Vorderseite?

Allgemeine Philosophie, Stilarten, Techniken, Vorstellung und Besprechung von Rohmaterial sowie lose Sammlung von Entwicklungs-Dokus

Welche Vorderseite?

Ansicht A
19
31%
Ansicht B
21
34%
Ansicht C
2
3%
Ansicht D
15
25%
Ich enthalte mich lieber
4
7%
 
Insgesamt abgegebene Stimmen: 61

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mohan
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Vorderseite?

Beitrag von mohan »

Hallo,
hätte da eine Frage an Alle(!) zur zukünftigen Vorderseite bei diesem Feldahorn (gesammelt im Frühjahr 2004)
Kann mich einfach nicht entscheiden.

Vielleicht hat auch jemand eine Vision was draus werden könnte, scheint ja einiges offen an Möglichkeiten. Aber die Qual der Wahl.....

Vielen Dank schon mal
monika
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Ansicht D
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Ansicht C
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donaurieder
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Beitrag von donaurieder »

Hallo Monika.

Leider sieht man wenig vom Nebari.
(Nicht vorhanden, oder sind die Bilder zu dunkel) ?

Für eine Besenform würde mir das erste Bild als Vorderansicht gefallen.

Mit deinem neuen Dremel könnte man das ganze aber etwas besser "verjüngen" :wink:
(Bild 4)

Grüße
Hermann.
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mohan
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Beitrag von mohan »

Hallo Hermann, hier siehst du was an Nebari vorhanden ist , was auf Ansicht A traditionell wohl am Besten aussieht. Unter der Erde liegt auch noch etwas aber wegen den feinen Wurzeln die auch da sind, habe ich es nicht weiter freigelegt.
Auf Ansicht B finde ich den Wurzelansatz auch nicht schlecht, weil der Baum dort ausgehölt ist, sieht aus wie ein vorne offenstehender Rock :oops: . (Leider grad kein Bild), der Baumquerschnitt ist dort oval, bei Ansicht C u. D. sieht der Wurzelansatz deshalb leider recht schmal aus.

Ich hatte ihn mir schon zum dremeln vorgenommen (man siehts auch an der Späne), ihn dann aber erstmal wieder weggestellt u.a. weil ich mich für keine Vorderseite entscheiden konnte.
Danke für dein Bild, da bin ich so noch gar nicht drauf gekommen das Loch (wie nennt man das eigentlich) nach oben zu erweitern. Ich selbst hatte daran gedacht es nach unten auszudehnen und mit der „Rock“-öffnung zu verbinden.......aber deine Vorstellung gefällt mir eindeutig besser....
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donaurieder
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Beitrag von donaurieder »

Hallo Monika.
Sieht doch gut aus !
Auf den ersten Bildern sah es so aus als würde der Stamm unten dünner werden!
Das wird mit Sicherheit mal >Einer<, freu mich auf "Werdegang-bilder":wink:
Grüße
Hermann
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mohan
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Beitrag von mohan »

Hermann, ich hab da noch eine Frage und zwar:
Es regnet in die mittlere Aushölung immer rein, es wohnen auch diverse Untermieter drin (Weberknecht & Co). Gegen die Untermieter habe ich nichts aber ich habe etwas Angst, dass mir der Baum von innen wegmockert mit der Zeit, deswegen wollte ich nach unten auch einen Ablauf schaffen.

Sollte ich sowas trotzdem noch ins Auge fassen oder kann ich das ganz locker sehen, weil nichts dramatisches passieren kann?
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donaurieder
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Beitrag von donaurieder »

Hallo Monika.
Zum Thema "Aushölungen" bei Laubbäumen bin ich leider nicht der Experte :oops:
Aber einfach mal geradeaus gedacht mußt du natürlich eine Möglichkeit schaffen, daß Wasser abfließen kann.
Ansonsten gut mit Jin-Mittelchen konservieren.
Zu dem Thema werden sich hier aber mit Sicherheit noch ein paar Experten melden :wink:
Grüße
Hermann.
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Pet
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Beitrag von Pet »

Experte bin ich sicher nicht :oops: - aber einige Feldahorn hab ich schon. :)
Und die faulen an alten Wunden ausgesprochen gern, wenn man nicht acht gibt! :evil:
Also besser gut im Auge behalten...
Liebe Grüße,
Pet
Reiner Goebel
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Beitrag von Reiner Goebel »

Monika:

Hier ist wie ich weitermachen würde. Der Aufbau einer Krone wird etliche Jahre dauern, besonders, wenn Du darauf erpicht bist, einen einigermaßen glaubhaften Verjüngungsübergang in der Krone zu erreichen. Der von mir gewählte Kronentrieb scheint leider seinen Ursprung hinter dem Stamm zu haben. Besser wäre es, entsprenge er von der Vorderseite.

Aber man kann nicht alles haben. :wink:

Sollte sich jedoch auf der Vorderseite eine Knospe regen, ...

Auf keinen Fall würde ich die Ansicht mit der Wunde als Vorderansicht wählen.
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dsc03110.jpg (59.54 KiB) 3065 mal betrachtet
Reiner G.
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mohan
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Beitrag von mohan »

Hallo Pet,
danke für den Hinweis. Vielleicht könnte ich einen innen liegenden Wasserablauf schaffen indem ich einfach von der oberen Öffnung zur unteren durchbohre (8mm) ?

Danke Reiner, aber erstens weiß ich jetzt nicht ganz genau ob du das ernst meinst :wink: und zweitens wenn ja, weiß ich nicht was daraus später werden soll. Ich nehme an keine Besenform sondern frei aufrecht??


(Ich rechne schon mit einigen Jahren, aber irgendwann muss man schliesslich mal anfangen....)
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Walter Pall
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Beitrag von Walter Pall »

Monika,

ich war bisher der einzige, der Vorderseite C gewähjlt hat. D käme für mich auch noch in Frage. Das wird nie ein braver, sauberer Baum, an dem alles nach Bilderbuch stimmt. Aber ein wilder Baum mir viel Charakter, Ecken und Kanten kann das schon werden. Ich sehe eine Art freie Besenform. Frei aufrecht ist schade um die Mühe. Die Wunden und Verletzungen würde ich betonen. Auf jeden Fall eine Herausforderung, weil man mit viel Phantasie herangehen muß.
Meine Beiträge und Bäume dürfen gerne kritsch beurteilt und diskutiert werden.
Aber bitte nicht unbedingt mit mir.

mit freundlichen Grüßen
Walter Pall
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mohan
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Beitrag von mohan »

Ich meine auch, das eine „freie“ Besenform am ehesten der natürlichen Wuchsform eines (dieses) Feldahorn entsprechen würde.

Ich freue mich natürlich sehr über Reiners Beteiligung, wenn ich seinen Vorschlag jedoch richtig interpretiert habe sehe ich zukünftig, wie schon angedeutet wurde, folgende Schwierigkeiten:

A. Zeitverlust
B. Um es mit Worten von Thomas P, zu sagen: Der Baum würde wohl nie schlüssig aussehen (fehlende Stammverjüngung). Ich hätte wahrscheinlich stets mit einem ähnlichen formalen Problem zu kämpfen wie Gunter es schon bei Karls Hartriegel festgestellt hat.

Zur Vorderseite und dem Vorschlag die Wunden zu betonen, habe ich ähnliche Vorstellungen wie Walter und andere und denke, dass Hermanns Vorschlag schon genau in die Richtung geht. Nur die Stammneigung (eher vom Betrachter weg- ich habe Hemmungen die Regel hier zu brechen) und das weniger gute Nebari bei den in Frage kommenden Ansichten, lassen mich zweifeln.

Stimmt, der Baum wurde nicht ausgegraben um ein braver Baum zu werden. Bei uns gibt es ein Sprichwort, was der Reiner G. vielleicht in sein Sprüche-Repertoire für andere Gelegenheiten aufnehmen möchte ;-) :

„ Aus einer Runkel macht man keine Zierpflanze!“

Er soll ruhig verwegen sein. Nur sollte er mir halt nicht vorher wegmodern!
Reiner Goebel
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Beitrag von Reiner Goebel »

mohan hat geschrieben:Danke Reiner, aber erstens weiß ich jetzt nicht ganz genau ob du das ernst meinst :wink:
Ist mein Vorschlag wirklich so abwegig, dass an seiner Glaubwürdigkeit gezweifelt werden könnte? :cry:

Natürlich meinte ich es damit ernst!
und zum zweiten wenn ja, weiß ich nicht was daraus später werden soll. Ich nehme an keine Besenform sondern frei aufrecht??
Richtig.

Eine Besenform wäre für mich nicht mehr als eine Notlösung.
Reiner G.
Reiner Goebel
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Beitrag von Reiner Goebel »

mohan hat geschrieben:Ich meine auch, das eine „freie“ Besenform am ehesten der natürlichen Wuchsform eines (dieses) Feldahorn entsprechen würde.

Ich freue mich natürlich sehr über Reiners Beteiligung, wenn ich seinen Vorschlag jedoch richtig interpretiert habe sehe ich zukünftig, wie schon angedeutet wurde, folgende Schwierigkeiten:

A. Zeitverlust
Bonsai braucht halt seine Zeit. Es lehrt uns, längerfristig zu denken. Du bist noch jung. Warum hasten? :wink:
B. Um es mit Worten von Thomas P, zu sagen: Der Baum würde wohl nie schlüssig aussehen (fehlende Stammverjüngung).
Na, und wie wäre die bei der Besenform weniger störend? Um den groben Stumpf kommst Du so oder so nicht herum.
Zur Vorderseite und dem Vorschlag die Wunden zu betonen, habe ich ähnliche Vorstellungen wie Walter
Ogottogottogottogott. :wink:
Nur die Stammneigung (eher vom Betrachter weg- ich habe Hemmungen die Regel hier zu brechen)
Sei Walters Unterstützung gewiss. :wink:
Stimmt, der Baum wurde nicht ausgegraben um ein braver Baum zu werden.
Glaube mir: er wird entweder Mist oder brav. Vor die Wahl gestellt, würde ich auf Mist keine Zeit verschwenden.
Bei uns gibt es ein Sprichwort, was der Reiner G. vielleicht in sein Sprüche-Repertoire für andere Gelegenheiten aufnehmen möchte ;-) :

„ Aus einer Runkel macht man keine Zierpflanze!“
:lol:

Warum dann aus ihr einen Bonsai machen? Was Runkel ist Runkel bleibt. Nur wenn wir uns, ewig strebend :wink: , bemühen selbst aus einer Runkel etwas Bonsaiähnliches zu schaffen, werden wir dem Gedanken Bonsai gerecht.
Er soll ruhig verwegen sein.
:)

Na, denn man tau!

Verwegen wird er nie sein. Das ist von einem Laubbaum zuviel erwartet. Es sei denn, man setzt verwegen gleich mit Mist.
Reiner G.
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mohan
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Beitrag von mohan »

Reiner, du bist ja immer soooo direkt! ;-)
Warum hasten?
Damit ich ihn dir vielleicht noch mal zeigen kann....
Na, und wie wäre die fehlende Stammverjüngung bei der Besenform weniger störend? Um den groben Stumpf kommst Du so oder so nicht herum.
Bei mehreren abgehenden Stämmen/Ästen ist das in der Tat weniger störend, eher ist es normal, ausserdem gibt es noch technische Möglichkeiten damit kann man etwas nachhelfen um es für Betrachter wie dich etwas „stimmiger“ zu machen ;-)
Was Runkel ist Runkel bleibt
Ich wusste, dass dir das gefällt
Das ist von einem Laubbaum zuviel erwartet
Mag sein, dann habe ich meine Lektion halt schon frühzeitig gelernt, ist mir aber lieber als sich erst viele Jahre mit struppigen Nadelgehölz abzugeben.

Jetzt aber mal Spaß beiseite.
Ich habe mich nun endlich für eine Vorderseite entschieden (nachdem meine Nachbarn mich njetzt endgültig für absolut bekloppt halten, weil ich stumpfsinnig auf eine Kiste mit einem verkrüppelten Ast drin starre und diese viele, viele Minuten lang immer nur im Kreis rum drehe).


Ich werde nun die Ansicht als Vorderseite betrachten, die genau zwischen A und D liegt. Aus folgenden Gründen:

Das Nebari wirkt relativ gut.
Der Baum neigt sich nach vorne links auf den Betrachter zu.

Man kann den wirklichen Charakter des Baumes erahnen wenn man den „Verletzungsspuren“ nach geht und etwas links oder rechts um den Baum rum „schielt“.

Das ganze Ausmaß der „hässlichen“ Verwundungen bekommt der Betrachter aber jetzt nur mit wenn er einmal ganz herum geht.

Auf dem zweiten Bild (Ansicht zwischen B und C) sieht man:
Der Baum neigt sich nach schräg hinten rechts.
Das Nebari ist nicht so gleichmäßig (eine störende dicke Wurzel rechts)

halbwegs zufrieden Reiner?

andere Meinungen?
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Ansicht B/C (Rückseite)
Ansicht B/C (Rückseite)
hinten.jpg (45.36 KiB) 2914 mal betrachtet
Anischt A/D (Vorderseite)
Anischt A/D (Vorderseite)
vorne.jpg (38.84 KiB) 2914 mal betrachtet
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Amadeus
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Beitrag von Amadeus »

Hallo Monika,

ich würde den Fräser nochmal ansetzen und richtig in den Stamm reingehen. Der Aufbau einer gescheiten Krone ist sicherlich ein längerfristiges Vorhaben. Später würde ich die Pflanzposition noch ändern( soll heißen, ich würde ihn etwas aufrichten), da der Baum mir leicht linkslastig erscheint.


Viele Grüße
Holger
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vorne_102.jpg (53.07 KiB) 2827 mal betrachtet
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