die Frage - noch mal von vorn oder mit die bestehenden Wurzeln "stehen" lassen?
Ok, das Drehen im Feld können nur die Profis
Ich an Deiner Stelle würde von vorne anfangen. Warum? Weil beim partiellen Nachschneiden wahrscheinlich die bereits bestehenden Wurzeln versuchen würde die Versorgung zu übernehmen.
By the way. Mit Bewurzelungshormon hab ich bislang keine berauschende Erfolge feiern können. Sprich, ich hab keinen Unterschied zwischen "mit" und "ohne" feststellen können. Pack die Abmoosstelle einfach in eine Mischung aus Spaghnummoos und Akadama, verpack das ganze mit dunkler Plastikfolie, halte die Stelle feucht und dreh das Bäumchen regelmäßig, dann sollte es klappen. Anfangen würde ich aber erst, wenn deutlich Frühling ist. Wurzelwachstum braucht Wärme.
auf deinem Bild sieht man, dass du einen Draht in eine Kerbe eingelegt hast (richtig?). Mir scheint es als ob diese Kerbe nicht breit genug war. Man kann klar erkennen, dass der Kallus die Lücke überwallt hat. So besteht natürlich auch weniger "Not" Wurzeln zu bilden.
Ich vermute ebenfalls, dass die Wurzelentwicklung gestört sein würde wenn du bei einem erneutem Versuch Wurzeln an der Abmoosstelle behalten würdest.
Auch sollte ein gröberes Substrat und Spagnummoos sinnvoller sein. Duch die schnelle Austrockung müssen sich die Wurzeln sputen um dem Wasser hinterher zu kommen. Das Spagnum wird die Feuchte an der Schnittstelle aber wiederum vor zu schneller Austrocknung schützen.