Gingko
Gingko
Hallo,
ich habe einen Gingko, dem ich beim Umtopfen gerne den Wurzelbereich
verkleinern möchte. Auf der anderen Seite möchte ich eigentlich keinen Schnitt der Äste vornehmen.
Wie (wenig) drastisch darf der Rückschnitt ausfallen?
Der Gesundheitszustand des Baumes ist m.E. top.
ich habe einen Gingko, dem ich beim Umtopfen gerne den Wurzelbereich
verkleinern möchte. Auf der anderen Seite möchte ich eigentlich keinen Schnitt der Äste vornehmen.
Wie (wenig) drastisch darf der Rückschnitt ausfallen?
Der Gesundheitszustand des Baumes ist m.E. top.
Ich mag verdammen, was Du sagst, aber ich werde mein Leben geben, daß Du es sagen darfst(Voltaire)
- Wolfgang
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VORSICHT
Georg. -
Ginkgo´s bzw. die fleischigen Wurzeln dieser Baumart vertragen keinen kräftigen bzw. radikalen Wurzelschnitt
Also lieber in mehreren Etappen schneiden oder doch eine etwas größere Schale verwenden.
Ginkgo´s bzw. die fleischigen Wurzeln dieser Baumart vertragen keinen kräftigen bzw. radikalen Wurzelschnitt
Also lieber in mehreren Etappen schneiden oder doch eine etwas größere Schale verwenden.
Grüße! Wolfgang
http://www.yamadori-bonsai.info
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Constantin
Erst mal langsam...
Hallo!
Wolfgang hat absolut recht. Ginko macht mit seinen ganz speziellen Wurzeln manchmal schon Zicken. Ich habe zu Hause ein paar Sämlinge, einige davon sind mir schon krank geworden, so dass ich sie auf Freilandkur schicken musste. Meine Lehre daraus: Eigentlich sollte es kein besonderes Problem sein, die Wurzeln die sich am Ballengrund eingerollt haben auszudünnen oder ganz zu entfernen und den Baum zunächst in ein größeres Gefäß umzupflanzen und ihn gut pflegst. Das lockert den Ballen, vorausgesetzt du wartest nicht zu lange mit dem erneuten Umtopfen. Dann geht das Spielchen nämlich von vorn los.
Alles gute!
Constantin
Wolfgang hat absolut recht. Ginko macht mit seinen ganz speziellen Wurzeln manchmal schon Zicken. Ich habe zu Hause ein paar Sämlinge, einige davon sind mir schon krank geworden, so dass ich sie auf Freilandkur schicken musste. Meine Lehre daraus: Eigentlich sollte es kein besonderes Problem sein, die Wurzeln die sich am Ballengrund eingerollt haben auszudünnen oder ganz zu entfernen und den Baum zunächst in ein größeres Gefäß umzupflanzen und ihn gut pflegst. Das lockert den Ballen, vorausgesetzt du wartest nicht zu lange mit dem erneuten Umtopfen. Dann geht das Spielchen nämlich von vorn los.
Alles gute!
Constantin
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Reiner Goebel
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Den pessimistischen Antworten meiner Vorredner kann ich mich eigentlich nicht anschliessen. Ich weiss natürlich nicht, wie drastisch 'drastisch' ist, aber zur Veranschaulichung dessen, was mein Ginkgo vor ein oder zwei Jahren selbst nach Austrieb mühelos verkraftet, hier ein paar Bilder.
- Dateianhänge
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- Der Baum in seiner neuen Behausung.
- DSCN0395si.jpg (20.07 KiB) 5871 mal betrachtet
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- Hier von vorn.
- DSCN0349si.jpg (21.04 KiB) 5871 mal betrachtet
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- Vorbereitung der Schale.
Hier von hinten. - DSCN0358si.jpg (13.77 KiB) 5871 mal betrachtet
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- Nach Rückschnitt der Wurzeln.
- DSCN0334si.jpg (26.38 KiB) 5871 mal betrachtet
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- Der Wurzelballen, so wie er aus der alten Schale kam.
- DSCN0330si.jpg (41.73 KiB) 5871 mal betrachtet
Reiner G.
- Wolfgang
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Nur die BESTEN Schalen aus Japan mit unzählingen STEMPEL auf der Unterseite finden in Kanada Verwendung .......
Reiner, ganz so weit würde ich die Wurzeln eines Ginkgo nicht zurück schneiden.
Reiner, ganz so weit würde ich die Wurzeln eines Ginkgo nicht zurück schneiden.
Grüße! Wolfgang
http://www.yamadori-bonsai.info
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Reiner Goebel
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Hast Du es schon einmal versucht? Und wenn Du es versucht hast, und es hat nicht geklappt, bist Du Dir sicher, dass das 'Nicht-Klappen' an dem Wurzelrückschnitt gelegen hat und nicht an irgendetwas Anderem?Wolfgang hat geschrieben:Reiner, ganz so weit würde ich die Wurzeln eines Ginkgo nicht zurück schneiden.
Nun habe ich nur diesen einen Ginkgo, kann mich also nicht breiter Erfahrung mit vielen Artgenossen rühmen. Aber immerhin, basierend auf meiner zugegebenermassen begrenzten Erfahrung, würde ich nicht so zimperlich sein.
Reiner G.
- Wolfgang
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Reiner,
wir beiden "alten Hasen" wissen natürlich aufgrund jahrzehntelanger
Erfahrung, dass Pflanzen wesentlich mehr vertragen, als manch einer glauben mag. -
Es wäre nur nicht sinnvoll, ein bisschen weniger erfahrenen Bonsaifreunden sehr radikale Wurzelrückschnitte zu empfehlen. - Besser ist es bestimmt, vorsichter zurück zu schneiden ......
wir beiden "alten Hasen" wissen natürlich aufgrund jahrzehntelanger
Es wäre nur nicht sinnvoll, ein bisschen weniger erfahrenen Bonsaifreunden sehr radikale Wurzelrückschnitte zu empfehlen. - Besser ist es bestimmt, vorsichter zurück zu schneiden ......
Grüße! Wolfgang
http://www.yamadori-bonsai.info
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Reiner Goebel
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Ich halte den bebilderten Rückschnitt nicht für sonderlich radikal. Mir liegt nichts daran, eine Pflanze aufs Äusserste zu prüfen, und so tue ich das, was ich tue, weil ich finde, dass es dem Bonsai gut tut ohne der Pflanze zu schaden.Wolfgang hat geschrieben:Es wäre nur nicht sinnvoll, ein bisschen weniger erfahrenen Bonsaifreunden sehr radikale Wurzelrückschnitte zu empfehlen. - Besser ist es bestimmt, vorsichter zurück zu schneiden ......
Auch liegt mir nichts daran, jemanden zu abenteuerlichen Experimenten zu animieren. Als ich machte was ich machte, kam ich mir nicht sonderlich gewagt vor. Natürlich hatte ich einiges Vertrauen in in der Vergangenheit gesammelten Erfahrungen, aber genau das ist es, was wir 'alten Hasen' den blutigen Anfängern hier vermitteln sollten.
Vorsicht ist immer besser als Nachsicht. Unbegründete Zimperlichkeit, aber, ist nicht der Sache Bonsai tunlich.
Zu welchem Grade eine Pflanze einen Wurzelrückschnitt verkraften kann, hat nichts mit dem Erfahrungspegel des Bonsaifreundes zu tun. Die Pflanze reagiert dessen ungeachtet.
Reiner G.
Hallo und erst mal Danke für Eure Mühen.
Schön zu lesen, wie sich zwei "alte" Hasen austauschen.
Vom natürlichen Alter her gesehen schlage ich Dich deutlich, Wolfgang;
beim anderen halte ich mich lieber zurück.
Aus beider Antworten habe ich aber gelernt. Radikal würde ich bei den fleischigen Wurzeln auch nicht schneiden, aber die Bilder zeigen ja eine große Anzahl an Wurzeln, die nach dem Schnitt übrig geblieben sind. Und das empfinde ich zumindest nicht als waghalsig. Wenn mein Baum diese Anzahl an Wurzeln gebildet hat, dann habe ich keine Probleme, diese analog wie gesehen zurückzuschneiden.
Mal sehen. Später, wenn´s soweit ist.
Schön zu lesen, wie sich zwei "alte" Hasen austauschen.
Vom natürlichen Alter her gesehen schlage ich Dich deutlich, Wolfgang;
beim anderen halte ich mich lieber zurück.
Aus beider Antworten habe ich aber gelernt. Radikal würde ich bei den fleischigen Wurzeln auch nicht schneiden, aber die Bilder zeigen ja eine große Anzahl an Wurzeln, die nach dem Schnitt übrig geblieben sind. Und das empfinde ich zumindest nicht als waghalsig. Wenn mein Baum diese Anzahl an Wurzeln gebildet hat, dann habe ich keine Probleme, diese analog wie gesehen zurückzuschneiden.
Mal sehen. Später, wenn´s soweit ist.
Ich mag verdammen, was Du sagst, aber ich werde mein Leben geben, daß Du es sagen darfst(Voltaire)
- Wolfgang
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Du hast recht, Reiner,
aber nun muss ich ein wenig weiter ausholen ......:
Von vielen Bonsaifreunden wird beim Umtopfen am Ballenrand nur ein klein wenig "herumgekratzt", zu wenig alte Erde ausgekämmt und - ohne den Kern des Wurzelballens ordentlich zu bearbeiten (evtentuell sogar inklusive Auswaschen der Wurzeln) - sofort wieder neu eingetopft. - Es bilden sich in diesem Fall nur im äußersten Randbereich der Schale neue, feine Faserwurzeln, im Kernbereich kann es zu keiner Wurzelneubildung und u.U. sogar zu Wurzelfäule kommen.
Auf deinem Bild erkennt man, dass dein Ginkgo auch in Stammnähe noch vorbildlich viele feine Wurzeln aufweist, darum kannst du im Fall deines Bonsai auch kräftiger zurückschneiden.
aber nun muss ich ein wenig weiter ausholen ......:
Von vielen Bonsaifreunden wird beim Umtopfen am Ballenrand nur ein klein wenig "herumgekratzt", zu wenig alte Erde ausgekämmt und - ohne den Kern des Wurzelballens ordentlich zu bearbeiten (evtentuell sogar inklusive Auswaschen der Wurzeln) - sofort wieder neu eingetopft. - Es bilden sich in diesem Fall nur im äußersten Randbereich der Schale neue, feine Faserwurzeln, im Kernbereich kann es zu keiner Wurzelneubildung und u.U. sogar zu Wurzelfäule kommen.
Auf deinem Bild erkennt man, dass dein Ginkgo auch in Stammnähe noch vorbildlich viele feine Wurzeln aufweist, darum kannst du im Fall deines Bonsai auch kräftiger zurückschneiden.
Grüße! Wolfgang
http://www.yamadori-bonsai.info
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