dieser Beitrag ist eigentlich schon etwas älter. Den habe ich letztes Jahr im Frühjahr im BCD Forum gepostet. Dort werden die Beiträge aber sehr schnell gelöscht und sind nach einiger Zeit auch über die „Suchenfunktion“ nicht mehr zu finden.
Um den Anfängern vor dem Frühjahr eine kleine Hilfestellung bei der Mischung ihrer Bonsaierde zu geben, poste ich hier noch einmal den alten Beitrag.
Der Nils hatte die Daten noch auf der Platte und sie mir noch einmal zur Verfügung gestellt. Das kommt dabei heraus, wenn man selbst zu faul ist alles zu archivieren
Wie man in den letzten Wochen häufig lesen konnte, haben viele Bonsaifreunde Schwierigkeiten, eine gutgeeignete Erde für Ihre Bonsai zu mischen. Deshalb möchte ich Euch erklären, wie Ihr Euch eine gute Standarderde selber mischen könnt.
Was macht eine gute Erde für unsere Bonsai aus?
Zunächst soll sie ja dem Baum halt geben. Sie soll Wasser speichern können. Es darf aber wiederum kein Wasser in der Bonsaischale stehen bleiben, da es sonst schnell zu Fäulnisprozessen kommen kann. Außerdem soll sie auch in der Lage sein, Sauerstoff an die Wurzeln zu lassen.
Alle diese Erfordernisse machen eines klar, unsere Erde muss ziemlich durchlässig sein. Haben die Bestandteile unserer Erde zu feine Anteile, werden diese verdichten und das Wasser findet keinen Weg aus dem Topf. Haben wir in einem verdichteten Boden außerdem viele Humusanteile, sind Fäulnisprozesse vorprogrammiert. Bäume wachsen nicht in der Humusschicht, sondern sie schicken ihre Wurzeln in den lehm-und steinhaltigen Boden, der darunter liegt. Nur Blumen, Gräser und wenige Sträucher fühlen sich im Humus wohl und gedeihen darin.
Welche Bestandteile kann dann unsere Bonsaierde haben?
Einfach gesagt, alles was eine gute Drainage erlaubt.
Groben Torf kann man nehmen, bei Nadelgehölzen etwas mehr als bei Laubgehölzen.
Akadama ist das japanische Lehmgranulat, bei Laubgehölzen kann man einen größeren Anteil verwenden als bei Nadelgehölzen.
Bims ist sehr gut geeignet, zusammen mit anderen Granulaten. Bims ist die erste Wahl bei Bäumen die einen kalkhaltigen Boden bevorzugen. Bäume, die lieber einen sauren Boden wollen, mischt man kein Bims ins Pflanzgranulat. Hier nimmt man Lava, Akadama und Torf.
Lavagranulat nimmt man dann, wenn der Baum viel Wasser braucht. Lava saugt Wasser wie ein Schwamm auf und speichert das sehr gut.
Beim Zubehör für Teichanlagen findet man auch geeignete Granulate. Ufersubstrat ist eine Mischung aus Lava und Bims. Es hat viele feine Anteile und muss sorgfältig gesiebt werden. Dann findet man dort auch Bims, Tuff, Granitverwitterung (3 - 15mm Körnung) und Zierkies (gute Drainage, aber kein Wasserspeicher).
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