
Rhodohypoxis "Pictus"

Rhodohypoxis "Stella"
Insgesamt gibt es sechs verschiedene Arten (Rhodohypoxis baurii, Rhodohypoxis deflexa, Rhodohypoxis incompta, Rhodohypoxis milloides, Rhodohypoxis rubella und Rhodohypoxis thodiana), die im östlichen Südafrika (Oranje Freistaat, Lesotho, Östliches Kap, Transvaal, Natal und Swaziland) beheimatet sind. Sie gedeihen dort im Gebirge (1000 bis über 3000 m Seehöhe) auf feuchten grasbewachsenen Hängen, feuchten Plätzen bei Felsen oder am Rand von Mooren u. Gewässern.
Alle Arten stammen aus Sommerniederschlagsgebieten und passen sich den klimatischen Bedingungen bei uns in Europa eigentlich recht gut an.
Rhodohypoxis bevorzugen kalkfreie, durchlässige Erdsubstrate und sollten in der Vegetationszeit sehr feucht gehalten werden. Als Substrat verwende ich eine Mischung aus Weißtorf, Akadama und Bims- bzw. Granitkies (der Weißtorf erhöht das Wasserhaltevermögen im Substrat). Gedüngt wird alle 2-3 Wochen mit organischem Flüssigdünger.
Ich überwintere meine Rhodohypoxis im kalten (bei mir dunklen) Keller; gegossen wird nur alle paar Wochen.

So sehen die Pflanzen nach der Überwinterung im zeitigen Frühjahr aus .....
Ein jährliches Umtopfen bei der Kultur in Schalen wird empfohlen, dabei können die Pflänzchen gleich geteilt werden. Die Vermehrung funktioniert relativ einfach, indem man die Knöllchen der Polster im Frühjahr oder auch während der Vegetationszeit im Sommer teilt und in frisches Substrat topft. Frisch vermehrte Knöllchen füllen den neuen Topf relativ rasch. Auch die sofortige Aussaat der frisch geernteten Samen (die Keimfähigkeit geht rasch verloren!) klappt ohne Probleme.
Wer es wirklich bunt liebt, kann die Knöllchen oder Samen auch mischen und in Töpfe pflanzen bzw. aussähen. Das Ergebnis ist ein kunterbunt blühender Polster in der Schale.
Neben den bereits erwähnten sechs verschiedenen Arten treten in ihrer Heimat Südafrika auch Kreuzungen mit der gelb bzw. weiß blühenden Hypoxis parvula auf, die das Farbspektrum ein wenig erweitern und unter X Rhodoxis botanisch beschrieben wurden (Anmerkung: das X vor dem Pflanzennamen steht für Kreuzung).
Die wichtigsten Kreuzungen sind die aus Rhodohypoxis baurii und Hypoxis parvula, welche deutlich ihre Staubbeutel zeigen und weiß oder rosa (Hebron Farm Pink, Hebron Cerise oder Hebron Farm Red Eye) blühen.
Die meisten Zuchtsorten stammen von Rhodohypoxis baurii var. platypetala ab:
Alba (weiß)
Albrighton (tiefrosa)
Appleblossom (rosa)
Confecta (rosa)
Dawn (hellrosa, im Abblühen weiß werdend)
Douglas (tiefrot)
Fred Broome (zyklamenrosa)
Garnett (große, dunkelrote Blüten)
Great Scott (tiefrot)
Harlequin (weiß mit rosarotem Rand
Pictus (weiß mit purpurfarbenem Rand)
Ruth (weiß)
Stella (rosa)
Tetra Red
Tetra Pink
Tetra White
Wild Cherry
Besonders interessant ist Liliy Jean (von der Siskiyou Rare Plant Nursery) mit halbgefüllten, zartrosa Blüten.

"Fred Broome"

"Douglas"

"New Look"

"Wild Cherry"

"Harlequin"
Daneben gibt es noch weitere Varietäten: insgesamt kann man etwa 25 30 Sorten zusammentragen. Alles in allem ein Beisteller, der in keinem Bonsaigarten fehlen darf!

aus meiner Sammlung .....
Viel Freude mit diesen wunderbaren Blühern aus Südafrika! :D
Wolfgang

































































