Kleine Bäume ganz groß. Für alle Winzlinge, die schon Baum sind und nicht Sämling, also einen gewissen Entwicklungsgrad haben. Treu dem Motto "der kleinst mögliche Baum".
Diese kleine Pinie hab ich aus einem Samen gezogen ...ca 5 Jahre alt und glücklicherweise immernoch im Jugendmodus . Sie zeigen nämlich einen Blattdimorphismus - wenn man das so nennen kann - Im Jugendstadium sind die Nadeln ganz klein, die Internodien sind gedrungen und auch die Farbe ist eher hellgrün. Wenn sie in den Altersmodus umschalten werden die Nadeln um ein vielfaches länger, die Internodien strecken sich mehr und die Farbe ist deutlich dunkelgrün.
Ich hab sie bislang durch ständigen Rückschnitt, bzw. durch Zurückknipsen der Triebspitzen unter Stress halten können und sie hält sich wacker so
Sie hat im Sommer einmal Anstalten gemacht lange Nadeln bilden zu wollen ...also, sofort wieder weg mit denen und sie treibt "jung" zurück.
Es wäre ne Wahnsinnsfusselarbeit für zarte Damenhände mit feinem Draht die Puschel nach oben zu drahten und die Polster zu stellen. Vielleicht mach ich das mal im Winter nach nem kräftigen Glühwein
saludos
avicenna
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Ich denk mir gerade ...ich hab noch nie in der Natur einen Pinienliteraten gesehen ...der typische Habitus ist doch eher das hier ... sollte ich eher auf sowas gehen statt einen Literaten daraus zu basteln ??
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bin ich also nicht der einzige der solch netten Spielereien macht .
Weist du ob und wie man die dauerhaft in diesem Stadium halten kann ohne das der Baum irgendwann aufgibt. Meine Pinie im Shohinformat hat auch in ihrem zehnten Jahr noch Jugendnadeln die Altersadeln tauchen immer wieder vereinzelt auf. Es werden aber ständig mehr.
avicenna hat geschrieben:Ich denk mir gerade ...ich hab noch nie in der Natur einen Pinienliteraten gesehen ...der typische Habitus ist doch eher das hier ... sollte ich eher auf sowas gehen statt einen Literaten daraus zu basteln ??
habitus alte Pinie.
Ich würde ihm nicht die Pinienform aufzwingen, aus eher praktischen Beweggründen.
- kannst du die Nadeln in diesem Stadium halten erinnern sie mehr an eine Araukarie als an eine Kiefer
- setzen sich irgendwann die Altersnadeln durch kann ich mir mit den langen Nadeln einen Shohin als Literaten eher vorstellen als eine überzeugenden Gestaltung mit dem typischen Pinienhabitus.
raga hat geschrieben:Weist du ob und wie man die dauerhaft in diesem Stadium halten kann ohne das der Baum irgendwann aufgibt
Hallo Ralf,
na 10 Jahre sind doch was Ich kann mir vorstellen, dass das endlos so weiter gehen kann ...nur sollte man sie aber unter Stress halten, d.h. oft auch mal schneiden wenn die Triebe zu lang werden oder sie Anstalten machen Altersnadeln zu setzen. In der Natur nach Bränden oder auch beim "Streumachen" der Kanarischen Bauern werden diese Pinien oft restlos entlaubt und der Neuaustrieb aus schlafenden Augen ist üppig. Bislang hab ich beobachtet, dass dieser Neuaustrieb immer aus kleinen Jungendnadeln bestand. Man muss sich nur trauen ihr öfter "Stress" zu machen
saludos
avicenna
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Ich überlege gerade, ob ich ihr so Stress machen sollte ?
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oder sogar so ...?
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den find ich gut habe dieses Jahr auch 2 kleine bekommen, sind aber noch lang nicht so weit wie deiner.
Bei der Überwinterung bin ich mir nicht sicher, wie hällst dus damit?
zu deiner Gestaltung, die gefällt mir gut, einzig der Korkenzieher am ersten linken Ast ist Mir zu "korkenzieherig".
Ich bin wirklich gespannt wie lang du die Nadeln so kurz wirst halten können, eigentlich hatte ich meine deutlich größer geplant
um da irgendwie die Proportionen zu erhalten, aber du eröffnest da ja ganz neue Möglichkeiten
Ihr wisst ... ich schneide recht ungern etwas ab ...nur wenn es dringend nötig ist. Ich halte mich da an das bekannte japanische Sprichwort " ab geht immer ...dran nich "
Ich hab mich jetzt dafür entschieden ...s.u.
Zur Überwinterung ...ich stelle sie auf eine Küchenfensterbank. Sie ist nach Süden ausgerichtet und besitzt keine Heizung unter ihr. Das klappt bislang recht gut.