Unter den Gärtnern sind die Bonsaianer sozusagen die „Kleingärtner“. Von einem solchen bekam ich eine von der Frühjahrspflanzung eine übriggebliebene Knolle. Was gibt’s besseres, als einen hübschen Beisteller zu basteln.Ich suchte eine passende Schale und los gings.

Es handelt sich um Solanum tuberosum,die Heimat ist Südamerika(Anden).Die Spanier brachten sie nach Europa,wo sie zuerst als Zierpflanze ! gezogen wurde.Erst seit 200 Jahren wird sie als Nutzpflanze angebaut.Die Fiederblätter entspringen einzeln und wechselständig am kantigen Stengel.Die Blüten stehen in Blühtenständen zusammen und sind meist selbstbestäubend.Der wichtigste Teil(für uns) sind die Wurzelausläufer,vor allen sein angeschwollenes Ende.
Die Pflanze kam bei mir in reines Akadama

und dann in die volle Sonne.Der Wasserverbrauch war im Sommer enorm,die Stengel entwickelten sich allerdings nicht
besonders.Überhaupt hielten sich die Erwartungen zurück,nur das Wurzelwachstum war so stark, daß ich oft meinen dicken Daumen nehmen musste, um ein schönes Nebari zu haben

.
Die Blüte hab ich irgentwie verpasst,vielleicht hat sie es ja heimlich getrieben,sozusagen
im „Schatten der Nacht“

. Im Spätsommer wurde die Pflanze immer unansehnlicher, so das ich keinen Bock mehr drauf hatte.Gestern wollt ich sie dann entsorgen und entdeckte...
Na, seht selbst..